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Genocidal Organ | Steelbook Collector’s Edition

Achtung: Die Aussagen in dieser Rezension reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht die von Anime2You und seiner Partner.

Das Animationsstudio Manglobe (bekannt für ihre Werke wie z. B. »Deadman Wonderland«, »Ergo Proxy« und »GANGSTA.«) veröffentlichte 2017 den Anime-Film »Genocidal Organ«. In Deutschland wurde der Film von KAZÉ lizenziert und am 30. März 2018 in einer Steelbook Collector’s Edition (DVD + Blu-ray) veröffentlicht. Seine Premiere feierte »Genocidal Organ« hierzulande bereits am 25. April 2017 in einigen deutschen und österreichischen Kinos. Wir durften uns für euch die Steelbook Collector’s Edition vom Film ansehen. Ob uns der dritte Teil der großen »Project Itoh«-Trilogie überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

Jahr: Japan, 2017
Genre: Military, Sci-Fi, Psychological
Publisher: KAZÉ
Laufzeit: ca. 114 Minuten
FSK: 16
Ton: DTS-HD Master 5.1 (BD)
Dolby Digital 5.1 (DVD)
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch

die saat des chaos

Im Jahr 2015 wird Sarajevo durch eine Atombombe ausgelöscht. Die Industrienationen beschließen aus Angst vor dem Terrorismus daraufhin, die Freiheit der Bevölkerung für mehr Sicherheit zu opfern. Während dadurch regelrechte Überwachungsstaaten entstehen, tobt in den Entwicklungsländern zunehmend das Chaos. Als die Welle aus Bürgerkriegen und Völkermord immer größere Ausmaße annimmt, wird Captain Clavis Shepherd von den Special Forces zusammen mit seinem Team auf die Jagd nach dem mysteriösen Amerikaner John Paul geschickt. Wo immer er den Regierungen der Welt seine Dienste anbietet, bricht wenig später eine Hölle aus Krieg und Gewalt los. Schnell verfolgt Shepherd eine heiße Spur in Prag und vermutet, dass John Paul nur durch eine besondere Sprache diese Blutbäder auszulösen vermag. Doch kann tatsächlich ein Mann allein die Welt aus den Angeln heben?

Meiner Meinung nach hat KAZÉ mit »Genocidal Organ« einen durchaus interessanten militärischen Action-Film lizenziert, der leider im Laufe der Handlung an Spannung verliert. Im Vergleich zu »The Empire of Corpses« und »Harmony« finde ich persönlich »Genocidal Organ« am schwächsten.

Die Anime-Adaption von »Genocidal Organ« basiert auf den gleichnamigen Roman von Satoshi Itoh alias Project Itoh. Der Film feierte seine Premiere am 3. Februar 2017 in Japan. Hierzulande präsentierte KAZÉ »Genocidal Organ« am 25. April 2017 in einigen deutschen und österreichischen Kinos. Im Handel ist der Film seit dem 30. März 2018 in einer Steelbook Collector’s Edition erhältlich.

Die Light-Novel von »Genocidal Organ« (OT »Gyakusatsu Kikan«) erschien im Jahr 2007. Vom 10. April 2015 bis zum 22. September 2017 erschien zudem eine Manga-Adaption zu seiner Reihe. Die Adaption umfasst insgesamt drei Bände und die Zeichnungen kamen von Gatou Asou (»009 Re:Cyborg«).

deutsche umsetzung

Für die deutsche Umsetzung von »Genocidal Organ« beauftragte KAZÉ – wie bei »The Empire of Corpses« und »Harmony« – die Oxygen Sound Studios (»Fairy Tail«). Anders als bei den anderen beiden Filmen, führte diesmal Sven Plate (»Totally Spies!«) die Dialogregie. In den Hauptrollen waren Rainer Fritzsche (Haida, Aggretsuko) als Clavis Shepherd, Viktor Neumann (Alan Harper, Two and a Half Men) als John Paul und Giuliana Jakobeit (Ran Mori, Detektiv Conan) als Lucia Škroupova zu hören. Den kompletten Sprechercast könnt ihr euch hier ansehen.

Wie in den beiden anderen »Project Itoh«-Filmen wurde von den Oxygen Sound Studios eine gute deutsche Synchronisation geliefert. Die Charaktere wurden allesamt sehr passend besetzt und konnten in ihren jeweiligen Rollen überzeugen. Mein Highlight bei der deutschen Besetzung war definitiv Viktor Neumann. Ihn kennt man als die deutsche Stimme von Alan Harper aus »Two and a Half Men« und er hat sehr gut auf den Charakter John Paul gepasst.

