Beim japanischen Medienkonzern KADOKAWA steht eine größere Umstrukturierung im Anime-Bereich bevor. Gleich fünf Animationsstudios werden als »Studio One Base« zusammengelegt. Wir fassen zusammen.
Fünf Anime-Studios fusionieren
Von der Neuorganisation betroffen sind ENGI, Chiptune, Bellnox Films, Raging Bull und Studio KADAN. Die bislang eigenständig geführten Tochtergesellschaften sollen im November 2026 zu »Studio One Base« fusionieren, einem vollständig zu KADOKAWA gehörenden Unternehmen mit rund 310 Mitarbeitern.
Trotz der Zusammenführung sollen alle fünf Studios weiterhin unter ihren bisherigen Namen arbeiten und ihre bestehenden Produktionsstrukturen fortführen. Auf diese Weise möchte KADOKAWA die jeweiligen Stärken bewahren, während Bereiche wie 3DCG, Fotografie und Hintergrundgestaltung künftig gebündelt organisiert werden.
Bereits im September 2026 ziehen sie an einen gemeinsamen Standort im Sunshine City in Ikebukuro, der unter der Bezeichnung »Studio One Base« geführt wird.
Mit der räumlichen Zusammenlegung will KADOKAWA den Austausch zwischen den Beschäftigten intensivieren, den Wissenstransfer zwischen den Teams fördern und zugleich die Ausbildung des Anime-Nachwuchses unterstützen.

Reaktion auf Herausforderungen
Als Hintergrund für die Umstrukturierung nennt KADOKAWA die gestiegene weltweite Nachfrage nach Anime. Zugleich würden immer mehr und aufwendigere Produktionen entstehen, während die Branche unter einem Mangel an Fachkräften und steigenden Produktionskosten leide. Seit 2018 hat der Konzern seine Produktionskapazitäten durch Neugründungen und Übernahmen kontinuierlich ausgebaut.
Mit dem Zusammenschluss der fünf Studios zu einem gemeinsamen Unternehmen sollen unter anderem Verwaltungs- und Backoffice-Aufgaben zentralisiert und zugleich die wirtschaftliche Grundlage gestärkt werden.
Zudem stellt KADOKAWA bessere Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen sowie effizientere Produktionsabläufe in Aussicht, damit sich die kreativen Mitarbeiter stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können.
An der Spitze von »Studio One Base« wird Präsident Tsuyoshi Kikuchi stehen. Die Fusion der fünf Unternehmen soll im November 2026 formell vollzogen werden.
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Via KADOKAWA
© Aneko Yusagi, Seira Minami, KADOKAWA / The Rising of the Shield Hero Production Committee
In Aussicht stellen, heißt ja nicht, dass es auch sicher kommt. Und die Definition der Dinge wäre ja auch noch die Frage. Also inwieweit das besser werden soll.
Die wirtschaftliche Grundlage stärken … heißt in dem zusammenhang doch letztlich nur: Wir legen die Verwltung zusammen und alle überflüssigen stellen werden gestrichen. Sprich: Die Leute müssen gehen.
Und ob das so eine gute Idee ist alle unter einem Dach zu haben … weiß ich noch nicht so recht.
Sind ja nun alle keine der big player. Die Auswirkungen sollten gering sein. Ein Zusammenlegen macht wahrscheinlich bei solch kleinen Studios mit austauschbarem Output Sinn. Auch eine Bündelung der Verwaltungsstrukturen. Der Wasserkopf bei diesen Studios ist ja nicht selten enorm.