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Review: Samurai 7 – Complete Edition | DVD + Blu-ray

Das Animationsstudio Gonzo (bekannt für ihre Werke wie z. B. »Black Cat«, »Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja« und »Romeo x Juliet«) veröffentlichte 2004 den Anime »Samurai 7«. In Deutschland wurde der Anime vom damaligen Publisher Panini Video in acht Volumes auf DVD veröffentlicht. Durch den Publisher Nipponart erhielt »Samurai 7« am 10. Februar 2017 eine Complete Edition, in der die komplette Serie auf DVD und sogar erstmalig in Deutschland auf Blu-ray erschien. Wir durften uns für euch die Complete Edition von »Samurai 7« ansehen. Ob uns der Kampf der sieben Samurais gegen die Samurai-Mechas überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

Jahr: Japan, 2004
Genre: Historical, Mecha, Samurai, Sci-Fi
Publisher: Nipponart
Laufzeit: ca. 650 Minuten
FSK: 16
Format: 16:9
Ton (BD): Deutsch DTS-HD MA 5.1
Japanisch PCM-Stereo
Ton (DVD): Deutsch Dolby Digital 5.1
Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Poster, Aufkleber
Episoden: 01-26

samurai 7

In einer fernen Zukunft ging auf einem Planeten, der auch die Erde sein könnte, gerade ein langjähriger Konflikt zu Ende, in dem sich rivalisierende Samurai mit allerlei technischen Hilfsmitteln bis aufs Blut bekämpft haben. Leidtragende der Auseinandersetzung waren vor allem arme Reisbauern, deren Ernte regelmäßig von den streitenden Parteien konfisziert wurde. Doch auch in Zeiten des Friedens scheint sich daran nichts geändert zu haben, denn nun werden die Bauern von mächtigen Samurai-Mechas, attackiert, die im Auftrag gieriger Großkonzerte die Bauern unterjochen sollen. Aus diesem Grund schicken die Bewohner des kleinen Dorfes Kanna drei Kundschafter aus, um in der Stadt Samurai-Krieger anzuwerben, die in der Lage sind, das Dorf zu verteidigen …

Die Wasserpriesterin Kirara Mikumari, ihre kleine Schwester Komachi und der Bauer Rikichi begeben sich zu dritt in die gefährliche Stadt. Dort suchen sie nach hungrigen Samurais, welche sie anheuern und mit ihrem Reis bezahlen können. Mitten in der Stadt wird die Gruppe auch schon recht schnell bestohlen und viele der Sumarais nutzen die Naivität der Gruppe – indem sie den Reis essen und danach erst den Auftrag ablehnen – schamlos aus.

Als ob das alles nicht schon reichen würde, hat sich auch noch Ukyo – der Sohn von Maro, dem aktuellen Herrscher über die Stadt Kogakyo – in sie verguckt. Er spricht sie an und entführt sie auch noch. Die beiden Samurais Katsushiro Okamoto und Kikuchiyo eilen ihr zur Hilfe, müssen sich jedoch zuerst um die Handlanger kümmern. Während Kikuchiyo alle Hände zu tun hat, verliert Katsushiro recht schnell seinen Kampf und Kirara flieht alleine. Später trifft sie auf den Samurai Kambei Shimada, der sie dann letztendlich rettet und sich auch der Gruppe anschließt.

Die Freude der Gruppe über die Zunahme weiterer Samurais hält jedoch nur für eine kurze Weile, da sie von Handlangern des Herrschers Maro angegriffen werden. Wie es aussieht, haben sie sich ihn zum Feinden gemacht, denn er hat den Befehl erteilt, dass die Samurais getötet werden sollen. Zu allem Übel wird dann auch noch der königliche Gesandte getötet und eine Hetzjagd gegen sämtliche Samurais beginnt. Ob es der Gruppe am Ende noch gelingt, die Samurai-Mechas zu besiegen, bevor der Reis geerntet und den Banditen übergeben werden muss?

deutsche umsetzung

Für die deutsche Umsetzung des Animes »Samurai 7« beauftragte Panini Video damals die Kaarster Synchronfirma G&G Studios. Das Dialogbuch und auch die Dialogregie übernahm dabei Christian Schneider. Wie gewohnt, wurden die Serien von damals recht frei übersetzt und auch viele bekannte Synchronsprecher sind zu hören.

In den Hauptrollen waren Marie Bierstedt (Winry Rockbell, Fullmetal Alchemist) als die Wasserpriesterin Kirara Mikumari, Katja Liebing (Hana Kirisaki, Nisekoi 2) als Kiraras kleine Schwester Komachi und Stephan Schleberger (Death Gun, Sword Art Online II) als der Bauer Rikichi zu hören.

Bei den sieben Samurais waren die deutschen Synchronsprecher Julien Haggége (L, Death Note) als Katsushiro Okamoto, Hans Bayer (Kaoru Tsubaki, Blue Exorcist) als Kikuchiyo, Detlef Bierstedt (Semyon Brezhnev, Durarara!!) als Kambei Shimada, Volker Wolf (Scars Meister, Fullmetal Alchemist) als Gorobei Katayama, Markus Pfeiffer (Kaname Ohgi, Code Geass) als Kyuzo, Heiko Obermöller (Russell Tringham, Fullmetal Alchemist) als Heihachi Hayashida und Simon T. Roden (Maes Hughes, Fullmetal Alchemist) als Shichiroji zu hören.

