Wegen Zensur: Übersetzter lässt seinen Namen aus »Akiba’s Beat« entfernen

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Am 19. Mai erscheint der neueste Teil der »Akiba’s Trip«-Spielreihe, »Akiba’s Beat«, in Europa für die PlayStation 4 und PlayStation Vita. Nun hat sich Tom Lipschultz, ein Übersetzer des Spiels, dazu entschieden, seinen Namen aus dem Mitarbeiterverzeichnis streichen zu lassen. Als Grund dafür nannte er Zensur.

Im Spiel gibt es mit »KKK Witches« eine Anspielung auf die japanischen Lichtschalter-Entwickler NKK Switches. In der westlichen Version wurde dies allerdings zu »ACQ Witches« geändert.

Die Änderung entstand, nachdem XSEED Games den japanischen Entwickler Aquire auf den Umstand aufmerksam machte, dass der Name KKK Witches im Westen schnell mit der rassistischen Organisation Ku-Klux-Klan, die sich mit KKK abkürzt, verwechselt werden könnte. Aquire änderte daraufhin den Namen im Spiel. Für Lipschultz ist die Sache aber reine Zensur, da angeblich der künstlerische Wert des Developers verletzt wird.

Seine Entscheidung blieb jedoch nicht folgenlos. Bei XSEED gibt es den Grundsatz, dass Mitarbeiter, die sich dafür entscheiden, nicht mehr im Mitarbeiterverzeichnis eines ihrer Spiele genannt zu werden, auch in keinem weiteren Verzeichnis mehr genannt werden. Auch im Netz wird die Entscheidung von Lipschultz heiß diskutiert und sowohl mit Kritik als auch Zustimmung aufgenommen.

Während der Wechsel von »KKK Witches« zu »ACQ Witches« von einigen ebenfalls als Zensur aufgefasst wird, kontert die Gegenseite, dass es sich dabei nicht um Zensur, sondern um eine Lokalisierung handelt. Nicht nur wäre mit KKK Witches die Anspielung auf NKK Switches außerhalb Japans unverständlich gewesen wäre, sondern es würde eine vollkommen neue und von den Developern nicht beabsichtige negative Assoziation entstehen.

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Was haltet ihr davon? Handelt es sich um Zensur oder findet ihr die Reaktion von Lipschultz übertrieben?

Quelle: Kotaku

Kommentare

6 Kommentare und Antworten zu "Wegen Zensur: Übersetzter lässt seinen Namen aus »Akiba’s Beat« entfernen"

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Zwangsbestattung
Gast

Dramaqueeen!
Die Anspielung versteht außerhalb Japans doch wirklich keiner und KKK erinnert halt auch automatisch an diese rassistische Organisierung.
Zensur ist das auf keinen Fall. Und Lokalisierung sollte dem Herrn Lipschultz bekannt sein.
Versteh sein Handeln nicht wirklich.

Grin
Gast

Dem kann ich nur zustimmen..

Lorenzo
Gast

Naja, wenn ich an die SSS-Uniform im Angel Beats denke, erinnert sie mich auch an eine bestimmte andere Uniform, aber eine Änderung wäre da echt komisch. 😀 In dem Fall finde ich es aber auch nicht so tragisch, der Mann hat wohl etwas empfindlich reagiert.

Otaku Explorer
Gast

Ich stimme dir zu Zwangsbestattung.

Kleiner Schlawiner
Gast

Finde ich totaler Schwachsinn.
Als nächstes werden alle Zahlen mit Nummer 18 auf 19 geändert weil es könnte ja auf den Führer hinweisen.

Alle die dieses Spiel spielen wollen, hätten es sicher wegen den Kuckuck Klan gekauft.

Prov94
Gast

Ich finde man sollte das gar nicht ändern. Was wenn es mal in einem Anime IS als Namen/Bedeutung/Organisation gab, will man dann diesen auch nachträglich korrigieren, nur weil es nun eine Terrororganisation gibt die sich so nennt?
Kurzum, nur weil man was ändert, heißt es nicht, dass es in Zukunft nicht einer anderen Bedeutung zugeschrieben werden kann.
Außerdem bezweifle ich, dass sich ein großer Teil der Anime Community sich wirklich damit beschäftigen würde, ob es sich um eine Anspielung handelt. Ich zumindest habe davon noch nie gehört^^.
Ps. Allen heute einen schönen Anime Abend 🙂