Review: Bilder der Liebe – Einzelband | Manga

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© 2015 TOKYOPOP GmbH
Jahr:Japan, 2013
Deutschland, 2015
Genre:Romance
Publisher:TOKYOPOP
Autor:Akaza Samamiya
Zeichnungen:Akaza Samamiya
Charakterdesign:Akaza Samamiya
Typ:Manga
Bände:1

Die Mangakarin Akaza Samamiya ist in Deutschland bereits mit zwei Werken, den beiden »Boy Love«-Mangaserien »Vogekäfig-Syndrom« und »Bloody Mary«, vertreten. »Bilder der Liebe« ist somit ihr erstes Werk in Deutschland, dass sich nicht um Boy Love dreht.

Vom Unglück verfolgt

Sakurako zeichnet für ihr Leben gern, jedoch ist ihr Zeichenstil sehr eigen. Als sie in der Mittelstufe im Kunstunterricht ein Porträt ihrer Schulfreundin Ruri zeichnen soll, ist diese von dem Endergebnis so schockiert, dass sie weinend aus der Schule stürmt und von einem Auto erfasst wird. Als auch andere Mitschüler sich darüber beschweren, dass ihnen etwas schlechtes widerfährt, nachdem sie Sakurakos Bilder gesehen haben, kursiert das Gerücht, dass Sakurakos Bilder Unglück bringen würden.

Sakurako wird deswegen gemieden und sie selbst hält ihre Bilder unter Verschluss. Zur Oberstufe wechselt sie die Schule, zeigt dennoch niemanden ihre Bilder. Vom Schulwechsel erhofft sie sich endlich wieder Freunde zu finden. Aber aufgrund ihrer lange Zeit in Isolation hat sie vergessen, wie man auf Menschen zugeht.

Die erste Person, die sie kennenlernt, ist der beliebte und künstlerisch begabte Akiharu, der Sakurakos Zeichenblock findet und ihre Bilder wegen ihrem ungewöhnlichen Zeichenstil sehr ansprechend findet.

Ehe Sakurako sich versieht, sind die beiden für das kommende Schulfest in einer Gruppe, die ein Papiertheater machen wollen. Sakurako soll dafür die Charaktere zeichnen.
Sakurako, die davon überzeugt ist, dass ihre Bilder weiterhin Unglück bringen, wird von Akiharu überzeugt, es dennoch zu tun. Ab da an zeichnen die beiden immer in der Zeichenschule von Yoshi, Akiharus Cousin, an dem Papiertheater und kommen sich immer näher. Schafft Sakurako irgendwann wieder vertrauen in ihre Bilder zu finden?

Akaza Samamiya

Akaza Samamiya hat einen klassischen Shoujostil. Große Kulleraugen und kantige Gesichtszüge. Ihr Zeichenstil ist luftig und leicht, zeitweilig, passend zu den Storys, melancholisch, niemals unpassend zu der Situation. An vielen Stellen lässt sie jedoch den Hintergrund weg. Nur einzelne Panels weisen dann daraufhin, wo sich die Story abspielt. Die Aufteilung der Seiten ist jedoch gut gewählt und unterstützt diese leeren Hintergründe. Im Vergleich zu anderen Shoujo-Mangas benutzt sie nicht zu viele Rasterfolien.
Besonders die kolorierte Seite am Anfang hat mir sehr gefallen. Auf weitere Extras wurde verzichtet.

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Fazit

Akaza Samamiya betont in einem kurzen Kommentar, dass sie viel Spaß beim Zeichnen des Mangas hatte, jedoch ansonsten nie wirklich Shoujo-Mangas gezeichnet hat. Das merkt man dem Werk an. Jede Geschichte in dem Manga ist für sich selbst geschlossen. Akaza Samamiya hat sich dafür entschieden, weil es drei Paare in dem Manga gibt. Jedes Paar hat dabei ihre eigenen Probleme mit der Liebe. Es gibt die naive und introvertierte Sakurako, die ihre Gefühle nicht versteht, die ruppige Hotaru, die Probleme hat, ihre weibliche Seite zu zeigen und stattdessen immer kalt und hart erscheint und den jungen Yukinojo, der schnell groß werden will, um seine Liebe zu beschützen. Dadurch entsteht eine durchweg melancholische Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt und ehe ich mich versah, hatte ich den Manga durch und dieser hinterließ den Wunsch mehr lesen zu wollen.

Mir hat das Band gefallen und es hat Akaza Samamiya für mich zu einer interessanten Mangakarin gemacht, die ich weiter verfolgen werde.

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