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Kare Kano – Collector’s Edition | DVD

Achtung: Die Aussagen in dieser Rezension reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht die von Anime2You und seiner Partner.

Die Animationsstudios Gainax (»Neon Genesis Evangelion«) und J.C.Staff (»Toradora!«) veröffentlichten im Jahr 1998 den Anime »Kare Kano« (OT »Kareshi Kanojo no Jijou«). In Deutschland wurde die Serie damals von Carlsen lizenziert und in acht Volumes auf DVD veröffentlicht. Durch den Publisher Nipponart erhielt »Kare Kano« am 30. März 2018 einen Re-Release in einer Collector’s Edition auf DVD. Wir durften uns für euch die Gesamtausgabe ansehen. Ob uns die Liebesgeschichte rund um Yukino Miyazawa und Soichiro Arima überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

Jahr: Japan, 1998
Genre: Comedy, Drama, Romance, School, Shoujo, Slice of Life
Publisher: Nipponart
Laufzeit: ca. 650 Minuten
FSK: 06
Ton: Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Episoden: 01-26

kare kano

Auf Yukino Miyazawa lastet ein enormer Erfolgsdruck. Bislang hatte sie ein perfektes Image und war durch harte Arbeit immer die Klassenbeste und bei jedem beliebt. Im neuen Schuljahr sollte sich dies aber ändern. Sie bekommt plötzlich Konkurrenz von Soichiro Arima, einem Jungen aus gutem Hause. Yukino kann ihn vom ersten Augenblick an nicht ausstehen, da er sie in allen Bereichen mit Leichtigkeit übertrumpft. Um sich ihre Position zurückzuerobern, sinnt sie nach Rache. Doch aus Rache wird schnell Liebe…

Meiner Meinung nach veröffentlicht Nipponart mit »Kare Kano« eine durchaus gelungene Romance-Comedy-Serie, bei dem die Zuschauer eine süße Liebesgeschichte mit einer guten Portion Comedy erhalten. Die theatralischen Comedy-Szenen erinnern des Öfteren an »School Rumble« und sind amüsant anzusehen.

Die Anime-Adaption von »Kare Kano« basiert auf die gleichnamige Manga-Reihe von Masami Tsuda, die von Dezember 1995 bis Mai 2005 bei Hakusenshas »LaLa«-Magazin in Japan erschien. Die Reihe umfasst insgesamt einundzwanzig Bände und wurde hierzulande bereits komplett vom Carlsen-Verlag veröffentlicht.

In Japan lief die Serie in der Herbst-Season 1998 vom 2. Oktober 1998 bis zum 26. März 1999 auf dem Sender TV Tokyo. Die 26-teilige Anime-Serie adaptiert den Manga bis Kapitel 33 im achten Band. Aufgrund einiger Meinungsverschiedenheiten zwischen der Mangaka und dem Team wurde die Anime-Adaption nach einer Staffel eingestellt. Hierzulande erschien die Serie im Jahr 2005 bei Carlsen in insgesamt acht Volumes und durch den Publisher Nipponart erhält »Kare Kano« nun seine erste DVD-Gesamtausgabe.

deutsche umsetzung

Für die deutsche Umsetzung von »Kare Kano« beauftragte Carlsen damals die »Kuraoka Entertainment GmbH« und die »Berlin & Bikini Studios GmbH«. Die Dialogregie führte dabei Mario von Jascheroff (deutsche Stimme von Micky Maus). In den Hauptrollen waren Rubina Nath (Tea Gardner, Yu-Gi-Oh!) als Yukino Miyazawa und Constantin von Jascheroff (Bakura, Yu-Gi-Oh!) als Arima Souichirou zu hören. Die beiden Erzähler in der Serie waren Till Hagen (Maximillion J. Pegasus, Yu-Gi-Oh!) und Claudia Urbschat-Mingues (Bulma Briefs, Dragonball Z: Kampf der Götter). Den kompletten Sprechercast könnt ihr euch hier ansehen.

