Review: The Devil is a Part-Timer Vol. 1 – 4 – Blu-ray

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Mit »The Devil is a Part-Timer« lädt der Teufel persönlich zum »Fast Food« ein, genauer gesagt ins »Mg Ronald«. In der neuen Anime-Serie, die uns »Anime House« nun endlich komplett in Deutschland zur Verfügung stellt, geht es nämlich genau darum, denn der Teufel ist ein Teilzeitangestellter.

Story:
Ganz Ente Isla zittert vor Satan, dem grausamen und schrecklichen Dämonenfürsten. Nur die Heldin Emilia wagt es, sich ihm und seinen dunklen Horden entgegen zu stellen. Bei dem schicksalhaften Kampf wird Satan gemeinsam mit seinem General Alciel in eine fremde Dimension verschlagen – das Tokyo unserer Gegenwart. Stark geschwächt müssen die beiden Dämonen jetzt irgendwie über die Runden kommen und so nimmt Satan unter dem Namen Sadao Maoh einen Teilzeitjob in einem Fast-Food-Laden an. Doch Emilia ist den beiden Dämonen in die fremde Welt gefolgt, um sie endgültig zu vernichten. Und sie scheint nicht die einzige zu sein …

Bewertung: Screen shot 2013-05-04 at 7.04.21 PM
Bevor ich nun meine Meinung zum Anime selbst und auch zum Drumherum schildere, würde ich gerne direkt mal damit starten, über die deutsche Umsetzung zu schreiben. Diese ist hervorragend und toppt sogar das japanische Original. Man hat es geschafft, dem Ganzen eine Aufwertung zu geben. Einerseits hat man sich wesentlich mehr Sprüche und Witze überlegt, andererseits sogar den Mut gehabt Dialekte, die im Original für uns vielleicht gar nicht rauszuhören waren, auch ins Deutsche zu bringen.

Daniel Käser in der Hauptrolle hat sichtlich Spaß und trifft genau den richtigen Ton, Corinna Dorenkamp ist wie immer hervorragend und auch die weiteren Besetzungen wie Moira May, Uwe Thomsen oder Tom Raczko überzeugen und sind passend gewählt.

Kommeusssssrln wir nun zum Anime an sich, bisher hat »Anime House« bei seiner Auswahl zumindest für Abwechslung sorgen können. Arcana Famiglia ging eher Richtung Action, Tari Tari war ein schönes Drama und »The Devil is a part-Timer« eine waschechte Komödie. Ob man hier richtig lachen kann oder die Serie nur ein müdes Schmunzeln hervorruft, ist natürlich Geschmackssache. Über Humor lässt sich bekanntlich streiten, oder?

Ich persönlich hatte mit dem Burger bratendem Teufel meinen Spaß, mehr sogar als mit der Konkurrenz von der »Krossen Krabbe«, der wenn man ehrlich ist schon länger die Luft ausgeht. Allein schon dieses Szenario ist schön bescheuert, auf sowas kommen auch nur die Japaner, genauer gesagt Satoshi Wagahara, der sich für die »Light Novels« verantwortlich zeichnet.

Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten, doch ich konnte mich bei diesen 13 Episoden wunderbar unterhalten lassen.ucccrl

Die Story ist allein schon positiv abgedreht, bietet ein sehr sympatischen Haufen von Hauptcharakteren und kommt auch mit der nötigen »Portion« Selbstironie daher. Ich habe mich, wenn auch ehrlich gesagt ein paar Folgen wie »Filler« wirken, was bei einer Serie von 13 Folgen eigentlich überflüssig ist, köstlich amüsiert. So gibt es natürlich auch ein paar klischeehafte Episoden und Möpse für die gute Quote. Ein kurzweiliger Leckerbissen für zwischendurch eben.

urdd33333333333333lBild, Ton und Extras:
Für die Animationen ist das Studio White Fox verantwortlich, die schon Akame Ga Kill oder Jormungand produzierten. Flüssig, bunt und abwechslungsreich. Da gibt es nichts zu meckern. Der Style gefällt mir. Soundtechnisch ist die Teufelsküche ebenfalls gelungen, Opening und Ending sind potenzielle Ohrwürmer und auch sonst wird jede Situation von der Musik passend untermalt. Jedes Volume enthält ein Booklet, sowie einen Bierdeckel. Auf der Disc selbst dann nur noch Intro und Outro ohne Credits.

Allgemeines:
Ich bin sehr gespannt, in was für eine Richtung sich der Publisher entwickelt. Mit »Jormungand« wird man einen recht anspruchsvollen und erwachseneren Anime nach Deutschland bringen. Ich bin gespannt, wohin die Reise geht und werde euch dahingehend natürlich auf dem Laufendem halten.

Wenn ihr euch einen ersten Eindruck machen wollt, schaut mal bei Clipfish vorbei, dort könnt ihr euch die einzelnen Folgen kostenlos anschauen. Die Blu-rays stelle ich mir allerdings gerne in die Sammlung.

>> Hier könnt ihr euch die Serie auf DVD oder Blu-ray bestellen

Die Review zusätzlich als Video:
https://www.youtube.com/watch?v=KcyJhv6akHk

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Regisseur: Naoto Hosoda
Sprache: Deutsch (DD 2.0), Japanisch (DD 2.0)
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Anime House
Erscheinungstermin: 31. Oktober 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: ca. 90 Minuten (pro Vol.)

Kommentare

3 Kommentare und Antworten zu "Review: The Devil is a Part-Timer Vol. 1 – 4 – Blu-ray"

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Stefan Weber
Mitglied

Sevendubs? Bekommt bei dir jeder hochskalierte 720p Anime eine 5/5 Bewertung beim Bild? Ich ziehe immer einen Stern ab, wenn es kein natives Full HD bei der Blu-ray ist 🙂

Se7endubs
Gast

Nein, aber für die Umstände der Produktion kann die Blu-Ray nichts!
Das Bild ist wunderbar scharf, schöne Farben & Kontraste, die Schwarzwerte sind perfekt, angenehme Durchzeichnung, man merkt stetig das man hier wirklich HD schaut!

Wäre doch genauso als wenn ich einem Film wie beispielsweise »Die Verurteilten« auf Blu-Ray keine 5/5 gebe weil die Technik dort beim Dreh noch nicht ausgereift war, aber die Blu-Ray aus dieser fast alles herausholt! 🙂

Larissa
Gast

Der Anime hat mirsuper gefallen und die Synchronisation ist Perfekt. Habe die Serie auf Clipfish gesehen, daher habe ich mir erst mal die Sargprinzessin gekauft.