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Review: Sword Art Online: Hollow Realization | PS4

Am 8. November veröffentlichte Bandai Namco Entertainment mit »Sword Art Online: Hollow Realization« den nächsten Eintrag im Videospiel-Universum des beliebten Franchise für die PS4 und die PS Vita. Wir durften uns das Spiel für euch anschauen, und was wir davon halten, erfahrt ihr in unserem Review.

sao-hollow
Jahr: 2016
Genre: Prügelspiel
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Studio: Dimps
USK: 12
Plattform: PS4, PS Vita

hollow realization

»Sword Art Online: Hollow Realization« setzt die Geschichte des Videospiel-Universums fort und nimmt Bezug auf die Vorgänger »Sword Art Online: Hollow Fragment« und »Sword Art Online: Lost Song«.

Kirito und seine Freunde sind davor sich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Mit Sword Art: Origin kommt eine neue und upgedatete Version des Todesspiels auf den Markt und obwohl die Freunde viele negative Erinnerungen an die Orte haben, schaffen sie es dennoch auch die guten Seiten des neuen VRMMORPGs zu genießen. Als Kirito sich einloggt erhält er von einem mysteriösen NPC eine verhängnisvolle Nachricht: »Ich bin zurück in Aincrad«. Doch bevor Kirito reagieren kann, ist der NPC verschwunden.

Vor seinen Freunden will Kirito diese Information vorerst geheim halten und beginnt mit ihnen zusammen die neue, und doch vertraute, Welt zu erkunden. Als er wieder auf den mysteriösen NPC von dem Tag trifft, kann dieser sich an nichts erinnern und scheint Kirito nichtmal zu erkennen. Es kommt sogar noch seltsamer, denn der NPC vergibt eine Quest, die keinen Nutzen zu haben scheint. Mann muss das Mädchen, das Kirito und seine Freunde Premiere getauft haben, aus der Stadt führen und bekommt dafür keine nennenswerte Belohnung. Auch Yui und Strea scheinen keine Informationen zu dem mysteriösen NPC in der Datenbank des Spiels zu finden. Kurzerhand beschließt die Gruppe das Rätsel um Premiere zu lösen und den Geheimnissen von Sword Art: Origin auf den Grund zu gehen.

Die Geschichte ist interessant, wird jedoch viel zu oft unterbrochen. Wenn wir nach langem Questen dann jedoch wieder in eine Dialogschleife geraten, erwarten uns oft statt handlungtechnischen Gesprächen unwichtige Dialoge die nichtmal gute zusätzliche Inhalte bieten, sondern einfach nur so wirken als wären sie da um da zu sein.

gameplay

sword-art-online-hollow-realization_2016_10-17-16_057»Sword Art Online: Hollow Realization« stammt wie schon »Sword Art Online: Hollow Fragment« von den Entwicklern bei Aquria und das merkt man auch stark. So dürfen wir dieses Mal wieder lediglich zu Fuß die Welt bereisen und bekommen alte Dinge wie das fragwürdige Freundschaftssystem in einer aufgefrischten Version aufgetischt. Während unserer Reise durch Sword Art: Origin gibt es natürlich diverse Hauptaufgaben zu lösen, aber auch für genügend Nebenquests ist gesorgt. Natürlich spielt auch die Beziehung zwischen den Charakteren eine große Rolle und ihr könnt wieder Events mit den Mädels freischalten.

sword-art-online-hollow-realization_2016_10-17-16_005Eine Neuerung in dem ganzen ist der Koop-Modus in dem ihr Online mit mehreren Freunden zusammen durch die Welt von Sword Art: Origin streifen und gemeinsam Quests in Angriff nehmen könnt. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut und motiviert vielleicht den einen oder anderen nochmal. Allgemein wurde das Gameplay noch mehr in Richtung MMORPG geführt und erinnerte mich teilweise durch diverse Mechaniken wie die Event-Quests an »Guild Wars 2«. Natürlich kann ich verstehen, dass bei einem Universum wie »Sword Art Online« solch eine Entwicklung naheliegend ist, empfinde es persönlich aber als einen Rückschritt, da dadurch das Singleplayererlebnis leidet.

kampfsystem

sword-art-online-hollow-realization_2016_10-17-16_010Das Kampfsystem hat meiner Meinung nach leider auch einen Schritt zurück gemacht, denn wo sich »Sword Art Online: Lost Song« schon verdammt clunky anfühlte, wurde hier das Fass zum überlaufen gebracht. Alles wirkt irgendwie verzögert und wenn man erstmal angreift, kann man auch nicht mehr abbrechen. Das ist besonders ärgerlich, da das Kampfsystem auch sehr aufs Ausweichen setzt. Insofern ihr mit NPCs in eurer Party spielt hängen Kombinationsangriffe teilweise vom Glück und der schlechten KI eurer Kameraden ab, wodurch eigentlich schaffbare Kämpfe wesentlich schwerer gemacht werden. Einziger Lichtblick sind die Raidkämpfe die euch am Ende jeder Ebene erwarten, bei denen ihr einen gesamten Raid navigieren müsst. Die Bosse bieten dabei herausfordernde Kämpfe und erfordern taktisches Geschick um bezwungen zu werden.

