Nach Piraterie-Klage: Kodansha erhält 160 Millionen Yen Schadensersatz

Bereits Anfang der Jahres haben wir darüber berichtet, dass drei Betreiber der japanischen Manga-Piraterie-Webseite »Haruka Yume No Ato« Gefängnisstrafen erhielten, nachdem diese im Fall einer Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden wurden. Daraufhin verklagte der japanische Verlag Kodansha die bereits Verurteilten zusätzlich auf Schadensersatz.

Nun gab das Bezirksgericht in Osaka in einer Pressemitteilung bekannt, dass man in diesem Fall zugunsten des Klägers entschieden hat. Die drei Betreiber der illegalen Webseite müssen daher einen Schadensersatz in Höhe von 160 Millionen Yen (ungefähr 1,33 Millionen Euro) an Kodansha zahlen.

Schaden im Wert von 73,1 Milliarden Yen

An dem Fall arbeiteten neun Polizeibehörden sowie die Verlage Kadokawa, Kodansha, Shueisha, Shogakukan, Square Enix und Hakusensha, um die Verantwortlichen der Seite zur Rechenschaft zu ziehen. Die Webseite »Haruka Yume no Ato« soll laut der Association of Copyright for Computer Software über 73,1 Milliarden Yen (ungefähr 587 Millionen Euro) Umsatzeinbußen verursacht haben.

Im Oktober 2018 gab die japanische Regierung bekannt, dass man fortan härter gegen Piraterie von Manga und Anime vorgehen will und somit auch gegen Webseiten vorgeht, die Links zu anderen Webseiten anbieten, die illegale Inhalte enthalten (wir berichteten).

Quelle: ANN
©2011 笹本祐一/朝日新聞出版・モーレツ宇宙海賊製作委員会

Kommentare

7 Kommentare und Antworten zu "Nach Piraterie-Klage: Kodansha erhält 160 Millionen Yen Schadensersatz"

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Irgendein Typ
Gast

Ich liebe das Thumbnail, das passt so gut xD

Dru
Gast

Nur haben diese drei Piraten keinen Grund zur Freude. 😀

Irgendein Typ
Gast

Das stimmt wohl ^^

Kigeki
Gast

In Deutschland sollte man sich da auch mal mehr drum kümmern. Ich treffe wirklich selten Leute die Anime legal schauen. 80% der Leute, die ich kenne, die Anime schauen, kennen nichtmal Crunchyroll. Das einzige was die Leute kennen ist Netflix und für die meisten ist das wohl auch die einzig existierende Platform um legal zu schauen. Alles was es nicht bei Netflix gibt wird bei bs oder anim4you geschaut weil sich entweder nicht informiert wird, wo es legal ist, oder weil es die Leute kein Stück interessiert. Da wundert es mich nicht das Kazé und co. ihre Titel an Netflix verhökern, denn so kriegen wenigstens die Discs ein wenig mehr aufmerksamkeit (habe tatsächlich unter Trailern von Kazé schon gelesen das Leute das bei Netflix geschaut haben und danach die Discs gekauft haben) weil ja jeder Netflix schaut. Ich hab sogar das Gefühl das Anime in Deutschland langsam im Mainstream ankommt, nur weil Netflix immer mehr hinzufügt. Denn bei »derzeit beliebt« bei Netflix tauchen immer häufiger und immer mehr Anime auf (aktuell z.B. Hunter x Hunter, Magmell, Galactic Heroes, Free, Devils Line, Tales of Zestiria und noch einige mehr). Bei »Beliebt auf Netflix« sind auch nicht gerade wenige Anime mit drin

Robin
Gast

Würde mich nicht wundern wenn die Typen den Schadensersatz mal eben aus der Portokasse zahlen. Das meiste von dem ergaunerten Geld liegt bestimmt auf irgendwelchen geheimen Konten im Ausland und wartet, bis es abgeholt wird.

W.K
Gast

Wie will man eigentlich überhaupt Umsatzeinbusen berechnen?

Ich mein man kann ja nicht einfach behaupten, dass jeder, der illegal Inhalte auf solchen Seiten ziehen, auch garantiert ohne diese Möglichkeiten das Zeug legal beschafft hätte.
Kostenlos nehmen nunmal leute viel mehr mit als wenn es nicht kostenlos wäre, wie bei Apps zum beispiel.

KuroKenshin
Gast

Dummheit wird bestraft! 😉