Mit der unangekündigten Rückkehr eines Synchronsprechers im abschließenden Teil der »Mononoke«-Trilogie löste das Produktionsteam eine Kontroverse in Japan aus. Nun zieht Produzent Kenji Yamamoto persönliche Konsequenzen.
Produzent übernimmt Verantwortung
In einer ausführlichen Stellungnahme erklärte Yamamoto, dass er die Verantwortung für die Kritik rund um die Besetzung von Takahiro Sakurai, der unter anderem auch Giyuu Tomioka in »Demon Slayer« seine Stimme leiht, übernehme.
Der Synchronsprecher hatte den »Mononoke«-Protagonisten Kusuriuri bereits in der ursprünglichen Serie aus dem Jahr 2007 gesprochen, wurde jedoch 2022 nach Berichten über eine außereheliche Affäre aus dem Filmprojekt entfernt.
Für die Leinwandableger wurde dann eigentlich Hiroshi Kamiya (Levi aus »Attack on Titan«) als neue Hauptstimme verpflichtet. Umso größer war daher die Überraschung vieler Zuschauer, als Sakurai im dritten Film »The Curse of the Serpent« dennoch wieder die Rolle des Medizinverkäufers Kusuriuri übernahm.
Besonders kritisiert wurde in diesem Zusammenhang, dass das Mitwirken von Sakurai bis zum Kinostart am 29. Mai 2026 geheim gehalten worden war.

Überraschungsauftritt sorgte für Kritik
Yamamoto bestätigte, dass die Beteiligung Sakurais bewusst nicht vorab kommuniziert wurde. Ziel sei es gewesen, dessen Auftritt als Überraschung zu inszenieren. Rückblickend habe man die Reaktionen des Publikums jedoch falsch eingeschätzt.
Er erklärte, dass die Entscheidung, Sakurai erneut zu besetzen, nach intensiven kreativen Gesprächen über den Abschluss der Geschichte getroffen wurde.
Zwar habe das Produktionsteam verschiedene Optionen in Betracht gezogen, am Ende sei man jedoch zu dem Schluss gekommen, dass die Rückkehr des ursprünglichen Medizinverkäufers die stimmigste Wahl für das Finale darstelle.
Der Produzent stellte außerdem klar, dass sowohl die Entscheidung, Sakurai aus dem Projekt zu nehmen, als auch seine spätere Rückkehr allein von ihm getroffen worden sei. Andere Mitwirkende an der Produktion seien daran nicht beteiligt gewesen.

Rückzug nach der Kontroverse
Nun räumte Yamamoto allerdings ein, dass dies ein Fehler gewesen sei und man so einigen Zuschauern die Möglichkeit genommen habe, selbst zu entscheiden, ob sie den Film unter diesen Umständen sehen möchten.
Zum Abschluss seiner Stellungnahme entschuldigte sich Yamamoto bei den Fans und dem Produktionsteam. Zugleich kündigte er an, sich als Konsequenz aus der Kontroverse vollständig aus dem Produzentengeschäft zurückzuziehen.
Die ersten beiden »Mononoke«-Filme »The Phantom in the Rain« und »The Ashes of Rage« stehen hierzulande bei Netflix auf Abruf zur Verfügung. Ob auch der dritte Film dort erscheinen wird, ist derzeit noch unklar.
Bei Netflix streamen:

Via X
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Ist das Lächerlich. Eine Kultur, die so sehr auf die Trennung von Öffentlich und Privat ausgelegt ist, macht bei sowas, was sie nun wirklich nichts angeht, ein solches Theater.
Jo seh ich auch so so lachhaft das ganze.
Ich verstehs auch nicht. Ich mein, Ehebruch ist nicht okay, aber es ist ja nicht so, als wäre er wegen Mordes angeklagt gewesen.
Als Überraschung … Nun, es wird sicherlich viele überrascht haben – aber eher im negativen Sinne. Dass man es geheim gehalten hat, lag doch letztlich daran, dass man nicht schon vorher Gemecker haben wollte und die Leute nicht ins Kino gehen. Mehr steckt doch da eh nicht hinter.
Mal vom eigentlich Grund des Ausschlusses abgesehen, ist es doch eine eher schlechte Entscheidung, wenn man anscheinend 2 Filme hat mit einem gewissen Sprecher für die Rolle und man den dann beim dritten Film rauskickt. Das ist doch Quatsch.
Das erinnert mich an den Artikel über den Synchronsprecher Tatsuhisa Suzuki, der unter anderem Anos Voldigoad in der ersten Staffel von „Misfit“ spricht. Er hat kurz nach der Hochzeit seine Frau, die Sängerin LiSA, betrogen.
Hier ist der Anime2you Artikel:
anime2you.de
Was Takahiro Sakurai angeht, so ist er einer meiner liebsten japanischen Synchronsprecher, dessen Stimme man immer heraushört.
Wenn man ihn schon aus dem Projekt entfernt, dann sollte das endgültig sein, denn alles andere wäre unvernünftig und nicht nachvollziehbar. Gerade für seine Sprecherkollegen ist dieser Wechsel nach dem Wechsel ein indirekter Schlag ins Gesicht.
Und ich dachte Deutschland sei schlim.
Tjs, ist es eben nicht. Es hat seine Momente, ist aber ganz okay.
Ich finde die hätten da einfach transparent sein müssen und eine vorherige Umfage, hätte auch nicht geschadet!