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Review: Yosuga no Sora – Volume 4 | Blu-ray

Das Animationsstudio feel. (bekannt für ihre Werke wie z. B. »Kissxsis« und »My Teen Romantic Comedy SNAFU TOO!«) veröffentlichte 2010 die Anime-Serie »Yosuga no Sora«. In Deutschland wurde der Anime vom neuen Publisher AniMoon Publishing lizenziert und am 18. November 2016 zusammen mit einem Sammelschuber in einer limitierten Mediabook-Edition auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Wir durften uns für euch die Blu-ray-Version des vierten und gleichzeitig des letzten Volumes des wahrscheinlich umstrittensten Animes aller Zeiten ansehen. Ob uns die vierte und umstrittenste Liebesroute von Haruka überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

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Jahr: Japan, 2010
Genre: Drama, Ecchi, Harem, Romance
Publisher: AniMoon Publishing
Laufzeit: ca. 130 Minuten
FSK: 16
Ton: DTS-HD Master Audio 2.0
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Episoden: 01, 07, 10-12

yosuga no sora: das sora kapitel

Haruka hat sich für Nao entschieden – Soras Erzfeindin aus Kindertagen. Sora kocht vor Eifersucht und versucht alles, um die beiden auseinander zu bringen. Als Haruka schließlich Zeuge eines sehr intimen Moments seiner Zwillingsschwester wird, ist er geschockt. Er bekommt den Anblick und Sora nicht mehr aus dem Kopf. Haruka hadert und kämpft mit seinen Moralvorstellungen. Es ist doch falsch, seine Schwester zu lieben! Was werden Nao und die anderen denken, sollten sie von der verbotenen Liebe erfahren? Kurz darauf findet er einen Abschiedsbrief von Sora…

Meiner Meinung nach hat sich der neue Anime-Publisher AniMoon Publishing mit »Yosuga no Sora« einen recht interessanten und auch marketingstrategisch genau den richtigen Anime für den Anfang gesichert.

Die Anime-Adaption des gleichnamigen Erogē-Games ist in der Anime-Szene recht bekannt und auch sehr umstritten. AniMoon beschreibt »Yosuga no Sora« als ein bildgewaltiges, gefühlvolles Romance-Drama mit einem grandiosen Soundtrack und heißen Erotikszenen. Jedes einzelne Volume enthält eine andere Route, in der Haruka mit einer der Damen zusammenkommt und dem Zuschauer heiße Szenen präsentiert.

Im vierten und letzten Volume bestreitet unser Protagonist Haruka die umstrittenste Liebesroute und zwar die mit seiner Zwillingsschwester Sora…

deutsche umsetzung

Für die deutsche Umsetzung von »Yosuga no Sora« beauftragte AniMoon die Berliner Synchronfirma Oxygen Sound Studios. Die Dialogregie zur Serie übernahm dabei Jasmin Arnoldt. Die deutsche Synchronisation befindet sich bis zum Schluss auf einem ordentlichen Niveau. Im Großen und Ganzen wurde die Serie bis zu Letzt recht gut umgesetzt und kann sich definitiv sehen lassen.

In den Hauptrollen waren Christopher Kohn (Chihiro Furuya, Sankarea) als Haruka Kasugano, Amelie Plaas-Link (Wendy, Black Butler: Book of Circus) als Sora Kasugano, Lisa May-Mitsching (Lisa Mishima, Terror in Tokio) als Kazuha Migiwa, Moira May (Keena Soga, Demon King Daimao) als Akira Amatsume und Sarah Alles (Touka Kirishima, Tokyo Ghoul) als Nao Yorihime zu hören.

In weiteren Rollen waren Marcel Mann (Rito Yuuki, To Love-Ru: Trouble) als Ryouhei Nakazato, Anja Nestler (Grayfia Lucifuge, HighSchool DxD) als Yahiro Ifukube, Maria Hönig (Ruuko Kominato, Selector Infected Wixoss) als Motoka Nogisaka, Peggy Pollow (Gon Freecss, Hunter x Hunter: The Movie – Phantom Rouge) als Kozue Kuranaga, Christian Zeiger (Armin Arlert, Attack on Titan) als Haruka (Kind), Anne Patricia Nilles (Eva, Into the Forest) als Harukas Mutter und Kevin Kraus (Lucas Bishop, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) als Harukas Vater zu hören.

Die Suffixe wie z. B. »-chan« und »-kun« hat AniMoon ins Deutsche übersetzen lassen. So spricht Nao Haru nicht wie im japanischen mit »Haru-chan«, sondern mit »Harulein« an. Mir persönlich gefällt die Übersetzung ins Deutsche, da es sehr gut zu den Dialogen gepasst hat. Fans der Originalfassung mit deutschen Untertiteln können sich freuen, denn der Publisher hat in den Untertiteln die Suffixe mit angegeben.

Wie bei den vorherigen Volumes möchte ich auch beim letzten Volume die Info-Untertitel von AniMoon hervorheben. Der Publisher hat die Übersetzungen wie z. B. Textnachrichten vom Handy direkt unter dem japanischen Text oder nebenan gesetzt. Die Untertitel wurden auch in denselben Farben wie im Original gestaltet und passten perfekt ins Bild.

Ihr könnt euch »Yosuga no Sora« in deutscher Synchronisation oder aber auch in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln ansehen. Die Untertitel hier sind weiß gefüllt und schwarz umrandet.

bild und animation

Für die Anime-Adaption des gleichnamigem Erogē-Games »Yosuga no Sora« war das Animationsstudio feel. (Kissxsis, My Teen Romantic Comedy SNAFU TOO!) zuständig. Das Studio hat der Serie, obwohl sie bereits sieben Jahre alt ist, eine recht ordentliche Umsetzung spendiert. Auf Blu-ray erscheint die Serie im Format 16:9 mit einer Auflösung von 1080p auf Blu-ray.

Die schöne Landschaft rund um »Yosuga no Sora« überzeugt auch in den letzten Episoden mit einem grandiosen Bild. Wie gewohnt, sind die Farben weiterhin recht kräftig und das Bild weitestgehend gestochen scharf. Nur bei der Charakterdarstellung gab es hin und wieder Mal kleine schwächen.

soundtrack

Der Soundtrack von »Yosuga no Sora« ist einfach nur wunderschön anzuhören. Auch in den letzten Episoden der Serie wurden die einzelnen Szenen optimal untermalt und haben bestens zur Atmosphäre beigetragen. Der komplette Soundtrack ist – wie von AniMoon beschrieben – einfach nur grandios. Mal hält sich der Soundtrack der Situation entsprechend dezent im Hintergrund, aber in einigen Szenen ist er auch stark im Vordergrund vertreten und verleiht den Szenen den letzten Schliff. Die Charaktere selbst konnte man dabei jedoch problemlos verstehen.

Der Song »Hiyoku no Hane« begleitet uns bei allen Episoden im vierten Volume als Opening. Beigesteuert wurde der Song von der japanischen Progressive-Rock-Band »eufonius«. Die Band steuerte z. B. auch das Opening »Megumeru ~cuckool mix 2007~« zur Anime-Serie »Clannad« bei.

Auch der Song »Tsunagukizuna« begleitet uns im vierten Volume bei allen Episoden. Beigesteuert wurde der Song von »Team. Nekokan [Neko] feat. Junca Amaoto«. Bei »Team. Nekokan [Neko]« handelt es sich um ein Duo und »Junca Amaoto« ist eine japanische Sängerin. Sie steuerten zusammen auch das Ending »Kokoro no kara« für die Anime-Serie »Kokoro Connect« bei.

Am Ende jeder einzelnen Episode präsentiert AniMoon noch das »Motoka Kapitel«. Nach diesem Kapitel wird immer das Ending »Pinky Jones« von der japanischen Idol-Gruppe »Momoiro Clover Z« abgespielt.


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die vier routen im überblick

In der Anime-Adaption von »Yosuga no Sora« bestreitet unser Protagonist Haruka vier Routen und präsentiert uns vier unterschiedliche Liebesgeschichten. AniMoon hat sich dazu entschlossen, jede einzelne Route in einem Volume abzuschließen, sodass man sich nach Wunsch nur seine Lieblingsroute kaufen und ansehen kann. Alle vier Routen stehen für sich alleine und können daher auch einzeln angesehen werden. Dadurch kommt es dazu, dass die erste Episode auf allen vier Volumes enthalten sein wird. Die zweite und siebte Episode wird jeweils zweimal veröffentlicht.

Das erste Volume beinhaltet die Episoden eins bis vier und erzählt das »Kazuha Kapitel«. Im zweiten Volume geht es um das »Akira Kapitel« mit den Episoden eins bis zwei und fünf bis sechs. Im dritten Volume erhalten wir das »Nao Kapitel« mit den Episoden eins und sieben bis neun. Im vierten und letzten Volume geht es dann um das »Sora Kapitel« mit den Episoden eins, sieben und zehn bis zwölf. Als kleinen Bonus präsentiert AniMoon noch das »Motoka Kapitel«, welches am Ende jeder einzelnen Episode erzählt wird und sich die gesamten zwölf Episoden der Serie über hin streckt.

