Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Start der Anime-Adaption von »Naruto« blickte Regisseur Hayato Date auf die Entstehung der Serie zurück und sprach dabei über seine damaligen Entscheidungen und Erfahrungen.
Ausland bewusst ignoriert
Die Aussagen fielen während eines Panels auf der »Anime India«, die vom 28. bis 30. August 2026 in Mumbai veranstaltet wurde. Dort berichtete Date unter anderem darüber, wie er seinerzeit mit der weltweiten Beliebtheit von »Naruto« umging.
Obwohl schon zu Beginn der Produktion mit einem Erfolg außerhalb Japans gerechnet worden sei, habe der Regisseur seine Prioritäten anders gesetzt. Für ihn sei zunächst entscheidend gewesen, die Serie beim japanischen Publikum erfolgreich zu machen, anstatt sie von Anfang an auf internationale Zuschauer auszurichten.
Mit der steigenden Popularität von »Naruto« in den USA hätten allerdings auch die Rückmeldungen aus dem Ausland zugenommen, wobei sich die Kritik insbesondere gegen die Darstellung von Klingenwaffen gerichtet habe.
Date habe solche Elemente dennoch bewusst beibehalten, da beispielsweise die für »Naruto« typischen Kunai für ihn fest zur Identität der Serie gehört hätten. Letztlich habe er die Wünsche des internationalen Publikums ignoriert und sich stattdessen darauf konzentriert, den ursprünglichen Charakter des Werks zu erhalten.
Sein Anspruch sei es gewesen, »Naruto« auch außerhalb Japans so zu zeigen, wie das Werk ursprünglich konzipiert wurde. Zugleich betonte er, grundsätzlich Produktionen schaffen zu wollen, die sich Erwachsene und Kinder gemeinsam ansehen können.

Erzähltempo heute zu langsam
Im weiteren Verlauf des Panels sprach Date auch über das Erzähltempo von »Naruto« und »Naruto Shippuden«. Aus heutiger Sicht wirke die Serie für ihn im Vergleich zu modernen Anime eher langsam, vor rund 20 Jahren habe dieses Tempo jedoch noch genau seiner damaligen Idealvorstellung entsprochen.
Inzwischen würde er bei einer Anime-Produktion zwar auf ein schnelleres Erzähltempo setzen, dieses jedoch nicht an das Niveau vieler aktueller Anime anpassen. Prägend für seinen Regiestil seien weiterhin gezielt eingesetzte Pausen, wie sie auch im traditionellen japanischen Kabuki-Theater eine wichtige Rolle spielen.
Gerade bei längeren Actionsequenzen halte er solche Ruhephasen für besonders wichtig, um das Publikum nicht durchgehend mit schnellen Szenen zu konfrontieren.
Hayato Date war für die Regie der ursprünglichen »Naruto«-Serie sowie großer Teile von »Naruto Shippuden« verantwortlich. Der Anime startete im Oktober 2002 im japanischen Fernsehen und feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.
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Via Velleity
© Masashi Kishimoto, Shueisha / Naruto Production Committee
Was hat man denn daran genau kritisiert? Das Design?
Ich bin mir da auch unsicher aber glaube es geht darum, das er eher bei typischen Ninja Waffe geblieben ist.
Da die Kritik hauptsächlich aus den USA kommt, wollten die Fans wohl eher Waffen die in Europa damals etabliert waren. Vielleicht waren ihnen die Kämpfe die (wenn ich mich recht entsinne) hauptsächlich mit Kunais abliefen, nicht spannend genug.
So ein großen Schwert etc. ist ja ein wenig was anders. Zumal die Amerikaner schon immer eine Affinität für solche Gegenstände hatten.
Bei den Amerikanern ist es so, dass sie in Cartoon etc. auf »nicht reproduzierbare Gewalt« setzen. Man hat eben die Sorge, dass könnte Kinder negativ beeinflussen.
Wenn die Maus Jerry ein Amboss auf Toms Kopf fallen lässt, ist das eine Sache, aber wenn ein Typ ein Messer auf den anderen wift, könnten Kinder das theorethsich nachmachen.
Wobei das heutzutage nicht mehr so extrem ist, wie noch vor 20-30 Jahren.
Klar doch, hat natürlich nichts damit zu tun, die Vorlage zu strecken/nicht einzuholen und mehr Folgen produzieren zu können, die Filler waren bestimmt auch nur Ruhephasen 😉
War auch mein erster Gedanke, wobei ich nicht sicher bin ob er die Filler Folgen meint, denn dafür kann der Regisseur herzlich wenig wenn das Produktionskomitees sagt produziert weitere Folgen ohne Pause.
Die Frage die sich stellt ist ja aher, ob er Wünsche vom japanischen Publikum angekommen hat. Vermutlich auch eher nicht. Sondern er ist seiner eigenen Videon gefolgt. Das gute Recht des Schöpfers.
Au man, was habe ich da für ein Kauderwelch zusammen getippt …
*eher
* angenommen
* Vision
Das Erzähltempo war ab dem Weggang von Sasuke eine einzige Katastrophe gewesen. Filler über Filler und eine Streckung der Handlung, wie es selbst Dragonball Z nicht hinbekam.
Hatte die Serie irgendwann entnervt abgebrochen und bis heute nicht das Bedürfnis verspürt es doch nochmal zu versuchen. Da müsste schon sowas her, wie z.B. Naruto »Kai« oder gleich ein Remake.
Finde ich gut. Die nicht vom Manga adaptierten Kapitel haben der Serie erst richtig Leben gegeben.
Unterstellen wir mal der Manga würde keine Rolle spielen und der Director hat das Pacing absichtlich langsamer gemacht – dann war das selbst vor 20 jahren eine ganz fürchterliche Entscheidung, darauf kann man nun wirklich nicht mit Stolz zurückblicken und sagen, das hab ich damals genau richtig gemacht.
Also wollten die Amerikaner statt kunai einen ausgestrecken Zeigefinger
Und Asuma raucht dann auch keine Zigarette sondern einen Lutscher.
Fehlt nur noch das Itachi seinen Clan entführt 🤣