Paramount räumt großes Hindernis für Warner-Bros.-Übernahme aus dem Weg

Paramount Skydance ist seiner geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery einen entscheidenden Schritt nähergekommen. Das Unternehmen hat sich mit zwölf US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt, nachdem diese im Vorfeld gegen den milliardenschweren Zusammenschluss geklagt hatten. Wir fassen zusammen.

Zugeständnisse für Übernahme

Die Generalstaatsanwälte von zwölf US-Bundesstaaten hatten im Juli 2026 Klage gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount eingereicht, da sie eine Einschränkung des Wettbewerbs, steigende Preise für Verbraucher sowie negative Auswirkungen auf Beschäftigte der Film- und Fernsehbranche befürchteten.

Nun einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich, in dessen Rahmen sich Paramount für einen Zeitraum von fünf Jahren zu umfangreichen Zugeständnissen verpflichtet.

Demnach muss das Unternehmen in den ersten beiden Jahren jeweils mindestens 30 Filme veröffentlichen, darunter 20 Produktionen mit breitem Kinostart. In den drei darauffolgenden Jahren steigt diese Vorgabe dann auf jeweils 32 Filme, von denen mindestens 21 breit in den Kinos ausgewertet werden müssen. Außerdem sollen pro Jahr mindestens vier Independent-Filme erscheinen.

Kommt Paramount nicht auf die vereinbarte Anzahl, werden für jeden fehlenden Titel 30 Millionen US-Dollar fällig. Wird außerdem die vorgeschriebene Quote nicht erfüllt, müsste sich das Unternehmen von seiner Beteiligung an Miramax trennen.

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Weitere Auflagen für Paramount

Zudem soll Paramount innerhalb von fünf Jahren mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar zusätzlich gegenüber dem Ausgabenniveau von 2025 in die Filmproduktion in den Vereinigten Staaten investieren. Darüber hinaus ist ein Fonds in Höhe von insgesamt 47,5 Millionen US-Dollar zur Unterstützung sowie beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten vorgesehen, die von dem Zusammenschluss betroffen sind.

Doch auch für die Streaming- und Fernsehsparte gibt es Auflagen. So muss Paramount weiterhin einen kostenlosen Streaming-Dienst wie Pluto TV anbieten und dessen bisheriges Angebot und Qualitätsniveau aufrechterhalten.

Sämtliche Verhandlungen über die Gebühren der linearen Sender von Paramount und Warner Bros. Discovery müssen für fünf Jahre getrennt voneinander geführt werden. Ein unabhängiger Kontrolleur soll die Einhaltung der Vereinbarung überwachen.

Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount wurde im Februar 2026 vereinbart. Nachdem Paramount bereits alle erforderlichen regulatorischen Freigaben erhalten hatte, galt die Klage der zwölf US-Bundesstaaten zuletzt als wesentliches Hindernis für den Abschluss der Transaktion.

Mit dem erzielten Vergleich ist der Rechtsstreit mit den Bundesstaaten weitgehend beigelegt. Endgültig abgeschlossen ist die Übernahme damit jedoch noch nicht, da die Einigung zunächst gerichtlich genehmigt werden muss.

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Via DWDL
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5 Kommentare
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Ryu

Also ich lese da nicht mehr raus als: „Investiert mehr Geld in die USA, und wir vergessen die Sache.“ 🤷

Ich

Mit der richtigen Menge Geld lassen sich viele Dinge in Wohlgefallen auflösen.

Ich

Nun einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich, in dessen Rahmen sich Paramount für einen Zeitraum von fünf Jahren zu umfangreichen Zugeständnissen verpflichtet.

5 Jahre … und was ist danach? Genug Gras über die Sache gewachsen damit man es ignorieren kann? Oder muss man erstmal abwarten was für ein Präsident gerade an der Macht ist?

Ansonsten … hat man es ja mit Geld gelöst. Nicht, dass was anderes zu erwarten war. Was sollte auch sonst passieren. Ob von dem Fond für die Beschäftigen auch wirklich was an die Beschäftigten geht, wage ich noch zu bezweifeln, aber wer weiß.

Maurice

Darüber macht man sich Gedanken, damit schön viel Geld in die Kasse gespült wird, aber andere Menschenleben sind egal
Prima Beispiel mal wieder wie die Menschheit sich wieder komplett zerstört

Guts

Was wäre denn die Alternative, den Deal stillschweigend hinnehmen und die weltweiten Auswirkungen in Kauf nehmen? Wir reden hier nicht einfach nur über Filmstudios, die irgendwelche Filme ins Kino bringen, wir reden hier über Medienunternehmen, die enormen Einfluss auf die Meinungsbildung der Menschen und somit auf die Stabilität einer Demokratie haben können, nicht nur in den USA, sondern weltweit! Ich finde dafür ist der Vergleich, der da ausgehandelt wurde, nur ein schlechter Witz. Besonders wenn man sich anguckt, woher das Geld für die Übernahme stammt, da sind durchaus welche dabei, denen man nachsagt, nicht sonderlich viel von Meinungs- oder Kunstfreiheit zu halten…