Review: Crimson Five – Band 1 | Manga

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Am 13.07.2015 veröffentlicht TOKYOPOP den ersten Band von Riku Shinodas und Kazutaka Kodakas »Crimson Five«. Das Werk das durch die Zusammenarbeit von »Danganronpa«-Mastermind Kazutaka Kodaka und dem Debütanten Riku Shinoda entstanden ist, hat außerdem ein Charakter-Design von »Blood Lad«-Schöpfer Yuuki Kodama spendiert bekommen. Ob uns der erste Band überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.

© 2015 TOKYOPOP GmbH
Jahr:Japan, 2013
Deutschland, 2015
Genre:Shounen
Publisher:TOKYOPOP
Autor:Kodata Kazutaka
Zeichnungen:Shinoda Roku
Charakter-Design:Yuuki Kodama
Typ:Manga
Bände:3

crimson five

Die Kyuren High ist eine reine Jungenschule, doch wenn das schon alles wäre würde sie nicht den Ruf genießen, den sie hat. Sie ist eine der berüchtigsten Schulen Japan, denn hier treffen krassesten Schlägertypen des Landes zusammen. Und eben weil sich hier nur die schlimmsten und gefährlichsten Schüler aller Zeiten einfinden ist die Kriminalitätsquote höher, als an jeder anderen Schule des Landes. Hier wo die Raufbolde aus ganz Japan aufeinander treffen, so heißt es, soll die Luft mit dem Gestank von tiefrotem Blut getränkt sein. Deshalb wird sie von Gangs aus der Umgebung ehrfurchtsvoll die »Crimson High« genannt.

An genau diese Schule geht Raku Itsushima, der noch nicht ahnen sollte, was ihn vor der Schule erwartet. Denn in seiner Abwesenheit kam eine mysteriöse Schönheit vor das Schulgebäude und mobilisierte alle Raufbolde der Schule mit einem Megafon. Der Stärkste von ihnen sollte vortreten, doch natürlich hielt sich jeder selbst für den Stärksten. Sie flüchtete aufs Dach, wo sie auf den Stärksten warten würde, während auf dem Hof eine riesige Schlägerei startete. Als Raku an der Schule ankam, wusste er nicht, was los war, bis ihm ein Schüler, der sich als Fumito Tsukumo vorstellte, einweihte. Doch Raku hatte diesen Typen noch nie gesehen, was kein Wunder war, weil das sein erster Tag zu sein schien. Von sich selbst überzeugt stürzte sich Raku dann ins Getümmel, doch wie Fumito beobachten konnte, war er eher schwach. Doch er lässt sich nicht unterkriegen und stürzt sich immer wieder ins Getümmel. Als die anderen langsam die Schnauze voll haben, überlassen sie ihm den Sieg. Doch auf dem Dach warten noch einige starke Gegner auf ihn, jedenfalls dachte er das. Doch oben angekommen war der Einzige der noch übrig war Fumito. Als die beiden gerade aufeinander losgehen wollen, unterbricht die mysteriöse Schönheit sie.

Da werden sie auch schon von einem seltsamen gigantischen Typen angegriffen, der offenbar nach Harmony, der mysteriösen Schönheit, sucht. Sie erklärt den beiden, dass sie von einem Planeten kommt, der von diesen sogenannten »Gears« zerstört wurde. Dabei handelt es sich um Maschinen-Menschen, die offenbar einen Planeten nach dem anderen platt machen. Nun haben sie sich die Erde vorgenommen und Harmony hat Raku und Fumito ausgewählt, um diese zu beschützen. Dazu gibt sie ihnen sogenannte »Boost Suits«, die sie verstärken, damit sie gegen die Gears ankommen. Wie werden Raku und Fumito sich entscheiden?

kazutaka kodaka und riku shinoda

Während Riku Shinoda, zumindest nach meiner Internetrecherche, ein recht unbeschriebenes Blatt zu sein scheint, ist Kazutaka Kodaka niemand Geringeres als das Mastermind hinter Danganronpa. Sicher kennen einige von euch die Spiele und wissen um ihre Qualitäten, die besonders in der Handlung liegen. Wenn man dazu noch Yuuki Kodama nimmt, der das Charakter-Design gemacht hat, und den viele von euch für »Blood Lad« kennen dürften, entsteht eine gewisse Erwartungshaltung. Leider muss ich sagen, dass ich wohl ein wenig zu viel erwartet habe, aber dazu mehr im Fazit.

Die Zeichnungen und das Charakter-Design haben mir relativ gut gefallen. Besonders die Gears sind wunderbar gelungen und passen wunderbar in diese verrückte Welt. Auch die Handlung ist für einen Shounen-Manga sehr solide und weiß sich vom Einheitsbrei abzusetzen. Kazutaka Kodaka hat hier mal wirklich etwas anderes gemacht und das Risiko scheint sich ausgezahlt zu haben. Müsste ich den Manga mit einem anderen vergleichen, würde ich ihn wohl am ehesten mit »Beelzebub« vergleichen.

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fazit

»Crimson Five« ist ein solider Shounen-Manga, der sich mit seinem Setting und Charakteren vom Einheitsbrei absetzt. Das Charakter-Design von Yuuki Kodama spielt dabei eine große Rolle und hat hohen Mehrwert für den Manga. Doch auch Riku Shinoda hat gute Arbeit geleistet und besonders bei den Action-Panels gezeigt, was er drauf hat. Natürlich trägt auch die Handlung von »Danganronpa«-Mastermind Kazutaka Kodaka dazu bei, aus »Crimson Five« ein ganz besonderes Erlebnis zu machen. Ich muss jedoch sagen, dass ich wohl ein wenig zu viel von dem guten Mann erwartet habe und dementsprechend ein wenig enttäuscht war. Aber bitte versteht das nicht falsch, denn »Crimson Five« hat mir durchaus gefallen. Doch für ein »typisches« Werk von Kazutaka Kodaka müssen wir uns wohl bis zum dritten Teil von »Danganronpa« gedulden.

»Crimson Five« ist mit drei Bänden in Japan abgeschlossen. Wenn ihr Lust auf einen guten Shounen-Manga habt, der an mancher Stelle an »Beelzebub« erinnert, könnte »Crimson Five« genau das Richtige für euch sein.

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