Das Herz einer Hexe – Band 1 | Manga

Achtung: Die Aussagen in dieser Rezension reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht die von Anime2You und seiner Partner.

Bei Square Enix erschien von 2012 bis 2016 die achteilige Fantasy-Reihe »Das Herz einer Hexe« (Majo no Shinzou) von matoba. Hierzulande sicherte sich Altraverse die Lizenz am Manga und veröffentlicht diesen seit November 2018. Wir durften einen Blick in den ersten Band werfen. Ob uns die Reise der unsterblichen Hexe Mika und ihrem Gefährten, einer verzauberten Laterne, nach ihrem Herzen und ihrer Schwester überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

Jahr: Japan, 2012
Genre: Fantasy
Publisher: Altraverse
Mangaka: matoba
Typ: Manga
Bände: 8

das herz einer hexe

Über 400 Jahre sind vergangen, seitdem der Hexe Mika ihr Herz gestohlen wurde. Seit jeher streift sie in Begleitung mit ihrem Gefährten Lumière, einer verzauberten Laterne, umher. Als unsterbliche Hexe steht sie zwischen dem Reich des Lebens und des Todes. Verdammt für die Ewigkeit zu leben, ohne je die Erlösung zur erhalten. Auf der Suche nach ihrem eigenen Herzen und ihrer Schwester verstreichen die Jahre. ‚Gefangen‘ im Körper eines jungen Mädchens, ist es ihr durch die Unsterblichkeit nicht möglich zu altern. Während die Jahre vergehen, verschwinden auch die Menschen, mit denen sie in ihrer kurzen Lebenszeit interagiert hat. Die Melancholie und Einsamkeit sind ebenso ihre Begleiter, wie die daraus resultierenden Fragen wie »Bin ich wirklich hier?« und »Bin ich wirklich lebendig?«.

Der Genuss der Erlösung wird ihr nur zuteil, wenn sie ihr eigenes Herz findet. Während ihrer langen Reise trifft sie auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Menschen. Ihr primäres Ziel ist es nicht ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Doch da die Zeit für sie keine Rolle spielt und sie die Fähigkeiten besitzt, unterstützt sie ihre Mitmenschen wo es nur geht. Stets mit einem melancholischen Blick und einem gewissen Abstand hinterlässt sie in den Erinnerungen der lebenden Menschen ihre Fußspuren. Durch ihre Taten wird bereits das Gerücht über eine umherwandernde, blasse Hexe, die mit einer sprechenden Laterne reist, verbreitet…

matoba

matoba ist am 27. Dezember geboren. Ihr Sternzeichen ist Steinbock. In den sozialen Netzwerken ist sie bei Twitter vertreten. Bestätigte Follower können der Mangaka folgen. Mit »Das Herz einer Hexe« feiert sie hierzulande ihr Deutschlanddebüt. Ihre erste Reihe erschien von März 2012 bis Januar 2016 und wurde mit acht Bänden abgeschlossen. Davor veröffentlichte sie ihren Oneshot »Karaoke no Hi« (engl. »Karaoke Days«) im August 2009.

Nach »Das Herz einer Hexe« begann sie mit ihrer neuen Reihe »Wie es Miss Beelzebub gefällt«. Der Manga erscheint seit Juli 2015 und ist ab März 2019 ebenfalls bei Altraverse erhältlich. Die Reihe erhielt in der Herbst-Season 2018 zudem eine zwölfteilige Anime-Adaption im Studio LIDENFILMS (»LOVE and LIES«) unter der Regie von Minato Kazuto (»Akashic Records of Bastard Magic Instructor«). Hierzulande ist der Anime bei Crunchyroll zu sehen.

veröffentlichung

»Das Herz einer Hexe« erscheint bei Altraverse im Taschenbuchformat 12,8 x 18,5 cm als Softcover. Der erste Band der Reihe weist insgesamt 180 Seiten auf – die ersten zehn Seiten sind Farbseiten – und beinhaltet die Kapitel 1 bis 5 (»Der verschneite Wald«, »Das Dorf der Wasserräder«, »Ein Lied für dich«, »Die Blume am Abgrund«, »Am Tor«). Der erste Band hat eine Leseempfehlung ab 15 Jahren.

Am Ende des Bandes gibt es ein Nachwort der Mangaka sowie vier Bonusseiten. Die japanischen SFX hat der Verlag beibehalten und die deutschen Übersetzungen in unmittelbarer Nähe optisch passend gesetzt. In der Erstauflage liegt dem Band zudem ein schönes Artprint mit silberner Veredlung bei.

>> Hier gelangt ihr zur Leseprobe von »Das Herz einer Hexe«

Bildquelle: Altraverse

>> Oder einfach direkt im Altraverse-Shop erwerben

fazit

Der erste Band von »Das Herz einer Hexe« hat mich wahrhaftig verzaubert. Die Melancholie rund um die unsterbliche Hexe Mika ist den gesamten Band über gegeben. Die Darstellung der Atmosphäre sowie der Emotionen der Charaktere ist Zeichnerin matoba perfekt gelungen. Als Leser wird man regelrecht in den Bann gezogen und taucht in die Fantasy-Welt mit ein.

Der melancholische Unterton von Mika sowie ihre Distanz zu den Menschen ist mir sehr positiv aufgefallen. Diese Eigenschaft den Lesern zu übermitteln ist an sich schon schwierig genug, aber matoba ist dies vollends gelungen. Man sieht der Protagonistin förmlich die Einsamkeit in den Augen an. Durch ihr Verhalten wird das Ganze noch besser deutlich.

Schon in der Leseprobe von Altraverse wurde gezeigt, dass es in »Das Herz einer Hexe« auch deutlich zur Sache gehen kann. Im ersten Kapitel treffen wir auf eine Straßenräuberin, die ihre Opfer beraubt und tötet. Unsere unsterbliche Hexe trifft auf vielerlei gefährliche Situationen, die sie jedoch mit ihren Kräften zu überwinden weiß.

Mir persönlich hat der erste Band von »Das Herz einer Hexe« ausgesprochen gut gefallen. Die Zeichnungen von matoba sind wunderschön anzusehen. Besonders gefällt mir einfach der melancholische Unterton in dieser Reihe. Wir begleiten unsere Protagonistin auf ihrer Reise um die Erlösung vom unsterblichen Leben zu erhalten. Ein bittersüßes Ende ist bereits vorprogrammiert.

© 2012 matoba / Square Enix CO., LTD.
© Altraverse GmbH – Hamburg 2018

Das Herz einer Hexe – Band 1

7,00 €
Das Herz einer Hexe – Band 1
8,7

Handlung

8.5 /10

Konzept

8.5 /10

Lesefluss

8.5 /10

Zeichnungen

10.0 /10

Veröffentlichung

8.0 /10

POSITIV

  • Extra
  • Zeichnungen
  • Melancholischer Unterton
  • Emotionen werden sehr gut dargestellt