hollow-realization-4Für gewonnene Kämpfe gibt es wie gewohnt Erfahrungspunkte, die ihr benötigt um im Level aufzusteigen. Je höher ihr im Level steigt, desto mehr Swordskills könnt ihr freischalten. Dabei kommt es natürlich auch immer auf die Waffenart an, die ihr ausgerüstet habt. Ihr habt wieder die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Waffenarten wie z.B. Schwertern, Zweihandschwertern, Rapieren, Äxten und Katanas. Jede Waffenart hat je nachdem wieviel ihr sie benutzt auch ihr eigenes Waffenlevel, das ihr steigern könnt, um sie noch effektiver zu nutzen. Außerdem müsst ihr neben Waffen auch normale Ausrüstung, also Brustschutz, Hosen und vieles mehr, auf euren Reisen suchen und anlegen, um euch zu verbessern. Wer bereits Spielstände von den Vorgängern hat, wird mit einem kleinen Startbonus in Form einer Waffe und einer Kette belohnt. Eure Mitstreiter könnt ihr ebenfalls nach eurem Willen formen, was sich durch ein Komplimentsystem jedoch als nicht ganz so einfach gestaltet.

optik / sound

hollow-realization-3Optisch kann »Sword Art Online: Hollow Realization« zumindest wieder voll überzeugen und bietet detaillierte Models mit tollen Effekten, die einen großen Teil zum Spielspaß beitragen. Zumindest bei ist das bei den wichtigen Charakteren der Fall, denn die Bevölkerung der Stadt wirkt eher wie Einheitsbrei aus dem Randomgenerator. Grafisch sieht die Welt eine Ecke besser aus als der Vorgänger. Besonders die Cutscenes haben mir wieder sehr gut gefallen und haben einen tollen Look verpasst gekriegt.

sword-art-online-hollow-realization_2016_10-17-16_018Was das Audio angeht, so präsentiert uns Bandai Namco Entertainment Europe zu meiner Freude den japanischen Originalton. Das wäre aber viel toller, wenn die Lokalisierung der Texte nicht so furchtbar missglückt wäre. Teilweise werden andere Sachen gesagt als im Text steht, sodass es öfter passiert das jemand Out-Of-Character ist. Das war in »Sword Art Online: Lost Song« meines Erachtens nach noch nicht so schlimm. Der Soundtrack hingegen hat mir recht gut gefallen und passt gut zur Welt von »Hollow Realization«.

review-namco

fazit

Als so kurze Zeit nach »Sword Art Online: Lost Song« ein neues Videospiel zu einem meiner Lieblingsfranchises angekündigt wurde, habe ich mich sehr darüber gefreut, aber auch ein wenig gewundert. Meine Verwunderung lichtete sich als ich bemerkte, dass wieder Aquria an dem Titel arbeitete, doch ich hatte auch ein ungutes Gefühl, dass sich leider bewahrheiten sollte. »Sword Art Online: Hollow Realization« ist meiner Meinung nach ein klarer Rückschritt zu »Lost Song«, mit dem ich wirklich sehr viel Spaß hatte. Man hat sich wieder zu sehr an »Hollow Fragment« orientiert und die guten Neuerungen aus »Lost Song« außen vorgelassen. Es wurde viel auf den Multiplayer gesetzt, der meiner Ansicht nach eher vernachlässigbar ist. Wenn ich ein »Sword Art Online«-Spiel spiele, dann wegen der Welt, der Charaktere und der Geschichte und nicht weil ich ein MMORPG-Feeling haben möchte, aber vielleicht sehe auch nur ich das so.

Versteht mich nicht falsch, denn »Hollow Realization« ist kein schlechtes Spiel. Fans von »Sword Art Online« werden trotzdem ihren Spaß damit haben. Dennoch bleibt ein fahder Beigeschmack zurück.

Sword Art Online: Hollow Realization

61,99€
Sword Art Online: Hollow Realization
6.8

Handlung

6/10

Steuerung

5/10

Grafik/Design

8/10

Soundtrack

8/10

Preis/Leistung

7/10

POSITIV

  • Soundtrack
  • Grafik/Design

NEGATIV

  • Lokalisierung
  • Steuerung

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