Ein neuer Branchenbericht liefert umfassende Einblicke in die weltweite Entwicklung des Anime-Marktes – mit teils sehr überraschenden Ergebnissen bei Streaming, Zuschauerzahlen und beliebten Serien. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Netflix vor Crunchyroll
Im Rahmen der Studie »Anime Global White Paper 2026« wurden 15.000 Teilnehmer aus 15 Ländern befragt, um die Trends beim Anime-Konsum in den Jahren 2020 bis 2025 zu erfassen. Dabei zeigte sich, dass Netflix in den meisten untersuchten Märkten zur wichtigsten Plattform für Anime-Inhalte zählt.
So liegt der Streaming-Dienst in insgesamt sieben der neun größten Anime-Märkte, darunter auch Deutschland, auf dem ersten Platz. In Japan und China hingegen schaffte es Netflix nicht einmal in die Top 3.
YouTube und Prime Video schnitten ebenfalls sehr stark ab und erreichen in vielen Regionen Spitzenplätze. Auch hierzulande komplettieren YouTube und Prime Video das Podest der wichtigsten Anime-Plattformen.
Crunchyroll ist dagegen nur in Brasilien unter den Top 3 vertreten, hält sich jedoch außerhalb von Japan, China und Südkorea durchgehend in den Top 10.

Globale Trends
Ein weiterer interessanter Aspekt des Berichts betrifft die Popularität einzelner Werke. Während »Naruto« international weiterhin zu den erfolgreichsten Franchises zählt, fiel die Serie in Japan deutlich zurück und landete dort nur auf Platz 15.
Im Heimatland des Anime prägen dagegen andere Klassiker wie »Detektiv Conan«, »One Piece«, »Pokémon« und »Dragon Ball« die Beliebtheitsskala. Serien wie »Demon Slayer« und »Jujutsu Kaisen«, die in allen betrachteten Ländern vertreten sind, machen zudem deutlich, dass auch neuere Titel eine bedeutende Rolle spielen.
Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die Nutzerzahlen. Hier führen Japan, China und Indien das Ranking an, wobei besonders Indien von starkem Wachstum geprägt ist und sich zunehmend zu einem der wichtigsten Anime-Märkte der Welt entwickelt – etwas, das auch Crunchyroll bereits früh erkannt hat.
Auch China wird für die Anime-Branche immer wichtiger – nicht nur als Absatzmarkt, sondern zunehmend auch als bedeutender Standort für die Produktion.
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Via GEM Standard
© Saka Mikami, Kodansha / The Fragrant Flower Blooms With Dignity Production Committee
Interessant. Mich selbst hat bis jetzt tatsächlich noch kein Anime dazu veranlasst Netflix zu abonnieren.
Werden die wenigsten sein, die dafür extra Netflix abonniert haben. Das zeigt aber, wie viele Leute auch Anime eine Chance geben, wenns mit im Angebot ist. Das gilt übrigens für andere Sparten auch, koreanische Serien wurden so auch weltweit erfolgreich. Davon profitieren dann wieder Dienste, die sich auf solche Sparten spezialisiert haben, wie etwa CR. Die beste Werbung für CR macht also im Grunde Netflix. Dahinter wird auch die Motivation von CR liegen, so viele ältere Staffeln von deren Anime vermehrt bei Netflix oder Disney+ zu zeigen.
Das macht viel Sinn. Beispielsweise hatz auch Joyn einige Serien von Chrunchyroll bekommen.
Anime auf Joyn bzw. Pro7MAXX dient ja auch ganz bewusst dazu, »Lust auf mehr zu machen«, also auf Crunchyroll. So haben beide was davon. Blöd nur, dass einiges im heutigen CR-Portfolio nicht (mehr) enthalten ist, was es im TV schonmal zu sehen gab – die dann deswegen nicht mehr wiederholt werden, obwohl sie eigentlich sehenswert wären…
Mich auch nicht, und ich denke, dass es wohl einfach der »Mitnahmeeffekt« ist (»wenn das Zeug schon angeboten wird und im Abo mit drin ist, kann man es sich ja auch mal reinziehen…«), der Netflix und nicht den Special-Interest-Streamingdienst Crunchyroll zum Marktführer auch im hiesigen Anime-Bereich macht.
