Eine Studie aus Japan zeigt, wie stark digitale Manga den E-Book-Markt prägen – und wie unterschiedlich Jugendliche das Medium nutzen. Wir fassen zusammen.
Digitale Manga dominieren das Geschäft
Im Geschäftsjahr 2024 erreichte der japanische E-Book-Markt ein Volumen von 670,3 Milliarden Yen (rund 3,74 Milliarden Euro) und wuchs damit gegenüber dem Vorjahr um 3,9 %. Den mit Abstand größten Anteil stellten digitale Manga: Sie erzielten 587,8 Milliarden Yen und kamen damit auf 87,7 % des Gesamtmarktes.
Während die Umsätze weiter zulegten, nahm die Nutzung kostenpflichtiger E-Books erneut ab. Nur 17,8 % der befragten Smartphone- und Tablet-Nutzer hatten im vergangenen Jahr entsprechende Angebote verwendet. Damit sank der Wert bereits zum vierten Mal in Folge. Ausschließlich kostenlose Inhalte nutzten dagegen 28,3 %.
Bei der Wahl der Dienste lagen Piccoma mit 36,6 % und LINE Manga mit 32,3 % an der Spitze. Auf den weiteren Plätzen folgten der Kindle Store mit 20,5 % sowie Shonen Jump+ mit 20,4 %.

Große Unterschiede bei Jugendlichen
Grundlage ist der »E-Book Business Survey Report 2025«, für den mehr als 10.000 Personen befragt wurden. Der Publizist Ichishi Iida, einer der Autoren des Berichts, betrachtete die Angaben von Jugendlichen ab 15 Jahren anschließend gesondert.
Dabei zeigt sich vor allem bei digitalen Manga ein deutlicher Unterschied: Rund 48 % der weiblichen Teenager lesen sie, bei den männlichen Befragten sind es etwa 28 %. Gedruckte Manga erreichen dagegen rund 35 % der Jungen und 28 % der Mädchen.
Auch bei kostenlosen Inhalten fallen jugendliche Leserinnen auf: 46,9 % der Unter-20-Jährigen nutzen ausschließlich Gratis-E-Books. Bei Frauen zwischen 30 und 39 Jahren liegt der Anteil bei 34,2 %, bei den 20- bis 29-Jährigen bei 33,1 %. Diese Werte beziehen sich auf E-Books insgesamt und nicht nur auf Manga.
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Via Impress Research Institute, X
© Kouji Miura, Shueisha
Ist eben sehr praktisch, als Sammler brauch ich dann aber noch den Manga im Schrank 🙂
Ich ziehe gedruckte Bücher vor. Ja, Platz, Gewicht und Preise sind sicher Punkte. Aber ich habe lieber ein Buch in der Hand als so einen Reader oder das Smartphone. Das ist einfach ein anderes Feeling.
Jop sehe ich auch so Problem ist aber halt auch wenn man nicjt viel Platz hat und somit leider auf eBooks zugreifen muss 🥲
sehe ich auch so
Sind das dann auch E-Books im epup oder besser cbz Format?
So wie es sieht liest scheinen das alles Apps zu sein und man kann die Bücher nur lizenzieren und nicht kaufen. Die Manga können dann jederzeit wieder verschwinden (bei den kostenlosen sowieso).
Ich wünschte echt, dass wir da mal nicht so hinterherhängen würden
Manga Cults Fist of the North Star zB, komplett bescheuert groß. Hatte ich nach dem ersten Schuber schon kein Bock mehr weiterzukaufen. Da gibt es eine digitale Fassung
Aber zB Gundam oder Yuru Camp – bloß physisch
Oder sowas wie One Piece, wo man Band mäßig längst im 3-stelligen ist. Nimmt mir zu viel Platz weg. Kein Bock drauf. Also ab Mangaplus. Ein klasse Konzept. Aber exklusiv nur die Shueisha eigenen Sachen… auch Käse
Japan hats gut. In Deutschland gibt es immer noch viel zu viele Mangas nicht als eBook 😭
Ich würde mehr ebook mangas kaufen wenn die sich preislich lohnen würden. Oftmals sind sie aber nur 1-2 Euro günstiger oder bei teuren Mangas wie die von Dociko (wo ich auch die Qualität des Materials nicht mag und mir es das nicht wert ist für 12 Euro) gibt es oftmals keine oder kommen sehr viel später, sodass ich den Manga auch iwann vergessen habe. Normale ebooks kaufe ich gerne, da ist aber auch ein 30€ gedrucktes Buch oft vs ein 5 € ebook. Das lohnt sich dann
Ich würde viel mehr deutsche Manga kaufen wenn es diese auch digital gäbe aber leider muss ich bei deutschen Veröffentlichungen immer wieder zur englischen digital Version greifen weil die Manga nur als Printausgabe angeboten werden, was schade ist. Ich hab zuhause leider keinen Platz für mehrere hundert Bücher.