Review: Ajin – Demi-Human | Manga

Ajin-Beitrag

Im Sommer präsentiert uns Egmont Manga ein neues Highlight aus ihrem Programm. Bei »Ajin – Demi Human« handelt es sich um einen Action-Manga von Tsuina Miura und Gamon Sakurai. Der Manga erscheint in Japan seit 2012 und bislang wurden 5 Bände veröffentlicht. In Deutschland erscheint das Werk am 05. Juni 2015, und ob es uns überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.

© 2015 Egmont Verlagsgesellschaften mbH
Jahr:Japan, 2012
Deutschland, 2015
Genre:Action
Publisher:Egmont Manga
Autor:Tsuina Miura
Zeichnungen:Gamon Sakurai
Typ:Manga
Bände:bisher 5

wieso muss man eigentlich sterben?

Dieser Satz hat sich in mein Gedächtnis gebrannt, als ich Ajin gelesen habe und mich ins Grübeln gebracht. Kei Nagai scheint ein ziemlich normaler Schüler zu sein, doch er hat ein großes Ziel, denn er möchte Arzt werden. So möchte er seine Sommerferien lieber mit lernen verbringen, als mit seinen Freunden, um dieses Ziel zu erreichen und ein »wertvoller Mensch« zu werden. Doch nicht alles in der Welt in der Kei lebt scheint normal zu sein. In seiner Welt gibt es nämlich sogenannte Ajin. Woher diese Wesen kommen und was ihr Zweck ist, weiß keiner. In einer Szene im Klassenzimmer wird uns von Kens Lehrer erklärt, dass der erste Ajin vor 17 Jahren in Afrika auftauchte. Er war ein Soldat und die Einheimischen nannten ihn den »Gotteskrieger«. Als die US-Streitkräfte ihn festnahmen, wurde auch klar, warum, denn dieser Mann war buchstäblich unsterblich. Man versuchte zwar diesen Fund zu verheimlichen, doch er war einfach zu groß dafür. Viele Menschen dachten sich die wildesten Theorien aus, woher dieses Wesen stammen könnte und einige behaupteten sogar es sei ein Alien. Nur eine Sache wurde mit der Zeit klar. Ajin waren für Menschen nicht gefährlich, da es bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen gemeldeten Fall gab, bei dem Ajin Menschen Schaden zufügten. Dennoch scheinen die Menschen einen Groll gegen diese Lebewesen zu hegen, sodass sie gejagt werden, um Experimente an ihnen durchzuführen. Der Clou ist aber, dass man einen Ajin erst erkennen kann, wenn er stirbt. Also wissen selbst Ajin nicht, dass sie welche sind, bevor sie einmal gestorben sind. Bislang wurden 47 Ajin weltweit entdeckt, von denen zwei in Japan sind. Als Kei sich anschließend auf den Weg nach Hause macht, verfällt er in Gedanken und erinnert sich an eine Begegnung aus seiner Kindheit. Er hat dort einen schwarzen Geist gesehen. Völlig in Gedanken versunken, läuft Ken über die Straße und wird von einem Lastwagen erfasst. Und nun passiert das, womit ihr wahrscheinlich schon gerechnet habt, Kei überlebt. Offenbar ist er ein Ajin und seine Freunde hetzen die Polizei auf ihn. Kei, der nicht weiß, wem er noch vertrauen kann, greift zu seinem letzten Mittel und ruft seinen Kindheitsfreund Kaito an. Seitdem seine Mutter ihm damals verboten hatte mit ihm zu spielen, haben sich die Beiden nicht mehr gesprochen. Doch als Kaito ans Telefon geht ist für ihn die Sache klar. Er wird Ken helfen, vor der Polizei zu fliehen. Gemeinsam fahren die Beiden mit Kaitos Motorrad in die Berge. Mittlerweile wurde auf Kei ein großes Kopfgeld ausgesetzt und neben der Polizei ist nun auch ein Wissenschaftler und andere Ajins hinter ihm her. Werden die Beiden es schaffen zu entkommen? Worum handelt es sich bei diesen mysteriösen Ajin? Und wie kommt Kei mit dem Ganzen klar?