Dass nun auch Netflix bei Anime immer mehr auf Länder wie Indien oder China setzt, ist kein gutes Zeichen. Nicht dass man mich falsch versteht, die »wahren Oktakus« dort sollen ruhig damit belohnt werden, aber die »Mainstream-Anime–Normie-Touristen«, die wie oben beschrieben einfach mal eine Serie ansehen, werden sich über viele Dinge garantiert ganz furchtbar aufregen. Insbesondere die typisch japanische Freizügigkeit bei sexualisierten Medieninhalten wird sicher angekreidet werden, wie das ja auch schon in den USA der Fall war und ist. Das führt dann nur zu weiteren pseudomoralisch verbrämten Serien, weil man ja solch wichtige Märkte braucht und auf deren »Befindlichkeiten« Rücksicht nehmen muss – und dabei sind Netflix-Anime in der Hinsicht bis auf wenige Ausnahmen eh schon sehr »zahm«…
Wobei Netflix bis heute nicht in China verfügbar ist und es sich aufgrund der strikten Zensurrichtlinien dort so schnell auch nicht ändern wird. Deren Serien werden deshalb an andere Anbieter verkauft, die zensieren sie dann nachträglich(!) selbst, also wie es eigentlich sein sollte, damit andere Länder nicht darunter leiden müssen. Bei Anime, die nicht exklusiv von Netflix produziert werden, ist das Problem aber, dass Japan die Chinesen immer mehr in die Produktionen mit reinlässt (so wie es Hollywood vor ein paar Jahren verstärkt bei ihren Filmen gemacht hat, bis der Boom wieder vorbei war) und so die Gefahr immer größer wird, dass die Serien schon während der Produktion in Japan an den chinesischen Markt ausgerichtet werden und dann aus Kostengründen nur diese eine Version dann auch international exportiert wird. Denn auffällig ist es schon, wie westliche Serien immer freizügiger und expliziter werden, bei Anime fast schon das Gegenteil passiert. Das legt den Verdacht nahe, dass dieser Wandel bei den Anime nicht aus dem Westen sondern aus Asien selbst kommt…
Bei dieser Rechnung wird aber immer das andere Angebot von Netflix ignoriert. Gibt schließlich andere Netflix-Serien oder -Filme, egal ob Live-Action oder Zeichentrick, die viel freizügiger sind als die Anime. Der Fokus bei den Netflix-Anime scheint einfach nicht auf Freizügigkeit zu liegen, dafür sind bei denen andere Sparten zuständig (dazu gehören auch Serien, die theoretisch in Japan zensiert werden müssen). Und für die ganz skandalösen Themen, über die sich die Leute dann aufregen *hust* Big Mouth *hust*, hat man dann eh andere Zeichentrickserien/Cartoons, die haben sowieso ein besonderes Talent dafür. So etwas war aber noch nie die Kernkompetenz der Japaner, deswegen funktioniert das als Anime auch nicht sonderlich gut, die beschränken sich eher auf (seichten) Fanservice bzw. Freizügigkeit. Somit hat da jedes Medium seinen eigenen Schwerpunkt und erst so gleicht sich das Angebot aus.
Andersherum kann man auch Argumentieren, warum bei CR fast nur »zahme« und keine explizite Gesellschaftskritik vorzufinden ist, eben weil das aus gewissen Gründen nicht so gerne bei Anime gesehen wird. Da ruft aber komischerweise keiner, dass das Angebot deswegen einseitig und »zahm« wäre, obwohl es das im Grunde aber tatsächlich dadurch ist, weil CR noch weniger Serien hat um diese Lücke zu füllen.
Also, ich wurde nicht befragt.^^
Bei Netflix denke ich aktuell sogar eher über eine Kündigung nach…
(Team Crunchy)
Wie schon angesprochen hat man nicht Netflix wegen Animes das sage ich auch schon seit einiger Zeit immer mal wieder wenn Leute schreiben dass man Netflix {nicht} zum Anime schauen benutzt nein tut man nicht man benutzt halt nur das Angebot dass man sowieso dauerhaft abonniert hat und schaut sich dann den ein oder anderen älteren Anime an. Und ja auch wenn ich es erwähne wenn das hier nicht so gut ankommt das ist dasselbe mit Disney plus dann nehme ich auch den ein oder anderen Anime mit wenn ich doch sowieso Disney plus habe.🤔 Und ja ich kann auch verstehen dass einige sogar sagen sie sind mit der abspielqualität und insgesamt mit der Qualität von Netflix zufriedener im Bezug wenn Sie ältere Animes schauen als wenn sie das bei crunchy tun–die bei mir immer mehr und mehr auf einem absteigenden Ast sind aus vielerlei Gründen.🤷♂️
Nun, also ich schaue tatsächlich nur die Animes auf Netflix, Disney & Co., ja. xD
Ich schaue Anime auch eher auf Netflix, läuft irgendwie stabiler und angenehmer als auf Crunchyroll, auch die Audio Qualität ist besser.
