Review: Onechanbara Z2: Chaos | PS4

Onechanbara-Z-Chaos

Am 28. August 2015 veröffentlichte NIS America den Titel »Onechanbara Z2: Chaos« in Europa für die PlayStation 4. Dabei handelt es sich um den Nachfolger des PS3-Titels »OneeChanbara Z ~ Kagura ~« und der ersten Lokalisierung eines »Onechanbara«-Spiels seit « OneChanbara: Bikini Zombie Slayers« im Jahr 2009. Ob uns der Hack and Slay-Titel überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.

Jahr:2015
Genre:Action, Hack and Slay
Publisher:NIS America
Studio:Tamsoft
USK:18
Plattform:PS4

zombieapokalypse mal anders

Die Geschichte von »Oneechanbara Z2: Chaos«… wie war das eigentlich noch mal? Irgendwo in einer Welt, die offenbar einer Zombieepidemie zum Opfer gefallen ist, treiben sich die beiden Schwestern Aya und Saki herum, die das sogenannte »Baneful Blood« in sich tragen, treffen eines Tages auf die Vampirschwestern Kagura und Saaya. Offenbar bekriegen sich die beiden Blutlinien bereits seit geraumer Zeit und so fangen auch sie an sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen. Was sollte man auch Besseres zutun haben während einer Zombieepidemie? Als der Kampf sich seinem Höhepunkt nähert, werden die Geschwister jedoch von der Verlobten eines gewissen »Pyramid Head« unterbrochen. Diese reißt den Boden der Kampfarena auf, sodass die vier ins Ungewisse stürzen. Während sie fällt, scheint Kagura jedoch noch die Drahtzieherin des Ganzen zu erkennen. Unten angekommen beschließen die vier jungen, halbnackten Mädels das Kriegsbeil zumindest vorerst ruhen zu lassen und stattdessen gemeinsam Rache an der Dame zu nehmen, die sie in diese Situation gebracht hat. Auf dem Weg erwarten und Horden von Zombies, Dämonen und sonstigen Mutanten, die wir mit vielen Effekten in diversen Kämpfen um die Ecke bringen dürfen.

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Ich denke die Handlung dürfte für die meisten eher nebensächlich sein, da der erste Teil von »Oneechanbara Z« nie im Westen erschienen ist. Es ist verwirrend, wird seltsam erzählt und erinnert größten Teils an einen 80er-Jahre-Trashfilm. Ich bin mir Nichtmal sicher ob alles was ich dort oben von mir gegeben habe richtig ist. Es ist jedenfalls ziemlich durchgeknallt und trägt den Beinamen »Chaos« nicht umsonst. Doch kommen wir zum Gameplay, dem primären Kaufgrund für dieses Spiel.

gameplay

OnechanbaraZ2Chaos_05Das Herzstück von »Oneechanbara Z2: Chaos« ist zweifellos das Kampfsystem. Dieses würde ich am ehesten mit Bayonetta vergleichen, da es sich hier ebenfalls um ein »Hack and Slay« handelt. Je nach Stage bekommen wir Charaktere in die Hand gedrückt, zwischen denen wir im Kampf hin- und herwechseln können. Jede Kämpferin hat ein eigenes Moveset und eigene Waffen zwischen denen wir ebenfalls im Kampf wechseln können. So kämpft Saaya beispielsweise mit einer Kettensäge und ihre Fäusten, während Kagura mit zwei Schwertern oder zwei Äxten kämpft. Dazu kommen noch ein paar Spezialfähigkeiten, die im Kampf aktiviert werden können, wenn diverse Leisten durchs Kämpfen aufgefüllt wurden.

