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Review: Plastic Memories – Volume 2 | Blu-ray

Am 28. April 2017 veröffentlichte peppermint anime das zweite Volume zu »Plastic Memories«. Wir durften uns die auch die zweite Hälfte der Serie für euch anschauen, und was wir davon halten, erfahrt ihr in unserem Review.

Jahr: Japan, 2015
Genre: Romance, Drama, Sci-Fi
Publisher: peppermint anime
Laufzeit: ca. 150 Minuten
FSK: 12
Bildformat: 1920x1080p
Ton: DTS-HD Master Audio 2.0
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Episoden: Folge 7 – 13

plastic memories

Habt ihr euch je eine Welt vorgestellt, in der es Androiden gibt, die von echten Menschen kaum zu unterscheiden sind? In naher Zukunft hat die Menschheit Androiden für alle Lebenslagen entwickelt. Die sogenannte SAI Corporation ist hierbei der führende Anbieter, der die Androiden namens Giftia herstellt und mit menschlichen Emotionen ausstattet. Einen großen Unterschied zu Menschen gibt es bei diesen Wunderwerken der Technik jedoch: Ihre Lebenszeit beträgt lediglich 81.920 Stunden, also umgerechnet neun Jahre und vier Monate. Danach verlieren sie ihre Erinnerungen und es kommt zu Fehlern, die nicht nur die Besitzer des Giftia-Modells in Schwierigkeiten bringen können.

Nachdem Tsukasa seine Prüfung für die Oberschule vermasselt hat, bekommt er durch seinen Vater einen Job bei eben dieser Firma. Was für eine undankbare Aufgabe er dort jedoch erledigen sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Er soll Giftias die kurz vor ihrem Ablaufdatum stehen einsammeln und entsorgen. Das gestaltet sich jedoch oft als sehr schwierig, da die Besitzer bereits seit langer Zeit mit den Giftias zusammenleben und sich nur ungern von ihren Geliebten trennen.

Als Partnerin bekommt er die hübsche Androidin Isla, selber eine Giftia, an die Seite gestellt, die bisher nicht mehr als den übrigen Angestellten den Tee bringen durfte. Auf Anweisung seiner Chefin, muss Tsukasa nun nicht nur mit ihr zusammenarbeiten, sondern auch mir ihr gemeinsam wohnen. Bald schon entdeckt Tsukasa, dass Isla mehr als nur eine Maschine ist.

Ihre Aufgabe, Giftias zu entsorgen, stimmt Tsukasa aber immer wieder nachdenklich, gerade, da er sich eine Wohnung mit Isla teilt. So kommen die zwei sich auch im Privatleben langsam näher. Tsukasa nimmt eines Tages all seinen Mut zusammen und bittet seine hübsche Partnerin um ein Date. Gemeinsam verbringen sie einen aufregenden Tag in einem Freizeitpark, an dessen Ende dann doch wieder eine ernüchternde Erkenntnis auf Tsukasa wartet: Islas Ablaufdatum rückt unaufhaltsam näher. Vom Ehrgeiz gepackt, verspricht er Isla bis zum letzten Tag an ihrer Seite zu bleiben …

bild und produktion

Bei »Plastic Mamories« handelt es sich um eine Original-Serie, also einen Anime ohne Vorlage. Die 13-teilige Serie wurde in Japan von April bis Juni 2015 ausgestrahlt. Die Produktion übernahm das Studio Doga Kobo, das ihr bereits für Serien wie »Himōto! Umaru-chan« oder »Aria the Scarlet Ammo AA« kennen könntet. Man sieht der Serie definitiv an, dass sie noch nicht sehr alt ist. Das Bild wird wie immer in 1080p ausgeliefert.

*Screenshots aus Volume 1

deutsche umsetzung

Die Synchronisation wurde bei Majestix Worx in Mühlheim aufgenommen, die damit, zumindest meiner Recherche nach, das erste Mal im Animebereich beauftragt wurden. Die Dialoge wirkten recht solide, wurden aber leider durch unpassende Sprecher und schlechte Betonungen zunichte gemacht. Besonders bei der Aussprache der Namen hatte ich oft das Gefühl, dass dort oft etwas schieflief. Am meisten störte mich Dina Kürten als Isla, die zwar z.B. als Elsa in »Frozen« super war, aber hier einfach stimmlich nicht wirklich passen wollte. Aber auch im restlichen Cast gab es leider einige unpassende Besetzungen. Lediglich Marco Sven Reinbold als Tsukasa empfand ich als kleinen Lichtblick. Ob man nun nachsichtig sein möchte, weil es das erste Werk des Studios war, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ich würde eher zum japanischen Ton greifen. Wer sich dafür entscheidet, bekommt auch gute Untertitel geboten.

Leider nimmt in Volume 2 weder die Lippensynchronität noch die Qualität der Synchronisation zu.

