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Gamescom: Marvelous will keine Spiele zensieren und plant »Uppers«-Lokalisierung

Wir hatten bei unserem heutigen Besuch auf der Gamescom 2017 die Möglichkeit, Mike Fisher, Marketing Manager bei Marvelous Games, einige Fragen zu stellen. Angesichts mehrerer Kontroversen in der letzten Zeit, bei denen es um Spiele von Marvelous ging, haben wir die Gelegenheit natürlich genutzt, um dort nachzubohren, aber wir konnten ihm auch ein paar Infos zu den zukünftigen Plänen des Publishers entlocken.

Zensur:
Nachdem sowohl »Valkyrie Drive: Bhikkhuni« als auch »Senran Kagura: Peach Beach Splash« in Deutschland einige Probleme mit der Altersfreigabe hatten, fingen einige Fans an, sich Sorgen zu machen, ob Marvelous Spiele wohl in Zukunft einfach vorsorglich zensieren würde. Das Feuer wurde dabei durch Aussagen von »Senran Kagura«-Serienschöpfer Kennichiro Takaki, der mit dem Gedanken spielte, Fanservice zu reduzieren, um kulturelle Unterschiede in verschiedenen Ländern zu respektieren, noch weiter angefacht (wir berichteten). Allerdings bestätigte Marvelous uns nun, dass man nicht plant, irgendwelche Spiele zu zensieren. Und wenn man aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen dazu gezwungen wäre, würde man dies im Vorfeld so transparent wie möglich kommunizieren.

Dabei erwähnte Mike Fisher insbesondere auch die Reaktion der Fans nach dem Interview mit Takaki, die Marvelous förmlich mit Tweets und Nachrichten überschwemmt hatten, um ihre Unterstützung für die Serie deutlich zu machen. Dabei sei noch einmal klar geworden, was die Fans wollen.

»Uppers«:
Marvelous befindet sich derzeit in Gesprächen, um zu schauen, ob man das Spiel lokalisieren könnte. »Uppers« ist ein Prügelspiel, designet vom »Senran Kagura«-Schöpfer, bei dem sich Menschen auf einer abgelegenen Insel vor Publikum bekämpfen müssen. Eines der zentralen Features ist dabei die Möglichkeit, das Publikum beim Kämpfen zu begeistern und sich so Power-Ups zu holen.

Veröffentlichungen für die Xbox:
Bei Marvelous findet man es schade, dass man die Xbox bisher komplett ignoriert hat und man würde das in Zukunft gerne ändern. Darum ist man nun in Gesprächen mit Microsoft, um zu schauen, ob man in Zukunft auch Spiele für diese Konsole anbieten könnte. »Uppers« wäre dabei ein erster Kandidat für einen Xbox-Release – wenn es denn mit der Lokalisierung klappt.

Zurückgezogener Steam-Release von »Valkyrie Drive: Bhikkhuni« in Deutschland:
Marvelous ist hier weiterhin in Gesprächen mit der USK, um zu schauen, ob sich eine Lösung finden lässt, das Spiel doch noch in Deutschland anzubieten. So wie Marvelous die Situation sieht, wurde die Freigabe der Vita-Version aufgrund eines Fehlers verweigert. Denn der Hauptgrund für mangelnde Altersfreigabe soll nicht der Inhalt des Spiels an sich gewesen sein, sondern ein optionaler DLC. Man hofft deswegen, das Spiel nochmals der USK vorlegen zu können, um es erneut bewerten zu lassen.

Erfolg der Steam-Veröffentlichungen:
Sowohl der Release von »Valkyrie Drive: Bhikkhuni« als auch von »Fate/Extella: The Umbral Star« waren große Erfolge von Marvelous. Man war dabei insbesondere davon überrascht, wie gut die Spiele sich in China verkauft haben. Deswegen hofft man irgendwann in Zukunft die Spiele auch für diesen Markt lokalisieren zu können. Man würde aber auch gerne irgendwann in Zukunft deutsche Lokalisierungen anbieten können.

Quelle: Marvelous

3 Kommentare

  1. So ist es richtig! Keine Zensierung, sonst kein Kauf!
    Ich finde es gut, dass man mehr auf die Fans hört als auf irgendwelche »Gutmenschen«, denn gerade diese ganzen SJW sind diejenigen, die nur kritisieren, obwohl sie das Game nicht kaufen. Wer mit solchen Games ein Problem hat, der soll sie sich auch nicht spielen. So einfach ist das!

    • Dem kann ich nur zustimmen, die Welt lasst sich schon genug von sogenannten Gutmenschen beeinflussen dabei sind diese Menschen am Ende schuld das man dies und das nicht mehr darf. (Gutmensch = Links Grün übertolerant vegan und blöd)

  2. Vor die Aktivierungssperre ist sowas von nicht notwendig, im JuSchG ist die von Europäischen Gesetzgebern garantierte Gleichheit der Waren nicht angegriffen. Ein in einem anderen EU-Land gekauftes Spiel muss genauso in Deutschland funktionieren, wie in allen anderen EU-Ländern. Natürlich sollte das Spiel nicht beworben werden während der Zeit in der es keine Jugendfreigabe hat, die Aktivierung auszuschalten verstößt jedoch gegen EU-Recht.

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