Du weißt schon, dass NF durchweg auf 128 kbps setz?
Und wenn es um die Klangqualität geht, dann führen Amazon Prime, ich vermutete mal, das ist nicht nur einer der Top-3 in Japan, sondern sogleich der ostasiatische Marktführer, und aktuell auch ADN.
Das deckt sich mit meinen privaten Erfahrungen. Einige meiner Freunde die Anime gelegentlich schauen, würden Crunchyroll oder andere Anime Anbieter nicht unbedingt abonnieren aber Netflix haben so einige und da schauen sie durchaus dann die Anime Katalogtitel. Casuals sind in der Regel deutlich häufiger vertreten als der harte Kern von Animefans. Man muss sich ja nur mal selbst die Frage stellen wie viele Leute man im privaten Umfeld kennt die man als regelmäßigen Animezuschauer bezeichnen würde. Das dürften nicht so viele sein aber die gelegentlichen Zuschauer sind vermutlich in der Überzahl.
Also ich gucke fast nur über Crunchyroll (außer paar KSM Serien mal bei aniverse/prime und Netflix exklusive Serien über Freundesaccountt) und alle meine Freunde, die viel Anime schauen genauso. Ich kennen nur Leute, die eig nicht viel mit Anime zu tun haben, die auf Netflix Anime schauen…
Wir haben Netflix jetzt auch nicht wegen Anime abonniert, aber wir schauen tatsächlich fast nur 70% Anime und 30% andere Sachen. Sie geben sich Mühe, dass viel nachkommt, dass muss man Netflix lassen. Und die Preise sind auch noch finanzierbar. Wir sind zufrieden mit dem Angebot 🙂
Wenn man sich die weltweiten Abozahlen von Netflix und Crunchyroll anschaut, ist das eigentlich keine Überraschung. Klar kann man das nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, aber bei dem riesigen Unterschied kann man sich schon denken, dass hier deutlich mehr Leute über Netflix Anime schauen, einfach weil viele das Abo sowieso schon für Filme und Serien haben.
Netflix -> der inzwischen weltweit führende Streamer mit einem extrem breit gefächerten Angebot (inkl. der implementierten TV-Mediatheken), dass sich an ein »allgemeines Publikum« (engl. »General Viewer«) wendet.
Crunchyroll -> von Anfang an ein rein auf Anime spezialisierter Streamer und damit »Special Interest«, also Nische – ganz egal, wie populär Anime inzwischen sind.
Das sagt eigentlich schon alles. Trotzdem denke ich, dass die meisten »echten« Anime-Fans eher bei CR denn Netflix landen werden…
Ich frage mich, wie NF den deutschen Markt dominieren soll, wenn es um Anime geht, wo doch fast eine jede Lizenz in diesem Segment an Crunchyroll geht, NF wie leergefegt aussieht und ständig seine Datenbank am Leeren ist.
Netflix hat mehrere hundert Titel, vor allem eigene. In den letzten Jahren wurde auch allgemeine erfolgreiche Titel im Portfolio aufgenommen, halt nicht so viele wie bei Crunchyroll. Also ich werde noch eine Menge Jahre brauchen um alles was mich interessieren könnte gesehen zu haben.
Netflix hat einfach zu wenig gute Animes. Es ist mir deshalb schon seit Monaten kein Geld mehr wert. Vielleicht, wenn wieder eine Staffel von Wednesday kommt.
Hätte ich ehrlich gesagt nicht mit gerechnet. Crunchyroll hat das größte Angebot und ist daher auch der Streaming-Dienst meiner Wahl. Die Animes, die es auf Netflix gibt, gibt es entweder schon auf Crunchyroll oder sie sind eher uninterressant für mich. Ich schaue daher eher selten auf Netflix.
In China führt natürlich BiliBili, weil andere internationale Plattformen schon mal strengere Vorgaben bekommen als die Chinesische Plattform, wobei manche Animes in China eh nicht angeboten werden dürfen.
Moin: Interessant und Gut das Netflix ( CBR hebt was anderes heraus )
Und Amazon Prime die beliebtesten Streaming Dienst sind !
Crunchyroll ist leider Immer noch Domination wenn du nur Anime Schauen möchtest / aktuelle Season Anime ( super Crunchroll nur klappt in der Top 10 in Japan und co !)