Der ehemalige »Naruto«-Manga-Redakteur Kousuke Yahagi sprach in einem aktuellen Interview über die enorme Arbeitsbelastung von Masashi Kishimoto während der Veröffentlichung der Reihe. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Regelmäßiges Fieber
Wie Yahagi gegenüber dem YouTuber Mugen erklärte, arbeitete Kishimoto mit großer Hingabe an »Naruto« und machte regelmäßig die Nacht durch, um seine Manuskripte rechtzeitig fertigzustellen.
Nach der Fertigstellung eines Kapitels habe Kishimoto deshalb wiederholt Fieber bekommen und mehrere Tage zur Erholung benötigt. Selbst während dieser Ruhephasen habe er allerdings an den Entwürfen für das nächste Kapitel gearbeitet.
Yahagi machte sich große Sorgen, dass der Mangaka aufgrund der hohen Belastung irgendwann zusammenbrechen könnte. Um Kishimoto eine dringend benötigte Pause zu verschaffen, griff der Redakteur schließlich zu einem Trick.
Gegenüber der Redaktion des »Weekly Shonen Jump«-Magazins habe er behauptet, dass Kishimotos Fieber noch nicht abgeklungen sei und ihm auf diese Weise eine einwöchige Pause verschafft.

Langfristige Entlastung
Rückblickend betonte Yahagi allerdings, dass Kishimotos Gesundheitszustand ernst gewesen sei. Für ihn gehöre es zu den wichtigsten Aufgaben eines Redakteurs, auch auf das Wohlergehen des betreuten Mangaka zu achten.
Um Kishimoto langfristig zu entlasten, stellten die beiden ihren Arbeitsablauf um. Ab dem »Suche nach Tsunade«-Arc planten sie den groben Verlauf der Geschichte vorab und legten fest, wie viele Kapitel die einzelnen Handlungsabschnitte umfassen sollten.
Dadurch musste Kishimoto die weitere Handlung nicht mehr für jedes Kapitel von Grund auf neu entwickeln. Laut Yahagi habe die Umstellung Wirkung gezeigt und die regelmäßigen Fieberschübe seien schließlich ausgeblieben.
Yahagi betreute »Naruto« seit dem Start der Veröffentlichung im Jahr 1999 und war fast neun Jahre lang als Redakteur der Reihe tätig. Im Jahr 2008 wurde er schließlich zum stellvertretenden Chefredakteur der »Weekly Shonen Jump« befördert.
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Via YouTube
© Masashi Kishimoto, Shueisha / Naruto Production Committee
Da muss man tricksen, um sich um die Gesundheit zu kümmern … Vielleicht sollte man eher mal den Arbeitsaufwand und die Fristen untersuchen.
Da er selbst in den Ruhepausen gearbeitet hat, hätte es denke ich nichts geändert. Wenn die Fristen länger wären, hätte er wenn er früher fertig wurde, sicherlich ununterbrochen am nächsten gearbeitet.
Ein kräftiger Gong mit der Bratpfanne und paar Seile um ihn ans Bett zu binden, hätten sich mehr Wirkung gezeigt.
Manchmal muss man Leute zu ihrer Pause zwingen.
Eine Kollegin von mir ist auch so. Wir hatten schon überlegt, sie an die Heizung zu binden damit sie mal langsamer macht. XD
Ich habe das hier so verstanden, dass er eben so gearbeitet hat, um das rechtzeitig fertigzubekommen.
Es hieß hier ja:
Das führte dann wohl wiederholt zu den Fieberschüben und obwohl er sich eigentlich erholen sollte, hat er trotzdem schon für den nächsten Abschnitt gearbeitet, um es fertigzubekommen weil er es sonst nicht geschafft hätte. So habe ich das verstanden.
Ist aber so oder so keine wirklich gute Situation. Die Leute sollten den Wert, den wirklichen Wert eines gutes Gesundheitszustandes nicht unterschätzen – und es schon gar nicht als Selbstverständlichkeit ansehen. Das ist es nämlich nicht.
Der ‚Gong mit der Bratpfanne‘ allein hätte noch nicht gereicht? Hahahaha!
Denke dennoch das er danach gleich weiter machen würde, weil man es einfach so kennt, das diese Titel schnell fertig sein müssen, damit man immer genug hat. Diese schnell schnell und immer mehr Mentalität muss allgemein verändert werden. =/
Der Gong soll ja Hauptsächlich dazu dienen, damit man ihn ohne Probleme ans Bett fesseln kann. Ewig hält er ja nicht und ihm jedes Mal einem geben, damit er sich länger ausschuht wäre auf Dauer auch nicht so toll. XD
Eine Beule ohne Wiederkehr. XDD
Das zeigt nur, dass es die richtige Entscheidung war, den Boruto Manga im monatlichen Rhythmus zu veröffentlichen. Man tut damit der Gesundheit und der Planung des Handlungsverlaufs eher einen Gefallen als wenn man ein Werk wöchentlich herausgibt und das über Jahrzehnte hinweg.
Boruto hat nur nix mit ihm zu tun
Er zeichnet das nicht er ist nur kreativer Berater.
Nun, ich denke Kishimoto wird Ikemoto den monatlichen Rhythmus ans Herz gelegt haben, nachdem Shueisha Kishi um ein Sequel zu Naruto gebeten hat. Kishimoto hat sich geweigert, den Boruto Manga selbst zu zeichnen und dafür Ikemoto als Zeichner vorgeschlagen. Die Beteiligten haben aus dem wöchentlichen Release gelernt und möchten nun nicht, dass es Ikemoto genauso ergeht wie seinem Vorgänger damals.