George Wada, der Präsident von Production I.G und WIT Studio, sieht die Zukunft der Anime-Branche nicht nur in neuen Produktionen, sondern vor allem auch in strukturellen Reformen. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Neue Fördermaßnahmen
Wada präsentierte im Rahmen eines Symposiums zum Thema »Für die nachhaltige Entwicklung der japanischen Anime-Industrie« mehrere Zukunftskonzepte. Ziel aller Vorschläge sei es, ein Umfeld zu schaffen, das talentierte Kreative aus aller Welt anzieht und ihnen langfristig attraktive Arbeitsbedingungen bietet.
Nach seiner Ansicht seien dafür nicht nur Investitionen in die Ausbildung neuer Fachkräfte notwendig, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus plädierte er für die Einführung eines offiziellen Zertifizierungssystems, das die Qualifikationen von Animationsschaffenden transparenter machen soll.
Besonders bemerkenswert ist allerdings seine Forderung nach einem japanischen Anime-Award. Dieser soll nach seiner Vorstellung Teil eines positiven Kreislaufs werden, der die Branche stärkt und die Leistungen ihrer Kreativen stärker würdigt.

Diskussion über neue Strukturen
Konkrete Details zu einem möglichen Konzept nannte er zwar nicht, jedoch zeigt seine Aussage, dass innerhalb der Branche zunehmend darüber diskutiert wird, wie sich die internationale Bedeutung von Anime künftig auch institutionell besser abbilden lässt.
Manche Fans dürften dabei unweigerlich an die jährlich vergebenen Crunchyroll Anime Awards denken – wenngleich Wada diese nicht ausdrücklich erwähnte.
Abschließend betonte er, dass die Anime-Studios bereits verstärkt in die Ausbildung zukünftiger Talente investieren würden. Nun müsse es gelingen, diese Initiativen langfristig zu einem umfassenden System für die gesamte Branche auszubauen.
Neben Wada diskutierten auch Vertreter von MAPPA, A-1 Pictures, Avex Pictures, Toei Animation und Bandai Namco Filmworks über die Zukunft der Branche.
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Via AJA
© Naoya Matsumoto / Shueisha, Kaiju No. 8 Production Committee
Das ganze nennen wir dann »Tokyo Anime Award« und lassen es seit 2002 stattfinden 😉
Das würde ich noch mit einer angemessenen Bezahlung ergänzen und dann kann man weg von der persönlichen Ansicht und es das grundlegende Problem nennen, das es anzugehen gilt.
Aber das ist ja nicht erst seit gestern. Und es nur zu sagen, bringt nichts. Es anzugehen zählt. Und da wird sicherlich nicht die Einführung eines Anime Awards helfen. Das Geld, was man dafür rausschmeißt, kann man schon in besagte Förderung investieren; da hat man mehr von.
Awards sind doch total überflüssig und sagen nichts über die Qualität eines Anime aus. *hust* Demon Slayer und Co. *hust*
Bestätigung und Lob tut Jedem gut. Und nur weil dir eine Sache nicht gefällt, muss sie dennoch nicht schlecht sein. Persönliche Vorlieben sollte man nicht als Maß aller Dinge nehmen.
Nun, ich finde eine Preisvorstellung nicht per sé schlecht. Es kommt auf die Transparenz an und sollte über Popularität einzelner Werke hinaus gehen. Außerdem sollte der Veranstalter jemand sein, der zwar Kompetenzen in dem Fachbereich „Anime“ hat, aber kein Unternehmen, dass direkt im Produktions- und Streamingbereich von Anime-Werken sind. Die Gefahr, dass sich die Veranstaltung zu einer Selbstbeweihräucherungszeremonie entwickelt ist hoch, wie wir es anhand der Crunchyroll Awards sehen können.
Es könnten ja, und das würde zum Medium „Anime“ passen, Fach- und Zuschauerpreise vergeben werden.