Der Streaming-Dienst Disney+ steht wegen fehlender Funktionen seines Premium-Abonnements weiter unter Druck. Eine französische Verbraucherschutzorganisation fordert nun eine Wiederherstellung der Leistungen oder eine Senkung des Preises samt Entschädigung für betroffene Kunden. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Premium-Abo ohne HDR und Dolby Vision
Die französische Verbraucherorganisation Que Choisir Ensemble bemängelt, dass Disney+ die Bildqualität in seinem Premium-Tarif reduziert habe, der Preis jedoch unverändert geblieben sei. Unter anderem werden HDR und Dolby Vision aktuell nicht mehr unterstützt. Auch in Deutschland fehlen die Formate seit Monaten.
Das Premium-Abonnement kostet in Frankreich weiterhin 15,99 Euro pro Monat und damit genauso viel wie zu der Zeit, als HDR und Dolby Vision noch verfügbar waren. Die Verbraucherschützer fordern Disney+ daher auf, entweder die Funktionen wiederherzustellen oder den Preis des Tarifs entsprechend zu senken.
Zusätzlich verlangt die Verbraucherorganisation eine angemessene Entschädigung für betroffene Abonnenten. Disney+ solle seine Kunden zudem transparent und verständlich über die vorgenommenen Änderungen informieren.
Nach Angaben von Que Choisir Ensemble wandten sich bereits mehrere Kunden direkt an Disney+ und erhielten teilweise individuelle Entschädigungen. Eine allgemeine Lösung für sämtliche Betroffenen fehlt bislang. Die Verbraucherorganisation drängt den Streaming-Dienst daher nun auf eine einheitliche Regelung.

Rückforderungen auch in Deutschland möglich
Deutsche Kunden sind ebenfalls von den technischen Einschränkungen betroffen. Die Verbraucherzentralen wiesen bereits im Juli 2026 darauf hin, dass das Fehlen zugesicherter oder beworbener Funktionen einen Mangel darstellen könne.
Dies gelte insbesondere für Kunden, die sich wegen der beworbenen höheren Bild- und Tonqualität für das teurere Premium-Abonnement entschieden haben.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Abonnenten eine anteilige Rückzahlung verlangen. Als mögliche Berechnungsgrundlage nennen die Verbraucherzentralen die Preisdifferenz zwischen Standard- und Premium-Tarif. Da Disney+ keine automatische Erstattung vornimmt, müssen Kunden ihre Ansprüche jedoch selbst geltend machen.
Hinter den Einschränkungen steht ein Patentstreit mit InterDigital, in dessen Folge hierzulande 4K UHD, HDR und Dolby Vision deaktiviert wurden. Die 4K-Wiedergabe wurde später über eine alternative technische Lösung wieder ermöglicht, während HDR und Dolby Vision auch weiterhin nicht zur Verfügung stehen.
Ob und wann Disney+ wieder alle ursprünglich verfügbaren Funktionen bereitstellen kann, bleibt derzeit unklar. Mit der zuletzt erfolgten Entfernung von Google Cast und AirPlay wurde der Funktionsumfang sogar nochmals reduziert.
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Via Que Choisir
Titelbild: © The Walt Disney Company; KI-generiert
Tokyo Revengers: © Ken Wakui, Kodansha / Tokyo Revengers Production Committee
Lasst doch das aRmE Milliarden Dollar Unternehmen in Ruhe!
Ist ja auch nur fair, wenn sie den Preis senken (und zu viel verlangtes zurückbezahlen). Das müsste Disney eigentlich selber machen.
Eigentlich müssten sie aktuell auch Premium abschaffen in den betroffenden Ländern und nur noch das Standard Abo anbieten.
Das wäre etwas, dass man dann im Nachgang machen kann. Zuerst wäre ja mal wichtig den Preis zu senken und diejenigen zu entschädigen, die zuviel gezahlt haben.
Wie kann man die nur mit solch Forderungen belästigen,als hätten die nicht schon zuviel Geld, ähh meine natürlich zu tun,da kann man doch nicht erwarten das sie von sich aus einsehen sich erstmal um die Verluste der Abonnenten zu kümmern 😏