Menu

Vorschau: NieR:Automata

Ende Januar hielt Square Enix in Hamburg ein spezielles NieR:Automata-Event ab, bei dem die eingeladene Presse eine fast fertige Version des Spiels ausführlich anspielen konnte und Interviews mit dem Schlüsselpersonal hinter dem Spiel führen. Wir waren für Euch vor Ort und haben natürlich von Beidem Gebrauch gemacht. Hier könnt ihr unsere Eindrücke zum Spiel lesen.

Das Action-RPG erscheint in Japan am 23. Februar 2017 für die PS4. Hierzulande erscheint die PS4-Version am 10. März 2017, während die PC-Version (via Steam) irgendwann danach, aber noch in diesem Jahr, folgen soll.

>> »NieR: Automata« für die PS4 vorbestellen

10.000 Jahre in der Zukunft

Zu spielen gab es eine fast fertige Version des Spiels. Neben dem Gebiet, das schon aus der PlayStation-4-Demo bekannt ist, gab es auch ein komplett neues Areal zu begutachten. Dieses war so gestaltet, dass es die Open-World-Möglichkeiten von NieR:Automata etwas vorstellt mit ein paar Sidequests und natürlich ein paar weitere Details zur Story verrät.

Kurz zusammengefasst: Es ist das Jahr 11945 und die Menschheit hat sich nach einer Invasion von Maschinenwesen längst von der Erde zurückgezogen um auf dem Mond zu leben. Ihr schlüpft in die synthetische Haut von 2B, einem weiblichen Kampf-Androiden der YoRHa-Einheit. Diese ist auf einer Basis im Orbit zwischen Erde und Mond stationiert und wird immer wieder für Missionen auf die Erde runtergeschickt. Das Ziel: Eine Widerstandsbewegung auf der Erde etablieren und die Maschinenwesen zurückschlagen.

Emotion und Bewusstsein waren im angespielten Teil von NieR:Automata zentrale Punkte, die von der Geschichte berührt wurden. Denn den Mitgliedern der YoRHa-Einheit sind Emotionen verboten – aber nicht alle halten sich an diese Bedingungen. Und auch die Maschinenwesen, die euch im Kampf begegnen, scheinen mehr zu sein als nur simple Antagonisten.

Aber natürlich schwebt auch das Mysterium um die Menschheit in der Luft. Denn in dem, was das Spiel bisher gezeigt hat, sah man noch keine Menschen. Ich war nach dem Anspielen definitiv neugierig darauf herauszufinden, ob die Menschheit in dieser fernen Zukunft wirklich noch existiert.

Waffenkombinationen ohne Ende

Ein großer Faktor war in diesem Zusammenhang sicherlich auch das Gameplay, welches intuitiv ist und deutlich die Handschrift von Platinum Games trägt. Wer zum Beispiel die Bayonetta-Spiele gezockt hat, findet sich schnell zurecht. Zwei Schlagknöpfe, wer mit gutem Timing ausweicht aktiviert eine kurze Zeitlupenfunktion und herausfordernde Bosskämpfe. Spannend ist die Möglichkeit, dass man zwei Waffen ausrüsten kann – jedem der zwei Schlagknöpfe ist dann eine Waffe zugeordnet. Das ergibt interessante Kombinationsmöglichkeiten, gerade in Hinsicht auf die Kombos, die man so ausführen kann, wenn man zum Beispiel erst eine schnelle, leichte Waffe nutzt um die Gegner zu schwächen und dann mit einer langsamen, schweren Waffe nachzieht, um ihnen den Rest zu geben.

Die offene Welt von NieR:Automata lockt mit toller Grafik und einer schönen Atmosphäre. Überall sieht man Überreste menschlicher Zivilisation wie ewig leerstehende Häuserblöcke, die so langsam von Mutter Natur verschluckt werden, oder Fabriken, die automatisiert ihre Aufgaben erledigen, ohne, dass ihr Handeln einen klaren Zweck erfüllen würde.

Das Spiel hat aber dabei kein düsteres und bedrückendes Feeling, wie man es von anderen Titeln mit post-apokalyptischem Thema gewohnt ist. Es fühlt sich eher an, wie wenn man die Überreste einer vergessenen Zivilisation entdecken würde. Ein bisschen fühlt man sich wie ein Forscher der diese desolate aber auf ihre eigene Art und Weise wunderschöne Welt durchstöbert.

Und natürlich gibt es viel zu entdecken: schon das Areal, welches ich anspielen konnte, bot das ein oder andere Geheimnis in der Umgebung, wenn man sich denn die Zeit nimmt und sich umschaut.

Fazit

Mein Eindruck nach dem Spielen von NieR:Automata ist großartig. Wo NieR gerade im Gameplay noch einige Schwächen hatte, merkt man bei Automata, dass da ein paar Meister ihres Handwerks das Kampfsystem gestrickt haben. Und die Story-Elemente, die bisher angedeutet wurden, versprechen auch wieder mindestens genauso mitzureißen, wie die hervorragende Geschichte im Vorgänger. Liefert Yoko Taro mit NieR:Automata wieder ein Meisterwerk ab? Man kann gespannt sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.