Review: Sun-Ken Rock – Doppelband 3 | Manga

sun-ken-rock-3-beitrag

Am 10. August 2015 veröffentlichte TOKYOPOP den dritten Band von Boichis Gangster-Manga »Sun-Ken Rock«. Wir durften uns auch diesen ansehen und ob uns der Manga weiterhin überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.

© 2015 TOKYOPOP GmbH
Original:サンケンロック
Jahr:Japan, 2006
Deutschland, 2015
Genre:Action
Publisher:TOKYOPOP
Autor:Boichi
Zeichnungen:Boichi
Typ:Manga
Bände:bisher 22

das casino

Ken Kitano und seine Gang sind zurück! Zwar scheinen sich alle wieder langsam in den Alltag eingelebt zu haben, doch stillstand ist für eine Gang keine Option. Tae-Soo scheint aus alten Zeiten den Vorsitzenden der sogenannten Fine Corporation zu kennen, da sein Vater früher eng mit diesem zusammengearbeitet hat. Die Fine Corporation ist eine der zehn größten Industriefirmen Koreas und mit ihren Fabriken sind sie in fünf Ländern im Bauwesen, im Finanz- und Vertriebssektor, in der Schwerindustrie und nicht zu vergessen in der Waffenindustrie tätig. Den Vorsitzenden genau dieses Unternehmens möchte Tae-Soo nun mit Ken besuchen, um vielleicht wieder in ein geschäftliches Verhältnis mit dieser zu kommen. Dem Vorsitzenden scheint Ken jedoch nicht zuzusagen und so verjagt er nach einem Wutausbruch Kens die beiden wieder. Er sollte nicht ahnen, dass er schon bald ihre Hilfe benötigen sollte.

Kurz nach dem Verschwinden von Ken und Tae-Soo erhält der Vorsitzende einen Anruf von seinem Sohn, welcher sich mit den Worten »Ich habe Schande über dich gebracht.« meldet. Dieser sollte eigentlich per Flugzeug aus Amerika ankommen, doch er hat seinem Vater etwas verschwiegen. Er ist nämlich mit seinen Freunden bereits einige Tage vorher gelandet und hat seine amerikanische Staatsbürgerschaft genutzt, um eine Sause im sogenannten »Imperial Casion« zu feiern. Das »Imperial Casino« ist eines der größten in ganz Asien und steht nur Ausländern zur Verfügung, wegen dem Glücksspielgesetz in Korea. Dort bekam er ein kostenloses Zimmer gestellt, doch das Glücksspiel lief nicht so gut. Er verlor insgesamt 700.000€ dabei, flippte aus und wurde aus dem Hotel geschmissen. Eine solche Respektlosigkeit will sein Vater nicht durchgehen lassen.

Nachdem der Vorsitzende seine Rache genommen hat, kommt es jedoch dazu das er ins Visier gerät und er zuletzt sogar durch den Chef des »Imperial Casinos« ersetzt wird. Er sieht keinerlei anderen Weg mehr und verlangt nach Ken. Diesem bietet er seine Unterstützung an, wenn er das Casino für ihn erobert. Doch das Casino hat selbst fünf gefährliche Söldner eingestellt, die es verteidigen sollen. Wird Ken Kitano zusammen mit »Sun-Ken Rock« es schaffen, das Casino zu erobern? Einige harte Kämpfe warten auf unsere Helden.

boichi

Auch beim dritten Band entführt uns Boichi wieder in die düstere Welt von Gangstern und Gangs in Korea. Dieses Mal gibt es sogar den Anfang eines scheinbar größeren Arcs, der trotz Doppelband nicht ganz reingepasst zu haben scheint. Leider wird dabei die am Ende des zweiten Bands angeschrammte Handlung um Yumin und ihre Familie erst einmal komplett ignoriert, was ich schade fand, da mir irgendwie immer noch das große Ziel in »Sun-Ken Rock« zu fehlen scheint. Auch im dritten Band wirkt Ken eher antriebslos und lässt sich von seiner Gang mitschleppen. So wirkt der Arc um das Imperial Casino vorerst wie ein Filler, könnte jedoch auch die ersten Schienen für einen größeren Plot legen. Wie es letztendlich weitergeht, erfahren wir erst in Band 4.

Natürlich hat Boichi-sensei wieder einige lustige Anekdoten im Extrateil für uns parat. Dieses Mal geht es um Requisiten, die er benötigte, um sie richtig zeichnen zu können. Natürlich musste wieder seine Crew ran und in verschiedensten Posen für ihn Modell stehen. Einfach nur super, mit welcher Offenheit dort Sachen gezeigt und geklärt werden.

review_tokyo

fazit

Der dritte Band von »Sun-Ken Rock« ignoriert die am Ende des zweiten Bandes angerissene Handlung und setzt die Segel für einen völlig neuen Arc. Tae-Soo versucht die Geschäftsbeziehungen der Gang auszubauen und möchte daher den alten Kontakt seines Vaters, den Vorsitzenden der Fine Corporation, nutzen. Dieser hat jedoch keine Verwendung für sie und schickt sie fort, weil Ken laut ihm keine Manieren habe. Nachdem sein Sohn Schulden beim Imperial Casino gemacht hat und rausgeschmissen wurde, geht er auf einen Rachefeldzug, der seine Folgen haben sollte. Er verliert seinen Posten und kann sich an niemand anderen als Ken und seine Gang wenden, die er bittet das Casino zu erobern. Doch das scheint sich als schwerer herauszustellen, als Team »Sun-Ken Rock« zuerst dachte.

Boichi-sensei schafft es hier ein weiteres Mal eine packende und spannende Handlung aufzubauen. Die düstere Untergrundwelt Koreas, die er weiterhin als Setting verwendet, trägt stark dazu bei und schafft eine düstere Grundeinstellung. Natürlich wird das ganze wieder humoristisch durch Ken ein wenig entkräftet, doch das macht auch den Reiz an »Sun-Ken Rock« aus. Ich hätte mir gewünscht, dass vielleicht ein wenig mehr auf die Geschichte um Yumin eingegangen wird, weil der momentane Arc sich ein wenig wie ein Filler anfühlt. Durch die vielen nötigen Erklärungen wird außerdem der Lesefluss ein wenig gebremst. Vielleicht legt Boichi-sensei hier aber auch nur die Schienen, die für eine größere Handlung benötigt werden. Ich bin gespannt und kann »Sun-Ken Rock« weiterhin jedem empfehlen, der einen Manga für »Erwachsene« sucht.

81

Kommentare

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar