Review: Sword Art Online Re: Hollow Fragment | PS4

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In Vorbereitung auf den kommenden Titel »Sword Art Online: Lost Song« hat Bandai Namco Entertainment nun »Sword Art Online: Hollow Fragment« für die PlayStation 4 neu aufgelegt. Das Spiel kam ursprünglich für die PlayStation Vita raus und erntete besonders wegen der Übersetzung einige kritische Stimmen. Zwar gibt es in »Re: Hollow Fragment« auch keine deutsche Übersetzung, aber die englische Übersetzung wurde komplett überarbeitet. Die Grafik wurde auf die PS4 angepasst und alle DLC-Inhalte stehen zur Verfügung. Was wir von diesem Remake halten, erfahrt ihr in unserem Review.

Jahr:2015
Genre:RPG
Publisher:BANDAI NAMCO Games Europe
Studio:BANDAI NAMCO Games
USK:12
Plattform:PS4

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Die meisten von euch werden »Sword Art Online« sicher kennen, doch für diejenigen unter euch die den Anime vielleicht noch nicht gesehen haben möchte ich eine kurze Zusammenfassung geben. Wir begleiten den Charakter Kirito, der im neuen und ersten VRMMO mit dem Namen »Sword Art Online« unterwegs ist. Er war bereits Betatester und endlich ist die Vollversion auf den Markt gekommen, was er natürlich ausnutzen möchte. Als er mit einem anderen Spieler Monster jagt, merken die beiden plötzlich, dass der Log-out-Button verschwunden ist. Alles was sie versuchen funktioniert nicht und auch einen Gamemaster zu kontaktieren gelingt den beiden nicht. Plötzlich wurden sie in die Mitte der Stadt der Anfänge teleportiert, wo sich offenbar alle Spieler versammelt hatten. Eine mysteriöse Gestalt ist aufgetaucht und hat sich als Kayaba Akihiko zu erkennen gegeben. Er begann den Spielern zu erklären, dass sie nun in dem Spiel gefangen seien. Wer im Spiel stirbt, stirbt in der Realität ebenfalls. Wie dies möglich ist? Durch das NerveGear, das jeder Spieler für das VRMMO auf dem Kopf trägt. Auch ein Versuch der Familie den Helm abzunehmen, würde das Ableben des Spielers bedeuten. Die Spieler hatten also nur eine Wahl: Sie müssen sich durch alle 100 Ebenen der fliegenden Festung Aincrad kämpfen und das Spiel besiegen, um wieder zu ihrer Freiheit zu gelangen.

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Wer »Sword Art Online« gesehen oder gelesen hat, weiß, dass nun die Stelle käme, wo Kirito auf der 75. Ebene nach dem Bosskampf herausfindet, dass Heathcliff Kayaba Akihiko ist und ihn besiegt, wodurch alle Spieler zurück in die reale Welt können. »Sword Art Online Re: Hollow Fragment« bedient sich dort einem alternativen Hergang um Platz für die Handlun zu schaffen. Nach Kiritos Sieg gegen Kayaba Akihiko kommen die Spieler nämlich nicht frei, sondern müssen auch die restlichen Ebenen bestreiten und die Bosse besiegen. Außerdem findet Kirito durch einen Zufall ein geheimes Gebiet im Spiel namens »Hollow Area«, wo er auf das mysteriöse Mädchen Phillia trifft, die ebenfalls in dieser Ebene gelandet ist und dort feststeckt.

saorhf_screens_05Die beiden werden von einem Skull Reaper angegriffen, dem Bossmonster mit dem Kirito bereits auf der 75. Ebene vor seinem Kampf mit Heathcliff Bekanntschaft machen durfte. Auch wenn eher widerwillig schließt sich Phillia temporär mit Kirito zusammen, um gegen das Monster zu kämpfen. Kirito ist erleichtert, als er merkt, dass der Skull Reaper nicht so stark ist wie sein naher Verwandter und so gelingt es den beiden, das Biest zu überwältigen. Nach dem Kampf erscheint über Kirito ein seltsames Symbol, dass Phillia sofort zu erkennen scheint. Eine riesige Sphäre schwebt über der Hollow Area, die etwas mit diesem Symbol zutun zu haben scheint.

Offenbar hat Kirito sich mit diesem Symbol als einziger Spieler dazu qualifiziert sich frei zwischen Aincrad und der Hollow Area zu bewegen. Als er Asuna und den anderen Mädels davon erzählt, wollen diese auch in diese mysteriöse Hollow Area, doch Kirito kann nur eine Person mit sich nehmen. Nun haben wir die Wahl: Werden wir erst die restlichen Ebenen bestreiten oder gehen wir in die Hollow Area um ihre Rätsel zu lösen?

gameplay

saorhf_screens_08»Sword Art Online Re: Hollow Fragment« kombiniert den Charme einer Visual Novel mit einem typischen JRPG. Wer sich auf die Reise durch Aincrad und die mysteriöse Hollow Area machen möchte, muss in Kauf nehmen, eine Menge Zeit mit Lesen zu verbringen. Die Events sind ein elementarer Bestandteil der Handlung und komplett japanisch vertont. Ob nun eine Runde Texas Holdem um einen Tag mit Kirito zu gewinnen oder Gespräche mit den Mädels, »Re: Hollow Fragment« bietet viel Fanservice. Teilweise sind diese Gespräche auch wirklich interessant und durch die überarbeitete Übersetzung auch lesenswert, allerdings nimmt das Ganze irgendwie ein wenig Überhand. Dazu kommt das die Charaktere, aber besonders Asuna, teilweise nicht ihrem Charakter getreu sind. Besonders für Leser der Novels ist das ziemlich schade. Auch wenn man solche Gespräche und Events zumindest mögen sollte, um dem Spiel etwas abzugewinnen, kann man diese auch einfach überspringen, da sie auch oft irrelevant sind.