Die deutsche Synchronisation bei »Kare Kano« gefiel mir auf Anhieb ganz gut. Die beiden Synchronschauspieler Rubina Nath und Constantin von Jascheroff haben die gesamte Serie über eine sehr gute Arbeit geliefert und mich in ihren Rollen absolut überzeugt. Die Nebenrollen wurden von den Studios auch optimal besetzt und passten stimmlich recht gut. Mir persönlich gefällt die deutsche Synchronisation wesentlich besser als das japanische Original. Mit an Bord bei der deutschen Umsetzung waren z. B. auch Kim Hasper (Tristan, Yu-Gi-Oh!), Tobias Müller (Conan Edogawa, Detektiv Conan), Julia Kaufmann (Miach Mihie, Project Itoh: Harmony) und Giuliana Jakobeit (Mimi Tachikawa, Digimon Adventure tri.).

Die Übersetzung der japanischen Texteinblendungen hat Carlsen oben im Bild platziert. Leider wurden nicht alle Texteinblendungen untertitelt.

In den Episoden 15, 17, 24 und 25 wurden die übersetzten Texteinblendungen leider fehlerhaft dargestellt. Die Füllung war auf einmal schwarz und so gut wie gar nicht zu entziffern.

Ihr könnt euch »Kare Kano« in deutscher Synchronisation oder aber auch in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln ansehen. Die Untertitel hier sind weiß gefüllt und schwarz umrandet.

bild und animation

Die Anime-Adaption von »Kare Kano« basiert auf die gleichnamige Manga-Reihe von Masami Tsuda. Animiert wurde die Serie bei den Studios Gainax (»Neon Genesis Evangelion«) und J.C.Staff (»Toradora!«). Von der ersten bis zur achtzehnten Episode führte Hideaki Anno (»Neon Genesis Evangelion«) die Dialogregie. Mangaka Masami Tsuda war mit der Arbeit von Hideaki Anno nicht zufrieden, weshalb er das Projekt verließ. Die Dialogregie bei den letzten Episoden führte Kazuya Tsurumaki (»Evangelion«-Filme). Das Charakterdesign kam von Tadashi Hiramatsu (»Parasyte -the maxim-»), der sich nach dem Konzept von Masami Tsuda richtete.

Bei Nipponart erscheint die Serie auf DVD im Format 4:3. Bei der Anime-Adaption von »Kare Kano« wurde neben der klassischen Cel-Animation auch Standbilder sowie Texteinblendungen verwendet. Weiterhin wurden direkt Bilder vom Manga selbst abgefilmt und sogar Fotografien in die Serie eingebaut. Üblicherweise werden bei einer Anime-Episode ca. 2.500 Cels benötigt, doch aufgrund der häufigen Wiederverwendung von Cels hatte eine »Kare Kano«-Episode durchschnittlich nur 697 Cels.

Wirft man noch einen Blick in das Erscheinungsjahr der Serie, dann überrascht einen die Bild- sowie Animationsqualität nicht wirklich. Im Großen und Ganzen gelang es der Serie jedoch das zu zeigen, was sie den Zuschauern vermitteln wollte und der Unterhaltungsfaktor war ebenso gegeben. Hin und wieder wechselte die Haarfarbe von Yukino Miyazawa, aber das störte mich nicht allzu stark. Anfangs noch recht ungewöhnlich, gewöhnte ich mich doch recht schnell an diese Art der Anime-Umsetzung.

Masami Tsuda gefiel jedoch die Art der Anime-Umsetzung ihres Werkes nicht wirklich, weshalb es wegen Meinungsverschiedenheiten zu keiner zweiten Staffel kam. Besonders die theatralisch dargestellten Comedy-Szenen in den ersten Episoden stießen ihr sauer auf.

soundtrack

Für den Soundtrack bei der Serie war Shiro Sagisu (»Berserk (2016)«) zuständig. Die ausgezeichnete und phänomenale Arbeit von Shiro Sagisu sollte eigentlich jedem bekannt sein. Er war z. B. für die Soundtracks bei den Serien »Black Bullet«, »Bleach«, »Neon Genesis Evangelion« und den beiden »Magi«-Serien sowie bei den drei »Berserk«-Filmen verantwortlich. Er hat auch der 26-teiligen Romance-Comedy-Serie »Kare Kano« einen bezaubernden und wunderschönen Soundtrack spendiert. Die gesamte Serie über begleitet uns ein Opening-Song sowie zwei Ending-Songs.

