Review: Goldfisch – Band 2 | Manga

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Seit Juli 2016 erscheint bei TOKYOPOP die dreiteilige Action- bzw. Ugu-Shonen-Reihe »Goldfisch«. Die Story und die Zeichnungen stammen von der deutschen Mangaka Nana Yaa. Als Genre für ihren Manga nannte sie »Ugu-Shonen«, was laut ihr so viel bedeutet wie »Vom Plot her Shonen aber vom Gefühl her EINFACH NUR CUTE KAWAII UGU«. Wir durften einen Blick in den zweiten Band von »Goldfisch« werfen. Ob uns die Geschichte rund um den Fischerjungen Morrey weiterhin überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

18198668_1304159629637130_9096399319001456016_n© 2017 TOKYOPOP GmbH
© 2016 Nana Yaa
Jahr:Deutschland, 2016
Genre:Action, Ugu-Shonen
Publisher:TOKYOPOP
Mangaka:Nana Yaa
Typ:Manga
Bände:3

schätze, magie und abenteuer

Mithilfe der unverdächtigen Beschaffer-Schatzkarte, die Morreys Vater hinterlassen hat, gelang es ihm gemeinsam mit seinen Freunden Shelly und Zaka sowie seinem dressierten Hausanomal Otta ein Artefakt zu finden. Sie sind nun im Besitz des Artefakts Gleipnir, den unzerreißbaren Zwergenfaden.

Die gute Laune der Gruppe währt jedoch nicht allzu lange, denn auf dem Heimweg stellen sich ihnen die beiden Beschaffer Stalker und Sharp in den Weg. Ihr Ziel ist es für ihren Herren das Artefakt Gleipnir und Morrey höchstpersönlich zu beschaffen. Es kommt zu einem heftigen Kampf zwischen beiden Parteien und Zaka wird von Stalkers Schwert schwer verletzt. Bevor Stalker ihm den Gnadenstoß verpassen konnte nutze Shelly Gleipnir um Stalkers Angriff zu verhindern. Sie konnte zwar nicht lange durchhalten, aber in der Zeit gelang es Morrey Zaka in Sicherheit zu bringen.

Es kommt zum Zweikampf zwischen Morrey und Stalker und dem Waisenjungen gelingt es den Beschaffer zu besiegen. Die eigene Klinge spürt der Gegner nun nahe am Halse und kann sich von seiner misslichen Lage nicht selbst befreien. Leider wurden Shelly und Zaka in der Zwischenzeit von Sharp gefangen genommen und sie droht die beiden kaltblütig zu ermorden. Sie ist sogar bereit ihren Partner zu opfern, nur um ihre Mission erfolgreich abzuschließen.

Gefangen in einer recht aussichtslosen Lage schlägt Morrey vor, dass beide Seiten ein Artefakt erhalten. Er geht mit den beiden mit, wenn sie seine Freunde freilassen und sie mit dem Artefakt Gleipnir von dannen ziehen dürfen. Sharp ist mit seinem Vorschlag einverstanden und schnappt sich sofort Morrey und macht sich mit ihm und Stalker davon. Wie es wohl für Morrey ausgehen wird?

nana yaa

Nana Yaa Kyeres ist am 28. März 1991 in Neuss geboren und lebt seit dem dort. Sie ist zur Hälfte Ghanaerin und zeichnet seit sie einen Stift in der Hand halten kann. Im Mangastil fing sie im Jahr 2003 an zu zeichnen. Mit 17 Jahren belegte sie bereits den ersten Platz beim Mangawettbewerb »MangaMagie« mit ihrem achtseitigen Manga »Batterie«. Durch ihren Sieg schaffte sie es sogar in die Sendung »TV total« von Stefan Raab bei ProSieben (hier gelangt ihr zum Video).

Yaa zählt mittlerweile zu den produktivsten Zeichnerinnen der deutschen Manga-Szene. Sie hat bereits zahlreiche Dōjinshis und Kurzgeschichten veröffentlicht und steuerte Anthologien des Independent-Verlags Schwarzer Turm Beiträge bei. Im Jahr 2011 erschien ihr längeres Werk »Patina« bei Comicstars Droemer. Im Jahr 2016 gewann sie auch mit ihrem Slice-of-Life-Drama MCS (Middle Child Syndrome) den Preis für den Dōjinshi des Jahres.

Die meisten ihrer Fans kennen sie vermutlich von ihrer Boys-Love-Reihe »Hockey Homo« (HoHo). Die beliebte Boys-Love-Reihe läuft aktuell noch und bis jetzt hat Yaa vier Bände veröffentlicht. Dieses Jahr veröffentlichte sie das Spin-off »Java Bonds« zur ihrer »HoHo«-Reihe. Mit ihrem Manga »Goldfisch« möchte sie beweisen, dass sie auch das Shonen-Genre beherrscht. Seit 2015 hat Yaa auch einen Bachelor in Kommunikationsdesign und zu ihren Hobbys zählen RPGs spielen, mit Freunden Cocktails trinken gehen oder etwas Zeit mit ihrem Hund verbringen.

Yaa ist auch in den sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook, Twitter und Tumblr aktiv. Für ihren neuen Manga »Goldfisch« hat sie auch eine extra Facebook-Seite erstellt.

veröffentlichung

»Goldfisch« erscheint im gewohnten TOKYOPOP-Format. Der zweite Band weist insgesamt 200 Seiten (davon sechs Farbseiten) auf und beinhaltet die sechs Kapitel »Metall vs. Metall«, »Tauschgeschäfte«, »Vom Suchen und Finden«, »Berührungen«, »Showtime« und »Vater, Mutter, Kind«.

Am Ende des Bandes gibt es noch ein dreiseitiges Nachwort von Yaa, ein paar nette Worte von Yaas Assistentin Jolly und drei Seiten Charakterdesigns zu Shelly, Zaka, Stalker und Sharp. Zum Schluss gibt es noch ein paar Hintergrundinformationen über Yaa selbst.

In der Erstauflage legt TOKYOPOP jedem Band zwei exklusive Mini-Aufsteller zum Sammeln bei. Dieses Mal gibt es die Mini-Aufsteller von Shelly und Zaka. Die Mini-Aufsteller liegen wie gewohnt im Manga und sind doppelseitig bedruckt.

>> Hier gelangt ihr zur Leseprobe von »Goldfisch«

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Bildquelle: TOKYOPOP

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fazit

Es geht spannend im zweiten Band von »Goldfisch« weiter. Direkt am Anfang kommt es zu einem recht brutalen Kampf und die Niederlage akzeptierend begibt sich Morrey in die Hände des Feindes. Der weitere Verlauf und die Wendungen in der Story heben diesen Band deutlich vom ersten ab. Vor allem der sehr gemeine Cliffhanger am Ende lässt einen nur noch mit offenem Mund dastehen.

Zeichnerisch überzeugt Yaa auch in diesem Band auf ganzer Linie. Die Charaktere sind sauber gezeichnet und der Humor kommt bei mir weiterhin recht gut an. Besonders die beiden Mini-Aufsteller gesellen sich perfekt zu den aus dem ersten Band und schmücken das eigene Manga-Regal hervorragend.

Goldfisch – Band 2

6,50 €
9,2

Handlung

9.0/10

Konzept

9.0/10

Lesefluss

9.0/10

Zeichnungen

9.5/10

Veröffentlichung

9.5/10

POSITIV

  • Extras
  • Charaktere
  • Zeichnungen

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