Review: 31 I Dream – Band 2 | Manga

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Sicherlich kennen viele von euch Arina Tanemura schon. Und alle die sie nicht kennen wissen spätestens, wer sie ist, nachdem man ihr bekanntestes Werk genannt hat, denn die Gute war für »Jeanne die Kamikazediebin« verantwortlich. Nun hat TOKYOPOP den zweiten Band ihres neuen Werkes 31 I Dream veröffentlicht, und ob uns dieser überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review!

© 2015 TOKYOPOP GmbH
Jahr:Japan, 2014
Deutschland, 2015
Genre:Josei
Publisher:TOKYOPOP
Autor:Arina Tanemura
Zeichnungen:Arina Tanemura
Typ:Manga
Bände:bisher 2

die feuerprobe

Nachdem Chikage von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Tokita, der für ein Pharmaunternehmen arbeitet, die Verjüngungspille 31 I Dream erhalten hat, kann sie, wenn sie diese einnimmt, ein weiteres Mal 15 Jahre alt sein. Direkt am ersten Abend wird sie von einem Vertreter aus dem Showbusiness dazu gebeten einen Werbespot mit dem Popstar Hibiki zu drehen, der zufällig genauso aussieht wie ihr Oberschulschwarm Haru. Unter dem neuen Namen Akari möchte Hibiki sie nun als Popstar herausbringen und sie soll ein weiteres Mal das Popsternchen Yuko ersetzen. Dabei scheint sie eine neue Seite an Haru kennenzulernen, während Tokita sie weiter aus dem Hintergrund unterstützt.

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Im zweiten Band erfahren wir mehr über die Schulzeit und Vergangenheit von Tokita, der offenbar in der Schule gemobbt wurde. Die einzigen Ausnahmen in der Klasse waren Chikage und Haru, auch wenn sie die Klassensprecher waren, doch das war Tokita egal. Er verliebte sich in Chikage, doch diese war in Haru verliebt. Bis zum heutigen Tag sind diese Gefühle Teil von ihm, weshalb er Chikage so tatkräftig unterstützt. Doch diese scheint sich bereits in Hibiki, ihren neuen Produzenten, verliebt zu haben.

Doch plötzlich taucht Yuko wieder auf und sie stehen vor einem Problem. Yuko hat bereits ein Album in Produktion mit dem Song, den Chikage im Fernsehen performt hat, und diese kann nichtmehr gestoppt werden. Also beschließt Hibiki, dass beide den Song veröffentlichen und gegeneinander antreten. Durch Zufall erfährt Chikage währenddessen, dass Hibiki offenbar eine Freundin hat. Entschlossen folgt sie ihm bis nach Hause, um festzustellen, dass diese Freundin am Telefon nur seine kleine Schwester war. Er lebt mit seinen vier Geschwistern alleine und hat diesen Job nur, damit er sich um sie kümmern kann. Chikage ist von seinem Einsatz gerührt und auch Hibiki scheint ihr Besuch gefallen zu haben, denn er lädt sie dazu ein, jederzeit wieder vorbeizukommen.

Doch dafür hat sie keine Zeit, denn sie muss gegen Yuko auf einem Event antreten. Nachdem sie mit Tokita einen ganzen Tag nach Klamotten dafür gesucht hat, ist es so weit. Doch offenbar ist das Duell gegen Yuko nicht genug, denn Ru, ihr Tanzlehrer, tritt auch noch auf den Plan. Und als wäre all das nicht genug ist der Organisator dieses Events, die Firma für die Haru arbeitet. Wird sie es schaffen gegen Yuko zu gewinnen und wird Haru merken, wer sie wirklich ist? Was hat Ru vor, welche Gefühle hegt Hibiki und was ist mit Tokita, der eigentlich eine Freundin hat, aber trotzdem immer für sie da ist?

arina tanemura

Ich persönlich hatte bis auf 31 I Dream leider noch gar keinen Kontakt zu Manga von Arina Tanemura, doch ich denke die ein oder andere Folge »Jeanne die Kamikazediebin« hat hier fast jeder gesehen. Ich finde ihren Zeichenstil wirklich sehr schön. Er ist zwar sehr Shoujo, jedoch ohne dabei wirklich aufdringlich zu werden. Die Charaktere sind toll gestaltet und besonders Chikage und Tokita haben mir vom Design sehr gut gefallen. Auch die Persönlichkeiten der Charaktere sind wirklich gut gelungen und passen perfekt in dieses Setting.

Als Extra gibt es dieses Mal ein sehr informatives Interview mit Arina Tanemura, welches uns einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt gibt. Dies kompensiert ein wenig die fehlende Kolumne in »31 I Dream«, die ich beispielsweise in »Sommer der Glühwürmchen« sehr schätze.

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fazit

Auch der zweite Band von »31 I Dream« startet vielversprechend. Die Vergangenheit von Tokita, dem meiner Meinung nach interessantesten Charakter, wird beleuchtet und wir erfahren warum er Gefühle für Chikage hegt. Allerdings verliert sich das Ganze danach irgendwie, denn plötzlich taucht Haru auf, von dem ich gedacht hätte, dass er abgehakt ist. Und dann scheint auch noch Ru Gefühle für sie zu entwickeln. Offenbar soll sowohl Tokita als auch Hibiki einen Rivalen haben, als wären sie einander nicht schon genug Rivale. Dazu kommt dann noch die unglaubliche Unentschlossenheit von Chikage, die immer dem Nächstbesten nachschmachtet, was das Ganze für mich zu stark in die Reverse-Harem-Ecke schiebt.

Nach dem ersten Band war ich recht begeistert, doch leider war dieser Band in meinen Augen deutlich schwächer. Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die auf genau dieses Ergebnis aus waren, doch ich finde bei einem solchen Setting brauch es definitiv keine vier Kerle die um die Protagonistin buhlen. Ich hoffe das sich das Ganze mit der Zeit etwas sondiert, kann es mir aber nicht wirklich vorstellen. Trotzdem hat mich der zweite Band unterhalten und ich werde weiter dranbleiben.

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