Der erste Band enthält die ersten fünf Kapitel von Ajin. In diesen fünf Kapiteln wird sowohl die Handlung als auch die Atmosphäre des Manga gut etabliert und umgesetzt. Die Handlung von Ajin finde ich persönlich sehr spannend und interessant. Wie sich die Geschichte weiterentwickelt bleibt abzusehen, doch wurden schon einige Schienen gelegt, die einen erwartungsvoll stimmen.

tsuina miura und gamon sakurai

Die Genies hinter Ajin sind Tsuina Miura, der für die Handlung verantwortlich ist, und Gamon Sakurai, der sich um die Zeichnungen kümmert. Ich muss sagen die beiden haben hier ein wirklich tolles Werk hingelegt, das neben sehr guten Storytelling auch einen wirklich sehr guten Zeichenstil bietet. Das Charakterdesign von Gamon Sakurai kann sich sehen lassen, auch wenn ich mir besonders bei Kaito vielleicht ein bisschen weniger Smileys gewünscht hätte. Der Zeichenstil überzeugt vor allem mit seinen klaren Linien und der Größe der Panels. Ich mag es wenn sich Mangaka Platz nehmen und nicht unnötig viel Text auf eine Seite quetschen, wie es mir beispielsweise oft bei One Piece oder Attack on Titan vorkommt, aber das ist ein anderes Thema. Tsuina Miura schafft es eine spannende Handlung zu gestalten und legt im ersten Band bereits viele Schienen für die Zukunft der Geschichte. Die Anzahl der Fragen, die sich mir aufwarfen, war enorm, wodurch das warten auf Band 2 zur echten Herculesaufgabe wird. Die Handlung profitiert besonders von der düsteren Machart und erschafft eine gewisse Atmosphäre, die Gamon Sakurai perfekt mit seinen Zeichnungen einfängt.

review_ema

extra

Hat schon mal jemand von euch einen japanischen Manga gekauft? Falls ja werdet ihr festgestellt haben, dass diese oft einen Umschlag haben, so wie bei uns normale gebundene Bücher. Ich weiß nicht, ob es das bei Mangas bislang in Deutschland gab, aber hier hat Egmont tatsächlich für einen solchen Umschlag, in der Erstauflage, gesorgt. Ich finde die Idee einfach toll, denn wir alle kennen das Problem von verstaubten Manga die zu lange im Regal liegen. Und das ist nicht alles, denn der Umschlag wird aufgeklappt zu einem coolen Poster. Ich werde es allerdings weiterhin als Schutzumschlag verwenden. Auf dem Bild seht ihr, wie das ganze aussieht.

Ajin-Schutzumschlag

fazit

Mit Ajin hat sich EMA hier ein wirkliches Highlight für den Sommer gesichert. Sowohl Handlung als auch Optik konnten mich vollends überzeugen und machen Hunger auf den nächsten Band. Es erinnert mich ein wenig an Big Order! von Sakae Esuno, der auch bei EMA erscheint. Doch dies hier ist eine wesentlich düstere Version. Besonders die Szene in der Kei vom Lastwagen erfasst wird ist ein Beispiel für den Horror, der uns noch zu erwarten scheint. Die mysteriösen Ajin und die Welt, in der die Geschichte spielt, werfen immer neue Fragen auf, weshalb die Spannung erhalten bleibt und das Warten auf den zweiten Band zur Geduldsprobe wird. Wenn ich dann noch das exklusive Schutzumschlag-Poster dazunehme, wird Ajin zum Pflichtkauf für mich.

9

Kommentare

1 Kommentar zu "Review: Ajin – Demi-Human | Manga"

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LeFürscht
Gast

Klingt spannend, wird ausgecheckt! Danke für die Rezension!