Trivia: Sieben verbotene Mangas

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Es ist wieder Mal Zeit für ein wenig unnützes Wissen. Auch dieses Mal haben wir die Weiten des Internets nach interessantem Trivia für euch durchforstet und wurden bei den Kollegen von AnimeNewsNetwork fündig.

Wusstet ihr eigentlich schon, dass manche Mangas in bestimmten Regionen der Welt verboten sind? Das »Death Note«-Verbot in China dürfte eventuell bekannter sein, doch trotzdem ist die ganze Sache ziemlich heftig, oder?

Was haltet ihr davon? Schreibt es uns in die Kommentare!

7 manga7. Ultraman: The Ultra Power (Malaysia)
Letztes Jahr hat Malaysia den »Ultraman: The Ultra Power«-Manga wegen der Benutzung des Wortes »Allah« verboten. Der Begriff wurde genutzt um den Helden mit Gott zu vergleichen, was den Malaysiern offenbar gar nicht geschmeckt hat. Die Regierung äußerte sich dazu wie folgt: »Ultraman ist das Idol vieler Kinder« und ihn mit Allah zu vergleichen würde »junge Muslime verwirren und ihren Glauben schädigen«. Das Besitzen des Manga kann zu einer Haftstrafe von drei Jahren oder einer Geldstrafe von US$6100 führen.

6 manga6. Pokémon (Saudi Arabien)
»Pokémon« wurde in Saudi Arabien bereits 2001 verboten, nachdem eine religiöse Organisation eine sogenannte Fatwa einreichte, weil das Franchise Glücksspiel bewerben würde und zionistische und christliche Symbole enthalten soll. Zur Zeit des Verbots war die Welt gerade im Pokémon-Hype, weshalb diese Entscheidung viel Kritik erntete. Das Sammelkartenspiel war besonders beliebt und Teil des Glücksspielvorwurfs.

 
5 manga5. Death Note (China)
Die Regierung von Beijing charakterisierte den Manga über Light Yagami, der übernatürliche Methoden nutzt um Kriminelle zu ermorden, als eine »illegale, furchterregende Publikation« und sprach das Verbot von »Death Note« und anderen Horror-Stories aus um die »physische und mentale Gesundheit« der Schüler und Studenten zu schützen. Der Manga erregte Aufmerksamkeit als Notizbücher aufkamen, die wie das namensgebende »Death Note« aussahen. In New Mexico versuchten Eltern Death Note aus ihrem Schuldistrikt zu verbannen, doch der Antrag wurde abgelehnt. Einen ähnlichen Antrag stellten russische Eltern an Vladimir Putin.

4 manga4. Barefoot Gen (verschiedene japanische Schulen)
Einst als Lehrmaterial verwendet um den Horror des Zweiten Weltkriegs zu zeigen, wurde »Barefoot Gen« aus einigen Schulen in Japan verbannt, wegen zu hoher Gewalt oder abfälligen Bemerkungen. So wurden auch schnell nationalistische Motive vermutet, trotzdem wurden die Kopien beispielsweise von den Schulen aus Izumisano und Matsue verbannt. Ebenfalls versuchte eine Gruppe den Manga aus Hiroshima zu verbannen, wegen der ihrer Meinung nach »einseitigen Erzählung«. Am Ende wurden bei 13 lokalen Regierungen Anträge eingereicht, den Manga aus Schulen und Büchereien zu verbannen.

3 manga3. Dragon Ball (Öffentliche Schulen in Wicomico, Maryland)
Ein Mitglied des örtlichen Gemeinderats schaffte es den »Dragon Ball«-Manga aus Grund- und Mittelschulen, im Jahr 2009 in Maryland, zu verbannen. Grund dafür waren »sexuelle Inhalte«, sowie spezielle Szenen die »Nacktheit, sexueller Kontakt zwischen Kindern, sowie sexueller Kontakt zwischen Erwachsenen und Kindern«. 1999 beschrieb ein Elternteil den »Dragon Ball Z«-Manga, den er seinem vier Jahre alten Sohn be TOYS R US gekauft hat, als »Softcore Porno« und die Bücher wurden teilweise aus den Geschäften in den USA genommen. Nach diesem Ereignis begann VIZ den Manga zu zensieren.

2 manga2. Manga, 60 Years Of Japanese Comics (San Bernardino County, Kalifornien)
Paul Gravetts Kompendium über die Geschichte des Manga wurde aus Büchereien in San Bernardino County in Kalifornien verbannt, nachdem ein Elternteil sich über den Inhalt beschwert hat. Der Grund war das in dem Buch »einige Szenen waren, die man für unangebracht hielt, besonders eine die den Geschlechtsakt mit einem riesigen Hamster zeigt«. Das Buch wurde daraufhin aus den Büchereien der Stadt entfernt.