In weiteren Rollen waren Renier Baaken (Gluttony, Fullmetal Alchemist) als Ayamaro, Norman Matt (Yuan Ka-Fai, Tales of Symphonia) als Ukyo, Matthias Haase (Nummer 48, Fullmetal Alchemist) als Masamune, Fritz Rott (Caster, Fate/Zero) als Manzou, Ilya Welter (Lust, Fullmetal Alchemist) als Yukino, Sarah Brückner (Kuro, Blue Exorcist) als Honoka und Julia Ziffer (Asuka Langley Soryu, Evangelion) als Mizuki zu hören.

Ihr könnt euch »Samurai 7« in deutscher Synchronisation oder aber auch in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln ansehen. Die Untertitel hier sind weiß gefüllt und schwarz umrandet.

bild und animation

Für die Anime-Adaption von Akira Kurosawas »Samurai 7« war das Animationsstudio Gonzo (»Black Cat«, »Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja« und »Romeo x Juliet«) zuständig. Der Anime erschien im Jahr 2004 und ist stolze 13 Jahre alt. Wir haben uns für euch »Samurai 7« teilweise auf DVD und auf Blu-ray angesehen. Die Screenshots stammen aus der DVD-Version der Serie.

Das Bild bei der DVD und auch bei der Blu-ray erscheint im Format 16:9. Während die Farben bei der DVD-Version recht ausgewaschen und unscharf sind, kann sich die Blu-ray-Version deutlich sehen lassen. Dort sind die Farben recht kräftig und geben ein gutes Bild ab. Die Animationen waren bei der DVD-Version nicht ganz flüssig, aber bei der Blu-ray-Version sah das Ganze wesentlich besser aus. Ich kann nur empfehlen, sich die komplette Serie auf Blu-ray anzusehen, da man hier beim Bild und auch bei den Animationen deutlich mehr geboten bekommt, als bei der DVD.

soundtrack

Der Soundtrack bei »Samurai 7« war sehr stark im Vordergrund vertreten. Es gab viele Szenen, indem wir eine Weile lang nur den Soundtrack zu hören bekommen und die Charaktere nicht miteinander sprechen. Mir persönlich gefiel der ausgewählte Soundtrack und er hat sehr zur Serie gepasst und für die richtige Atmosphäre gesorgt. Die Charaktere konnte man jedoch ohne Probleme verstehen.

Die komplette Serie über begleitet uns das Opening »UNLIMITED« von der japanischen Rock- und Popsängerin »Nanase Aikawa«. Mir persönlich gefiel der Song sehr gut und er passt auch zur Serie.

Das Ending trägt den Titel »Fuhen« und wurde von der J-Pop-Band »Rin'« beigesteuert. Die Band bestand aus drei Sängerinnen und löste sich im Jahr 2009 auf. Auch der Ending-Song begleitet uns die gesamte Serie über.

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verpackung und extras

»Samurai 7« wurde von Nipponart in einem Digipack mit Schuber veröffentlicht. Die Complete Edition beinhaltet die komplette 26-teilige Anime-Serie auf fünf DVDs und drei Blu-rays. Das Cover des Schubers wird vom bekannten Artwort mit den sieben Samurais geziert. Als Extras hat Nipponart dem Re-Release ein kleines Poster und einen Aufkleber beigelegt.

fazit

Die Bewohner des Dorfes Kanna können es nicht mehr länger ertragen, dass sie immer wieder den Großteil ihrer Reisernte an die Samurai-Mechas – auch bekannt als die Banditen – abgeben müssen, damit ihr Dorf nicht zerstört und auch sie nicht getötet werden. Eines Tages beschließt das Dorf, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Die Wasserpriesterin Kirara Mikumari, ihre kleine Schwester Komachi und der Bauer Rikichi sollen in der Stadt nach hungrigen Samurais Ausschau halten, damit sie diese anheuern und später mit Reis bezahlen können. In der Stadt heuert die Gruppe einen Samurai nach dem anderen an und der große Kampf steht kurz bevor.

»Samurai 7« fängt mit der ersten Episode recht interessant an, aber leider benötigt die Serie einige Zeit, bis es mal etwas spannender wird. Die Story an sich haut einen jetzt nicht wirklich vom Hocker und auch die Charaktere sind recht typisch. Einiges ist schon schnell vorhersehbar und in der Regel spielt es sich auch so ab, wie man es sich vorgestellt hat. Was die Serie aber wieder so gut macht, ist die deutsche Umsetzung. Der Hauptcast wurde passend besetzt und die Synchronsprecher leisten eine hervorragende Arbeit ab, sodass man die Charaktere auf Anhieb sympathisch findet. Das Dialogbuch wurde recht frei geschrieben und tut der Serie auch sehr gut.

Im Großen und Ganzen war »Samurai 7« eine nette Serie für zwischendurch und ist für Fans von actionreichen Samurai-Geschichten gepaart mit Science-Fiction ein Blick wert.

© 2004 AKIRA KUROSAWA/SHINOBU HASHIMOTO/HIDEO OGUNI/NEP・GONZO. All Rights Reserved.
This edition (P) 2017 Nipponart GmbH

Samurai 7 – Complete Edition

62,95 €
Samurai 7 – Complete Edition
7.4

Handlung

6/10

Konzept

7/10

Deutsche Umsetzung

9/10

Bild und Animation

7/10

Soundtrack

9/10

Verpackung und Extras

9/10

POSITIV

  • Soundtrack
  • Deutsche Synchronisation
  • Bild und Animation bei der Blu-ray

NEGATIV

  • Bild und Animation bei der DVD

Ein Kommentar

  1. ich finde diese alten animes einfach wunderbar , sowas kaufe ich eher als das ganze neue zeug.

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