»Tokyo Ghoul«-Schöpfer spricht über seinen extremen Arbeitsalltag

»Tokyo Ghoul«-Schöpfer Sui Ishida hat über seinen damaligen Arbeitsalltag während der wöchentlichen Veröffentlichung der Manga-Reihe gesprochen. In einem aktuellen Interview mit Shueishas »Manga Million« berichtete der Autor unter anderem von langen Arbeitstagen und häufigen Nachtschichten. Wir fassen zusammen.

Ishida arbeitete regelmäßig die ganze Nacht

Auf die Frage nach seinem damaligen Zeitplan erklärte Ishida, dass er sich nicht einmal mehr daran erinnern könne, an welchen Wochentagen er gearbeitet habe. Sicher sei nur, dass er an fünf bis sechs Tagen pro Woche bis zum Morgen tätig gewesen sei, weil vor allem die Anfertigung der Zeichnungen viel Zeit in Anspruch genommen habe.

Insgesamt sei er täglich mindestens zwölf bis 13 Stunden beschäftigt gewesen. Am Morgen habe sich das Team anschließend noch einmal für 30 bis 60 Minuten zusammengesetzt, um gemeinsam die Storyboards durchzugehen.

Im weiteren Gespräch berichtete Ishida darüber hinaus, dass ihm die Entwicklung der Handlung gegen Ende von »Tokyo Ghoul« zunehmend schwergefallen sei. Deshalb habe er sich an einen engen Freund und seine ältere Schwester gewandt, um gemeinsam Ideen für den weiteren Verlauf auszuarbeiten.

Dabei habe er gemerkt, wie viel Freude es ihm bereite, Geschichten nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln und verschiedene Einfälle miteinander zu besprechen.

Tokyo Ghoul

Neue Arbeitsweise nach »Tokyo Ghoul«

Diese Erkenntnis habe auch seinen heutigen Umgang mit der Arbeit verändert. Ishida versuche inzwischen, sich täglich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und dabei zugleich darauf zu achten, dass ihm die kreative Arbeit weiterhin Freude bereite.

Aktuell veröffentlicht er die Manga-Reihe »Choujin X«. Anders als bei »Tokyo Ghoul« sind die Kapitel dabei nicht an einen festen wöchentlichen Zeitplan gebunden.

»Tokyo Ghoul« erschien ursprünglich von 2011 bis 2014 im »Weekly Young Jump«-Magazin. Anschließend führte Ishida die Geschichte mit »Tokyo Ghoul:re« noch bis 2018 weiter. Die Fortsetzung aus Sicht der Ermittler habe er nach eigener Aussage wohl schon früh im Kopf gehabt.

Die Anime-Adaption von »Tokyo Ghoul« entstand im Studio Pierrot und lief von Juli 2014 bis Dezember 2018 im japanischen Fernsehen. Die Serie wurde zuletzt im September 2025 von Crunchyroll als »10th Anniversary Box« veröffentlicht.

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Tokyo Ghoul

Via Manga Million
© Sui Ishida/Shueisha,Tokyo Ghoul Production Committee

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Ai Hoshino

Konnte er nicht einfach Pause machen wie Oda? Er macht doch ab und zu pause soweit ich weiß