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verpackung und extras

Das vierte und letzte Volume von »Yosuga no Sora« wurde von AniMoon in einer limitierten Mediabook-Edition veröffentlicht. Die Vorderseite des Mediabooks zieren Haruka und Sora. Die Mediabook-Edition macht wie seine Vorgänger einen sehr hochwertigen Eindruck und ist auch recht stabil. Leider ist es recht schwierig, dass letzte Volume in den Sammelschuber reinzustecken. Selbst mit dem Video von AniMoon hat es nur mit etwas Kraft geklappt, was aber nicht sein sollte.

Als Extras hat der Publisher dem vierten Volume ein Lenticular Card mit Sora und ein 20-seitiges Booklet spendiert. Auf der Disc selbst befindet sich das Textless Opening und die beiden Textless Endings sowie das Best of Sora. Das Textless Opening und die beiden Textless Endings kann man sich mit oder ohne Karaoke-Untertitel ansehen. Die deutsche Übersetzung des Songs befindet sich oben im Bild, während sich die japanische unten im Bild befindet.

fazit

Mit der Lizenzierung und Veröffentlichung von »Yosuga no Sora« hat der neue Anime-Publisher AniMoon Publishing marketingstrategisch genau das richtige getan. In der Anime-Szene ist »Yosuga no Sora« recht bekannt und unter vielen Fans – vor allem wegen der letzten Route – sehr umstritten.

»Yosuga no Sora« basiert auf einem Erogē-Game und präsentiert in diesen zwölf Episoden ganze vier Liebesgeschichten. Im vierten und letzten Volume geht es um das »Sora Kapitel«. Haruka ist mit Nao zusammen und die beiden sind recht glücklich miteinander. Sora jedoch kann Nao einfach nicht ausstehen und zeigt ihr gegenüber auch offen ihre Ablehnung. Eines Tages hat Sora hohes Fieber und Haruka kümmert sich um sie. Er wischt ihr den Schweiß vom Körper und die beiden kommen sich sehr nah. Fortan verbringen sie auch in der Schule viel Zeit miteinander und ihren Freunden kommt das Ganze etwas seltsam vor. Die beiden werden zu Hause dann auch noch von Kozue und Nao beim Geschlechtsverkehr erwischt und Haruka kommt, im Gegensatz zu Sora, nicht wirklich damit zu Recht, dass sie dabei erwischt wurden. Für Haruka beginnt eine Achterbahnfahrt der Gefühle und zu allem Übel verschwindet auch noch Sora.

Bei der vierten Liebesroute von Haruka handelt es sich um die umstrittenste Route von allen. Inzest ist ein heikles Thema, welches gerne öfter Mal in Animes angesprochen wird. Letzten Endes ist es jedermanns eigene Entscheidung, ob er sich diese Route kaufen will, oder einen großen Bogen drum macht. Dafür hat AniMoon alle vier Liebesrouten einzeln veröffentlicht, sodass man selbst entscheiden kann, welche Liebesrouten man in seiner Sammlung besitzen möchte.

© Sphere / YOSUGANOSORA Partnership
© 2017 AniMoon Publishing GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Yosuga no Sora – Volume 4

34,99 €
Yosuga no Sora – Volume 4
8.7

Handlung

9/10

Konzept

9/10

Deutsche Umsetzung

9/10

Bild und Animation

9/10

Soundtrack

10/10

Verpackung und Extras

8/10

POSITIV

  • Bild
  • Extras
  • Soundtrack
  • Info-Untertitel
  • Deutsche Umsetzung

NEGATIV

  • Kleine Schwächen bei den Animationen

4 Kommentare

  1. Ich find´s schon ziemlich zwielichtig, dass es wirklich Leute gibt, die tatsächlich alle Volumes kaufen bis auf die Vierte. Ich finde, als echter Yosuga no Sora-Fan sollte man schon alle 4 Volumes besitzen. Skandalös hin oder her, man sollte den Anime nicht nur auf Inzest reduzieren. Ich mein, Elfen Lied besteht auch nicht nur aus Blut und Splatter.

    Naja, ist ja auch egal. Das Sora-Kapitel ist doch eh der beste Arc! 😉

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