 
1 manga1. Welcome to Sugar Pot (Japan)
Yuzupons Manga war einer der Ersten, die nach dem neuen Gesetz für eine gesunde Entwicklung von Jugendlichen eingezogen wurde. Andere Werke waren z.B. »Oku-sama wa Shougakusei« und der inzest-romance Manga »Aki Sora«. Beide wurden ebenfalls aus dem Druck genommen, als das neue Gesetz in Kraft trat, auch wenn »Oku-sama wa Shougakusai« gelang mit der Hilfe von Ken Akamatsu online fortgesetzt zu werden. Auch Mangas wie »To Love-ru -Trouble- Darkness« und »Yosuga no Sora« wurden überprüft. Ob noch mehr Manga das gleiche Schicksal erleiden bleibt abzuwarten.

Quelle: ANN

Kommentare

9 Kommentare und Antworten zu "Trivia: Sieben verbotene Mangas"

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Gio
Gast

Auch in Deutschland haben es einige Mangas auf die Liste der jugengefährdenden Medien geschafft. Diese Titel dürfen nur noch »unter der Ladentheke« verkauft werden – wobei der Verkauf an Minderjährige ebenso verboten ist wie das mitbringen in die Schule. Dazu zählen 2 Hellsing-Bände, aber auch eine Ausgabe des SailorMoon-Comics.

Chrizzly
Gast

Sailor Moon? Welcher denn? Das würde mich interessieren :-)!

LeFürscht
Gast

Es handelt sich um die Ausgabe 21/2000 des Sailor Moon-Comicmagazins, das in düsterer Vergangenheit im Ehapa-Verlag erschienen ist und die TV-Folgen in Comicform wiedergab. In der Geschichte »Freunde finden ist schwer« trifft Chibiusa auf einen Jungen, der vor ihr (als kleine Shin-chan-Referenz) die Hosen herunterlässt, was eine entsprechend schockierte Reaktion nach sich zieht. Anschließend bekommt der Bengel von seiner Mutter dafür noch eins auf die Nuss. Und für alle, die sich fragen, was daran so schlimm sein soll: Der Antragsteller sowie das komplette aus 12 Personen bestehende Gremium der Bundesprüfstelle haben in dieser Szene eine Vergewaltigung gesehen! Ein deutliches Zeichen dafür, dass a) all die Jahre Pornos gucken zum Broterwerb seine Spuren hinterlassen hat, b) man sich in völliger Unkenntnis des Mediums befand und c) der Verlag auch nicht weiter dagegen vorging, denn einem Einspruch hätte diese Entscheidung kaum standgehalten. Allerdings ist letzteres verständlich, denn die Entscheidung erging im April 2001, als das Heft schon seit etlichen Monaten nicht mehr im Handel befand.

Kudo
Gast

Das Heft hatte ich, ich hatte nur damals leider die Anspielung auf Shin Chan nicht verstandenxDD

blonbury
Gast

Den ersten Band von Finder kann man in Deutschland auch nicht mehr kaufen, weil er zu bondage – lastig und zu brutal ist.

Kadyrova
Gast

Wobei sich fast niemand dran hält , was ich ja echt zum Lachen finde. Ich habe Finder (trotz 2 Wochen Lieferzeit) für 6,95 € als 1.Auflage beim Thalia gekauft 🙂 Und ich bin sogar minderjährig.

David
Gast

Hellsing Ultimate wurde komplett zensiert

Gio
Gast

Die ersten vier Volumes von Hellsing Ultimate sind komplett unzensiert. Auch Volume 5 bis 10 sollen laut Nipponart ungeschnitten und unzensiert veröffentlicht werden.

Vanessa
Gast

Die haben im Ernst Pokémon verboten? Oh Mann, ich hab in der Grundschule auch die Karten gesammelt und mit anderen gespielt, aber deswegen halte ich heute auch nicht mehr von Glücksspielen … Und sorry, auch der Manga ist doch relativ harmlos, wenn auch definitiv deutlich heftiger als der Anime. Dragonball ist auch lächerlich, alleine schon die Mutter – Man kauft einem Vierjährigen auch nicht Dragonball, der ist viel zu jung für den Manga XD Und warum sich so viele über die angeblichen Softcore-Porno-Inhalte aufregen verstehe ich auch nicht, da haben manche Leute wohl echt keinen Humor, zumal es im Manga selbst um etwas komplett anderes geht.