OnechanbaraZ2Chaos_04In den verschiedenen Levels müssen wir uns einer Vielzahl von Gegnern stellen. Von Zombies bis zu Werwölfen, Ghouls oder Dämonen. Oft treffen wir auf eine Vielzahl dieser zum gleichen Moment und können uns erst im Level weiterbewegen, wenn wir alle besiegt haben. Das Spiel ist recht brutal gehalten und oft teilen wir die Gegner in zwei Hälften oder schneiden ihnen diverse Körperteile ab. Diese Gegner droppen sogenannte »Yellow Orbs«, die wir gegen diverse Combos oder neues Gear eintauschen können. Nach jedem Level wird unsere Leistung benotet. In diese Note fließen Faktoren ein wie die Zeit, die ihr gebraucht habt, die Anzahl an Items die ihr benutzt habt, der verursachte Schaden und der bekomme Schaden. All dies kann die Note positiv oder negativ beeinflussen.

grafik und langzeitmotivation

OnechanbaraZ2Chaos_01Wir haben die nächste Generation erreicht, und auch wenn gute Grafik mit Sicherheit kein Muss für ein gutes Spiel ist, muss man zugeben das »Oneechanbara Z2: Chaos« einfach kein schönes Spiel ist. Offenbar haben die Entwickler wirklich viel Arbeit in die Hauptcharaktere gesteckt, die dementsprechend auch gut aussehen. Auch die Kostüme für die vier Mädels sind gelungen und dürften für den ein oder anderen ein Augenschmaus sein. Alles andere wie die Texturen im Level oder die Gegner sind leider nicht so gelungen. Die matschigen Horden von Standardgegnern wurden offenbar mit so wenig Details belassen, wie nur möglich war und auch die Bossgegner, die zwar wesentlich besser aussehen als die der Standardmatsch, lassen zu wünschen übrig. Die Level bieten wenig bis kaum Abwechslung und sind ebenfalls leider nichts fürs Auge. Wer sich nur auf die weiblichen Reize des Spiels konzentrieren möchte, hat es dafür umso leichter.

OnechanbaraZ2Chaos_06»Oneechanbara Z2: Chaos« hat in der Hauptstory eine ungefähre Spielzeit von 4-5 Stunden. Das Spiele dieser Art öfter recht kurz sind, ist nichts Neues. Dafür versuchen sie mit Langzeitmotivation zu punkten, die durch ständige Wiederholung entstehen soll. Das funktioniert bei »Oneechanbara Z2: Chaos« nur mäßig, denn der größte Reiz ist wohl das Freischalten neuer Outfits für die Mädels. Ob es wirklich Leute gibt die sich rein um einen besseren Score zu bekommen noch mal durch die Matschlevels und Horden von Matschgegnern prügeln wollen, wage ich zu bezweifeln. Aber es gibt ja immer einige Leute dort draußen, die genau danach suchen.

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fazit

Was bleibt mir noch zu sagen? »Oneechanbara Z2: Chaos« mag für kurzweilige Unterhaltung geeignet sein und bietet Futter für die ausgehungerten »Hack and Slay«-Fans dort draußen. Das Kampfsystem belohnt gutes Timing, wenn auch nur visuell und die Benotung am Ende des jeweiligen Levels mag Motivation in manchen wecken, sich anzustrengen. Grafisch kann das Spiel leider, bis auf die vier Protagonistinnen nicht wirklich überzeugen und schießt sich selbst vor allem mit matschigen Texturen und schlechtem Gegnerdesign ins Aus. Die Handlung wirkt irrelevant und wird schlecht erzählt, sodass es fast schon ein Segen ist, dass sie nur 4-5 Stunden braucht, um komplett durchgespielt zu werden.

Doch nicht alles an »Oneechanbara Z2: Chaos« ist schlecht. Besonders die vier Protagonistinnen sind mit viel Liebe gestaltet worden und haben viele freischaltbare Kostüme, die ziemlich knapp sein können. Die Kämpfe sind effektreich und bieten viele Möglichkeiten die Horden von Dämonen und Ghoulen niederzumähen. Wenn ihr also Lust habt euch mit Aya, Saki, Kagura und Saaya in die Horden der Untoten zu stürzen oder Fan des »Hack and Slay«-Genres seid, könntet ihr hier durchaus euren Spaß haben.

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