Ihr könnt euch »Genocidal Organ« in deutscher Synchronisation oder aber auch in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln ansehen. Die Untertitel hier sind weiß gefüllt und schwarz umrandet.

bild und animation

Die Anime-Adaption von »Genocidal Organ« entstand im Animationsstudio Manglobe (»Deadman Wonderland«, »Ergo Proxy«, »GANGSTA.«) unter der Regie von Shukou Murase (»GANGSTA.«). Das Charakterdesign kam von redjuice (»Guilty Crown«). Der Film basiert auf die gleichnamige dritte Novel von Satoshi Ito (Künstlername »Project Itoh«).

Bei KAZÉ erscheint der Film im Format 16:9 mit einer Auflösung von 1920 x 1080 auf Blu-ray. In den ersten Minuten fällt einem bei »Genocidal Organ« der Kontrast zwischen den Charakteren und den Hintergründen massiv auf. Während die Hintergründe recht detailreich sind und mit kräftigen Farben zu überzeugen wissen, wirken die Charaktere an sich sehr blass und wurden durchschnittlich animiert.

soundtrack

Für den Soundtrack bei »Genocidal Organ« war Yoshihiro Ike (»B: The Beginning«) zuständig. Der gesamte Film an sich wurde recht optimal musikalisch untermalt. Im gesamten betrachtet war der Soundtrack eher durchschnittlich. Beim Abspann hören wir den Song »Reloaded« vom japanischen Pop-Duo »EGOIST«. Bei dem Duo handelt es sich um Ryo, dem Songschreiber von »supercell«, und der Sängerin Chelly. Das Duo steuerte z. B. auch den Anime-Serien »Psycho-Pass« und »Kabaneri of the Iron Fortress« diverse Songs bei.

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verpackung und extras

»Genocidal Organ« wurde von KAZÉ in einer Steelbook Collector’s Edition veröffentlicht. In dieser Edition befindet sich der Film jeweils auf DVD und Blu-ray. Das Cover der Steelbook Edition wird von Clavis Shepherd geziert. Leider gibt es bei der Collector’s Edition keinerlei Extras. Auf der Disc selbst befinden sich nur drei Anime-Trailer.

fazit

Meiner Meinung nach hat KAZÉ mit »Genocidal Organ« einen durchaus interessanten militärischen Action-Film lizenziert, der leider im Laufe der Handlung an Spannung verliert. Im Vergleich zu »The Empire of Corpses« und »Harmony« finde ich persönlich »Genocidal Organ« am schwächsten.

Der Film an sich fängt interessant an und hat auch viele gute Themen, die leider nicht vollends ausgeschöpft wurden. Auf die Genozide wurde aus meiner Sicht wenig eingegangen – vor allem wie es dem mysteriösen Amerikaner John Paul gelang diese auszulösen. Hier wurde das Thema an sich nur erwähnt und danach begab man sich auf direkte Suche nach dem Verbrecher. Etwas besser lief dafür der Part mit den emotionslosen Soldaten, die dadurch ihre Missionen besser ausführen sollen.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr von »Genocidal Organ« enttäuscht. Es fing spannend an und es hätte auch sehr gut werden können, wie die beiden anderen »Project Itoh«-Filme, aber hier wurde einfach nicht das Potenzial ausgeschöpft. Vor allem hat »Genocidal Organ« eine Laufzeit von knapp zwei Stunden, die weitestgehend nicht optimal genutzt wurde. Neben der schwachen Handlung konnte der Film zudem in Sachen Bild und Animation nicht so ganz überzeugen. Das einzig positiv war bei mir jetzt nur die deutsche Umsetzung, die den Unterhaltungsfaktor alleine aber nicht tragen konnte.

©Project Itoh / GENOCIDAL ORGAN

Genocidal Organ

34,95 €
Genocidal Organ
6.3

Handlung

5.0 /10

Konzept

5.0 /10

Deutsche Umsetzung

8.0 /10

Bild und Animationen

6.0 /10

Soundtrack

6.5 /10

Verpackung und Extras

7.5 /10

POSITIV

  • Deutsche Synchronisation

NEGATIV

  • Keine Extras