Die musikalische Inszenierung von »Frieren: Beyond Journey’s End« gehört zu den charakteristischen Elementen der Anime-Adaption. Komponist Evan Call sprach vor Kurzem darüber, wie keltische Einflüsse und traditionelle Instrumente zu dem besonderen Klang der Serie beitragen. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Keltische Musik soll Emotionen verstärken
In einem Interview mit CBR erklärte Evan Call, dass bei der Musik von »Frieren: Beyond Journey’s End« verschiedene keltisch geprägte Instrumente zum Einsatz kommen. Dazu zählen unter anderem die Tin Whistle und Low Whistle, die irischen Uilleann Pipes sowie ein Hackbrett beziehungsweise Hammered Dulcimer.
Der Komponist erklärte, dass keltische Klänge schnell wie typische Fantasy-Musik wirken könnten. Daher habe er sie nicht bloß verwendet, um das Setting der Fantasy-Welt zu betonen. Entscheidend sei vielmehr gewesen, mit diesen musikalischen Elementen die emotionale Wirkung der einzelnen Szenen zu verstärken.
Bei seiner Arbeit an Soundtracks versuche Call grundsätzlich, ein musikalisches Gefühl zu entwickeln, das sich an den Beziehungen zwischen den Charakteren, der jeweiligen Welt sowie der allgemeinen Atmosphäre der Geschichte orientiert. Die keltischen Elemente seien bei »Frieren« daher als Ergänzung dieses Ansatzes zu verstehen.
Als Beispiel nannte der Komponist die Uilleann Pipes. Diese würden sich klanglich von den häufig mit Schottland verbundenen Dudelsäcken unterscheiden und könnten einen melancholischeren und ausdrucksstärkeren Klang erzeugen.
Zu hören sind sie unter anderem zu Beginn des Stücks »Beyond the Journey’s End«, bevor dieses in ein größeres Chorarrangement übergeht.

Einfluss durch eigene Vergangenheit
Auch Calls eigene Vergangenheit hatte großen Einfluss auf die musikalische Gestaltung des beliebten Anime. Der Komponist wuchs im ländlichen Norden Kaliforniens auf und beschäftigte sich schon früh mit amerikanischem Folk und Bluegrass. Darüber hinaus prägten ihn keltische und skandinavische Musiktraditionen.
Bei »Frieren« habe Call diese musikalischen Prägungen stärker als zuvor in seine Arbeit einbringen können. Eine besondere Rolle spielte dabei das Hammered Dulcimer, für das er sich bereits seit seiner Kindheit begeistere. Mit dem Klang des Instruments habe er der Musik eine magische und funkelnde Atmosphäre verleihen wollen.
Evan Call komponierte die Musik der ersten beiden Staffeln von »Frieren: Beyond Journey’s End«. Zu seinen weiteren Arbeiten gehören unter anderem die Soundtracks zu »Violet Evergarden« und »My Happy Marriage«.
Alle Episoden der ersten »Frieren«-Staffel sind bereits seit geraumer Zeit auf Blu-ray erhältlich, während die zweite Staffel in der Winter-Season 2026 bei Crunchyroll im Simulcast lief. Eine dritte Staffel wurde für Oktober 2027 angekündigt.
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Via CBR
© Kanehito Yamada, Tsukasa Abe, Shogakukan / Frieren: Beyond Journey’s End Production Committee
Eine gelungen musikalische Untermalung hat der Anime; hat mir gut gefallen.
Bei wunderbaren Anime Soundtracks und deren Komponisten muss ich einfach sofort an Evan Call mit Frieren/Violet Evergarden OSTs und Kevin Penkin mit Made in Abyss OSTs denken. Die sind einfach alle grandios und zum immer wieder anhören.
Wer die Orchestereinspielung vom Maintheme von »Frieren« mit den Musikern, Sängerin und auch Evan Call sehen möchte, kann ja mal in YT »『葬送のフリーレン』Special Music Video from Evan Call:«Journey of a Lifetime ~Frieren Main Theme« »Zoltraak«« eingeben….
Viel Vergnügen!
Den Soundtrack von Frieren läuft so gut wie immer, wenn ich arbeite
Die musikalische Untermalung von Frieren ist nicht von dieser Welt, das hört sich so göttlich an, das icg mkr ne 10 Stunden Version anhören musste 😄
»verschiedene keltisch geprägte Instrumente…« – Ach was, das habe ich gar nicht rausgehört. Für wie dumm halten solche Leute die Anime-Zuschauer eigentlich?! War aber wirklich ein guter Soundtrack und im Grunde das Beste am angeblichen Meisterwerk. Die Scores von Naruto Shippuden und Neon Genesis Evangelion waren noch etwas besser.