Der neue Aniplex-Präsident Shu Nishimoto hat in seinem ersten Interview die künftige Ausrichtung des Unternehmens vorgestellt. Dabei sprach er unter anderem über die internationale Expansion, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Bedeutung japanischer Kreativität. Wir fassen nachfolgend die Details zusammen.
Fokus auf langfristige Markenentwicklung
Nishimoto erklärte gegenüber Variety, dass das Anime-Medium inzwischen weit über eine Nische hinausgewachsen sei und sich zu einem festen Bestandteil der weltweiten Popkultur entwickelt habe. Nach seinen Angaben werde derzeit mehr als die Hälfte des Umsatzes der japanischen Anime-Industrie im Ausland erzielt.
Aniplex wolle deshalb seine internationale Präsenz weiter ausbauen, dabei allerdings nicht die Inhalte an den globalen Markt anpassen. Stattdessen sollen bestehende Marken langfristig gestärkt und über verschiedene Bereiche wie Kino, Streaming, Merchandise, Videospiele, Live-Events und Ausstellungen weiterentwickelt werden.
Als besondere Stärke des Unternehmens bezeichnete Nishimoto die Kombination aus Anime-Adaptionen bekannter Vorlagen sowie vollständig neuen Originalprojekten. Diese bewährte Strategie werde man auch künftig weiterverfolgen.

Japanische Kreativität im Mittelpunkt
Nach Einschätzung von Nishimoto ist die unverwechselbare Identität japanischer Anime der wichtigste Grund für ihre weltweite Popularität. Die charakteristische Erzählweise, die besondere Bildsprache und die kulturellen Wurzeln sollten daher nicht an einen globalen Mainstream-Geschmack angepasst werden.
Für eine erfolgreiche weltweite Vermarktung sei es jedoch notwendig, bereits während der Planungs- und Produktionsphase international zu denken.
Gleichzeitig müssten die unterschiedlichen Erwartungen und Wahrnehmungen der Zielgruppen in den einzelnen Regionen berücksichtigt werden, weshalb die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern unverzichtbar sei.

Crunchyroll als wichtiger Partner
Als weiteres Thema sprach Nishimoto über den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Für Aniplex stünden der Schutz und die Förderung von Kreativen an erster Stelle. Könne KI ihre Arbeit sinnvoll unterstützen oder kreative Abläufe verbessern, zeige man sich einem verantwortungsvollen Einsatz der Technologie gegenüber aufgeschlossen.
Darüber hinaus betonte der Aniplex-Präsident die enge Zusammenarbeit innerhalb der Sony-Gruppe. Insbesondere Crunchyroll spiele als globaler Vertriebspartner eine wichtige Rolle, da der Streaming-Dienst wertvolle Einblicke in die Interessen der Anime-Fans liefere und so die Entwicklung neuer Projekte unterstütze.
Mit Anime-Studios wie A-1 Pictures und CloverWorks sowie erfolgreichen Marken wie »Demon Slayer«, »Sword Art Online« und »Fate« sehe man sich bei Aniplex auch für die Zukunft gut aufgestellt, um die internationale Expansion voranzutreiben.
- Japanische Regierung investiert Milliarden in die Zukunft von Anime
- WIT Studio kündigt neue Anime-Awards als Konkurrenz zu Crunchyroll an
- Crunchyroll-Mitgründer will Anime-Lizenzierung vereinfachen

Via Variety
© Koyoharu Gotoge / SHUEISHA, Aniplex, ufotable
Erst kommt:
Nur um dann direkt mit:
um die Ecke zu kommen. Das klingt wie ‚Nee, wir passen uns nicht an. Aber irgendwie tun wir das doch‘.
Machen halt keine Steam-Moves
Tut mir leid; ich weiß nicht was das bedeutet.
Genau das dachte ich mir auch. Was für ein Unfug.
Wenn das so wie es erklärt wird auch umgesetzt wird, bin ich dabei und die Studios und Mangaka müssen auch stärker unterstützt und bezahlt werden sonst wird das nix
Etwas Hoffnung darin muss man ja haben