Wie das Inarizushi zu seinem Namen kam…

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Inarizushi im Anime "Hiiro no kakera"

Der Name »Inari« bezeichnet im Shinto einen Kami, also eine Gottheit. Da das Geschlecht bei Inari nicht festgelegt ist und die Gottheit sowohl als alter Mann als auch als Frau dargestellt wird, verwende ich der Einfachheit halber im weiteren Text »sie«.

Inarizushi im Anime »Hiiro no kakera«

Inari ist also die Göttin der Fruchtbarkeit, des Reises und der Füchse. Sie ist eine sehr populäre Göttin in Japan und ihr sind ca. 30.000 Schreine geweiht, beinahe jede Stadt besitzt einen. Ruft man sich die Wichtigkeit des Reises für die japanische Kultur in Erinnerung, so ist diese Tatsache verständlich. Die schneeweißen Füchse (jap. Kitsune) die die Kami begleiten, dienen ihr als Boten und Schreinwächter.
Den Legenden zu folge ist die Lieblingsspeise der Kitsune Aburaage, frittierter Tofu. Was läge da näher, als frittierte Tofutaschen gefüllt mit gewürztem Reis – denn nichts anderes ist Inarizushi – nach dieser wichtigen Göttin zu benennen.

Die Füchse selbst standen übrigens Pate bei dem Gericht »Kitsune-Udon« – Udon-Nudelsuppe mit frittiertem Tofu. Was sonst?

Hier das Rezept:

Für 4 Taschen

  • 4 Aburaage
  • 100 g Sushireis
  • etwas Reisessig
  • Je eine Prise Salz und Zucker

Wenn man fertige Tofutaschen nimmt, werden diese vorher unter heißem Wasser abgewaschen, um überschüssiges Fett los zu werden.

Den Reis so lange waschen, bis das Wasser klar ist. Macht man das nicht, bleibt zu viel Stärke am Reis und er wird beim kochen matschig. Dann den Reis mit ca. 1 ¼ so viel Wasser aufsetzen und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Dann die Herdplatte ausschalten und den Topf noch mal 10 Minuten ruhen lassen.
Dann den Reis auf einen großen Teller, Schüssel oder einem Hangiri geben (egal was ihr nehmt, es sollte nicht aus Metall sein) und mit Essig, Salz und Zucker vermischen und auskühlen lassen. Das sollte schnell gehen, damit der Reis nicht nachgart. In Japan nimmt man dazu sogar Fächer.
Wenn der Reis abgekühlt ist, nehmt ihr euch die Tofutaschen, öffnet sie vorsichtig und füllt soviel Reis rein, dass ihr sie noch umschlagen könnt, damit der Reis nicht rausfällt.
Die Taschen werden mit der Öffnung nach unten gesetzt.

Ich persönlich würze den Reis zusätzlich noch mit Furikake, aber das ist Geschmackssache, ebenso wie die Art sie dann zu essen: In Japan werden sie, soweit mir bekannt ist, ohne alles gegessen. Wir dippen sie allerdings in Shoyu und Wasabi.

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