>> Hier kommt ihr zur kompletten Sprecherliste

extras

»Plastic Memories« wird in einer schicken Amaray im Schlauchschuber ausgeliefert in der sowohl der Soundtrack als auch die Blu-ray Platz finden. Dem Produkt liegt ein Code bei, mit dem ihr die Folgen digital auf AKIBA-PASS freischalten und danach sogar runterladen könnt. Auf der Disc ist außerdem das Clean Opening.

review_pepper

fazit

Die Androidin Isla und Tsukasa arbeiten bei der SAI Corporation von Tag zu Tag besser zusammen. Ihre Aufgabe, Giftias zu entsorgen, stimmt Tsukasa aber immer wieder nachdenklich, gerade, da er sich eine Wohnung mit Isla teilt. So kommen die zwei sich auch im Privatleben langsam näher. Tsukasa nimmt eines Tages all seinen Mut zusammen und bittet seine hübsche Partnerin um ein Date. Gemeinsam verbringen sie einen aufregenden Tag in einem Freizeitpark, an dessen Ende dann doch wieder eine ernüchternde Erkenntnis auf Tsukasa wartet: Islas Ablaufdatum rückt unaufhaltsam näher. Vom Ehrgeiz gepackt, verspricht er Isla bis zum letzten Tag an ihrer Seite zu bleiben …

Auch während der zweiten Hälfte besinnt sich Plastic Memories auf seine Stärken und kann vor allem durch die emotionale Erzählung punkten. Die Beziehung zwischen Isla und Tsukasa wird sehr schön herausgearbeitet. Die innere Zerrissenheit von Tsukasa, der unausweichlich zusehen muss wie Islas Ablaufdatum immer näher rückt, regt besonders zum Mitfühlen an. Dazu kommen die wirklich hübschen Animatinen von Studio Doga Kobo, die vor allem durch das Charakterdesign überzeugen. Auch der Soundtrack, der glücklicherweise sogar von peppermint mitgeliefert wird, trägt zur tollen Atmosphäre der Serie bei und kann durchweg überzeugen. Lediglich die deutsche Synchronisation bleibt leider weiterhin auf der Strecke und ist leider nicht gelungen.

Alles in allem hat peppermint anime hier einen wirklich tollen Anime nach Deutschland gebracht, der jedoch leider nicht die deutsche Umsetzung bekommen hat, die er verdient hätte. Wer sich jedoch auch mit OmU zufrieden gibt, bekommt hier eine Serie geboten, die ihn noch lange Zeit begleiten wird.

© M/P PM
© 2017 peppermint anime gmbh

Review: Plastic Memories - Volume 2 | Blu-ray

41,99
Review: Plastic Memories - Volume 2 | Blu-ray
7.8333333333333

Handlung

9/10

    Konzept

    9/10

      Deutsche Umsetzung

      4/10

        Bild und Animation

        8/10

          Soundtrack

          8/10

            Verpackung und Extras

            9/10

              POSITIV

              • Handlung
              • Konzept

              NEGATIV

              • Synchronisation

              8 Kommentare

              1. hatte mir das bei einem freund angeschaut und muss sagen das die synchro echt nicht gut ist und es nicht kaufen werde.

              2. Ich fand das Ende echt gut. Das Problem ist, das viele Fragen nicht beantwortet wurden. Gerade was z. B. das durchdrehen der Giftias nach genau neun Jahren angeht, wurde nie beantwortet, warum das so ist. Warum in Episode 5 die eine Giftia auch kurzeitig noch bei Verstand blieb, als Tsukasa mit ihr redete, bleibt auch ein Rätsel.

                • Alexander Stothfang

                  Ja, das stimmt schon, aber manchmal ist es auch besser solche Dinge nicht zu erklären. Oft ist es ja dann leider so, dass die Erklärung den Erwartungen nicht standhalten kann.

              3. Ja die asynchronität, war bei der Serie auch für mich schlimm!
                Das ist wirklich schade gewesen, weil man weiss, dass einige von ihnen, viel mehr drauf haben..bestes Beispiel für mich:
                Annette Potempa..selbst so eine tolle Sprecherin wie sie, hat bei dieser Serie einfach immer das timing verpasst…
                Einige Stimmen haben mir auch nicht gepasst, wie Zack oder auch Isla, die aber den schwersten Job von allen hatte, meiner Meinung nach…

                Als Lichtblick würde ich aber noch Pirkko Kremer nennen.
                Ihr Synchron-Debut als Michiru, ist aber richtig gut mMn und neben Reinbolds Leistung als sehr positiv hervorzuheben.
                Sie war eine der wenigen, die fast immer den Ton und die emotionale Lage richtig getroffen hat.

              4. Hab Vol. 2 auch gleich zum Release geholt und…. naja, abgesehen von der deutschen Synchro kann ich mich dem Review nur anschließen. Also, ganz klarer Fall, wer am Ende nicht weint, der hat seine Menschlichkeit eindeutig eingebüßt. Ich glaub, mir sind schon lange nicht mehr so die Tränen geflossen. Der Anime ist auf jeden Fall sehr emotional und hat mich sehr berührt. Und so ganz nebenbei: Ich hab´s mir mit deutscher Synchro angeschaut! Just sayin´! 😉

                Ach, Moment, sagt man neuerdings nicht »Just SAIYAN«? XD

                Ähm…, ja, ist ja auch egal! Ich kann wirklich jedem nur empfehlen: Kauft euch Plastic Memories, es lohnt sich wirklich!

                • Das heißt, man solle Plastic Memories kaufen und somit die deutsche Synchro unterstützen? Never.

                  • Tja, ich hab´s schon getan! 😉
                    Und wegen der deutschen Synchro keine Anime-Blurays kaufen ist schon ein ziemlich grenzwertiger Grund, man kann immerhin auch auf OmU stellen. Aber das wird großzügigerweise immer ignoriert, nicht wahr?

                    • Der Grund, warum ich mir Anime DVDs/BD kaufe, ist nur wegen dem deutschen Ton.
                      Wenn ich OMu gucken will, kann ich es mir auch günster aus dem Ausland importieren.

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