Der Opening-Song trägt den Titel »Tenshi no Yubikiri« und wurde von »Fukuda Mai« beigesteuert. Der Song wird in allen 26 Episoden als Opening verwendet.

Von der ersten bis zur vierundzwanzigsten und in der sechsundzwanzigsten Episode hören wir als Ending den Song »Yume no Naka e«. Gesungen wird der Song von den beiden Synchronschauspielern »Enomoto Atsuko« (Yukino Miyazawa in der Serie) und »Suzuki Chihiro« (Arima Soichiro in der Serie). In der fünfundzwanzigsten Episode steuern die beiden Synchronschauspieler »Yuki Watanabe« (Tsukino Miyazawa in der Serie) und »Maria Yamamoto« (Kano Miyazawa in der Serie) den Ending-Song »Kaze Hiita Yoru« bei.

nipponart

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verpackung und extras

»Kare Kano« erscheint bei Nipponart in einer Collector’s Edition im Digipak und Schuber. Auf dem Cover des Schubers sieht man die beiden Protagonisten Yukino Miyazawa und Soichiro Arima. Auf dem Digipack selbst gibt es sechs weitere Artworks zu bestaunen, wobei das eine dasselbe Artwork wie auf dem Schuber ist.

Als Extras gibt es einen exklusiven Sticker sowie ein Poster, auf dem die beiden Hauptcharaktere abgebildet sind. Weitere Extras sind auf der ersten DVD zu finden. Dort dürfen sich die Käufer der Gesamtausgabe weiterhin auf drei japanische Interview-Clips mit englischen Untertiteln sowie einem kurzen »Hinter den Kulissen«-Video freuen. Das aus meiner Sicht interessanteste und beste Extra ist das kurze »Hinter den Kulissen«-Video. Dort sehen wir, wie die beiden Synchronschauspieler Rubina Nath und Constantin von Jascheroff den beiden Protagonisten von »Kare Kano« ihre Stimmen liehen. Auch ein kurzer Ausschnitt mit Nicolás Artajo ist zu sehen.

fazit

Mit dem Re-Release von »Kare Kano« veröffentlicht Nipponart meiner Meinung nach eine durchaus gelungene Romance-Comedy-Serie, bei dem die Zuschauer eine süße Liebesgeschichte mit einer guten Portion Comedy erhalten. Die theatralischen Comedy-Szenen erinnern des Öfteren an »School Rumble« und sind amüsant anzusehen.

Im Großen und Ganzen gelang es der 26-teiligen Serie mich durchaus zu unterhalten und die Liebesgeschichte rund um Miyazawa und Arima gefiel mir auch sehr. Die beiden waren ein wirklich süßes Pärchen. Leider hatte »Kare Kano« aber ein paar Durststrecken und einige Episoden, die man sich hätte sparen können. So gab es insgesamt zwei Recap-Episoden und bei der 25. Episode handelte es sich noch um eine Filler-Episode. Das Ende war leider auch mehr als nur dürftig, denn die Serie endet gefühlt einfach mittendrin. Wir bekommen nicht mal das Theaterstück zu Gesicht, geschweige das Schulfest.

Man könnte nun spekulieren, dass es damals eventuell eine Fortsetzung gegeben hätte, wenn es zwischen der Mangaka und dem Anime-Team nicht zu Meinungsverschiedenheiten gekommen wäre. Letztendlich bleiben den Fans nur noch die Möglichkeit, sich die Manga-Reihe zu kaufen, wenn man gerne das Ende der Geschichte erfahren möchte.

© 1998 M. TSUDA・HAKUSENSHA/GAINAX・KAREKANO-DAN・TV TOKYO・MEDIANET
This edition (P) 2017 Nipponart GmbH

Kare Kano – Collector’s Edition

49,95 €
Kare Kano – Collector’s Edition
7.3

Handlung

7.0 /10

Konzept

7.5 /10

Deutsche Umsetzung

8.0 /10

Bild und Animation

5.0 /10

Soundtrack

8.0 /10

Verpackung und Extras

8.5 /10

POSITIV

  • Schöner Soundtrack
  • Süße Liebesgeschichte
  • Deutsche Synchronisation
  • Interessante Anime-Adaption

NEGATIV

  • Offenes und enttäuschendes Ende