saorhf_screens_07Neben diesen zahlreichen und fast endlos wirkenden Dialogen haben wir die Möglichkeit uns offen in der Welt von Aincrad zu bewegen. Wir können in den Städten herumlaufen, aber auch in die Welt hinaus um uns dort den Dungeons zu stellen und im Labyrinth den Bossraum zu finden. Auf unserem Weg sind wir natürlich nicht alleine unterwegs, sondern können uns einen Partner aus den zahlreichen Mädchen, die Kirito für sich gewinnen konnte, wählen. Ich bin natürlich mit Asuna losgezogen, auch weil sie den höchsten Level hat. Wir können und müssen einige Quests erledigen, die besonders im späteren Verlauf recht ermüdend werden, weil sie sich ständig wiederholen. Außerdem erwarten uns einige wirklich unschöne Frame-Probleme in »Re: Hollow Fragment«, doch kommen wir zum Kampfsystem.

skill- und kampfsystem

saorhf_screens_09»Sword Art Online: Re Hollow Fragment« bietet ein gigantisches Skillsystem mit zahllosen Skills und Fähigkeiten, die freigeschaltet werden können. Dabei konzentrieren sich manche auf Schaden, andere auf Boosts und wieder andere auf passive Effekte, wie z.B. mehr Lebenspunkte. Ein Grund, weshalb es so viele Fähigkeiten gibt, sind die unzähligen verschiedenen Waffentypen die ausgerüstet werden können und alle ihren eigenen Skillbaum haben. Natürlich werden die meisten Kiritos bekannten »dual-wielding« Skill nutzen wollen, der einem später sogar ermöglich Starburst Stream einzusetzen, doch auch Äxte, Rapiere, Säbel und sogar Zweihandschwerter sind eine mögliche Alternative. Diese Waffen könnt ihr kaufen, finden oder sogar selbst herstellen.

saorhf_screens_04Auch wenn die Swordskills bis auf die jeweilige Animation und den Schaden kaum Unterschiede bieten, macht es sehr viel Spaß diese freizuschalten und einzusetzen. Da ihr wie schon vorhin erwähnt in einer Gruppe von zwei Personen unterwegs seid, könnt ihr auch Swordskills mit eurem Partner kombinieren und so Kettenangriffe auslösen. Ihr werdet oft auch von eurem Partner aufgefordert diverse Aktionen durchzuführen, um den Gegner zu stunnen oder auch den allseits bekannten Switch. So entsteht ein strategisches Kampfsystem, das sehr belohnend und teilweise auch schwer sein kann. Denn besonders im späteren Verlauf reicht es nicht mehr aus einfach die ganze Zeit den gleichen Knopf zu drücken und zu hoffen, dass der Gegner umfällt.

saorhf_screens_06Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Bosskämpfe am Ende jedes Floors. Im Gegenteil zu den normalen Kämpfen, gibt es eine große Menge an NPCs die am Kampf teilnehmen, um diesen realistischer wirken zu lassen. So müssen wir nicht nur auf unseren Partner, sondern auf viele weitere Personen im Kampf achten, während wir uns im Kampf mit dem Boss befinden. Dadurch werden die Kämpfe zwar recht chaotisch, aber sie fühlen sich super an, weil man das Gefühl hat, dort tatsächlich gegen einen übermächtigen Gegner anzutreten.

fazit

Mit »Sword Art Online Re: Hollow Fragment« gab Bandai Namco Entertainment Spielern, die bislang keine Chance hatten »Hollow Fragment« zu spielen, die Chance das Spiel in einer besseren, überarbeiteten Version auf der PlayStation 4 nachzuholen. In »Re: Hollow Fragment« begleiten wir Kirito und seine Freunde in ein Aincrad, aus dem sie nicht entkommen konnten, nachdem Kirito Heathcliff besiegt hat, sondern die erst die restlichen Ebenen bestreiten mussten. Der Aufhänger mag für den ein oder anderen zwar komisch erscheinen, funktioniert in dieser Welt aber recht gut.

Leider hält sich »Re: Hollow Fragment« zu lange mit diversen Events zwischen den Charakteren auf, was für einige ein Grund zum Feiern, für andere jedoch eine Geduldsprobe werden kann. Was mich noch sehr gestört hat, waren die ewigen Ladebildschirme in der Openworld, die nach winzigen Arealen aufeinanderfolgten. Nichtsdestotrotz bietet »Re: Hollow Fragment« eine schöne Spielwelt, wie man sie sich immer für ein solches Spiel gewünscht hat. Das Kampfsystem ist intuitiv und macht Spaß, während ein sehr motivierendes Skillsystem mit vielen verschiedenen Skillbäumen für unzählige Waffen dem Kampsystem den rücken deckt. Auch die Events sind großteils lustig und für Fans der Serie, die Geduld mitbringen, ein weiteres Highlight dieses Spiels. Wenn »Lost Song« die kleinen Schwächen von »Re: Hollow Fragment« in den Griff bekommt, erwartet uns ein fantastisches Spiel.

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Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung eines Testmusters!

© REKI KAWAHARA/ASCII MEDIA WORKS/SAO Project
© BANDAI NAMCO Games Inc.

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