Review: Angel Beats! – Die komplette Serie | Blu-ray

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Bereits 2011 veröffentlichte Universum Anime erstmals »Angel Beats!« in Deutschland. Damals erschien die Serie in drei Volumes mit je 4-5 Episoden und Extras. Im August des letzten Jahres brachte Universum Anime dann auch eine Gesamtausgabe auf den Markt. Wir durften einen Blick darauf werfen und verraten euch, was wir von der Serie halten.

Jahr:Japan, 2010
Genre: Action, Comedy, Drama
Publisher:Universum Anime
Laufzeit:ca. 359 Minuten
FSK:12
Bildformat:1920x1080p
Ton:DTS-HD 2.0 MA
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:Folge 1 – 14

die zwischenwelt

Otonashi erwacht mitten auf dem Gelände einer ihm unbekannten Schule, doch wie er hierher gelangt ist, weiß er beim besten Willen nicht mehr. Auch seine Erinnerungen an sein bisheriges Leben scheinen verblasst zu sein, was ihm zusätzliches Unbehagen bereitet. Bevor er sich versieht, wird er von einem ihm unbekannten Mädchen angesprochen, dass ihm gegenübersteht und eine Waffe in der Hand hält. Das Mädchen scheint keine bösen Absichten zu hegen und erklärt ihm, was offenbar mit ihm los zu sein scheint, denn Otonashi ist gestorben. Der Ort, an dem er sich befindet, ist eine Welt zwischen Leben und Tod, in der verstorbene Jugendliche von dem Engel, einer mysteriösen Dienerin Gottes, terrorisiert und ausgelöscht werden. Auch Otonashi solle sich der Situation anpassen und etwas unternehmen, wenn er nicht verschwinden möchte. Das Mädchen, dass sich als Yurippe vorstellt, lädt ihn in die Untergrundorganisation »Shinda Sekai Sensen«, oder auch »Sterben-Ist-Schrecklich-Front«, ein, die gegen den Engel kämpfen. Für Otonashi hört sich das alles nach Unsinn an. Er soll gestorben sein und dann soll dieses Mädchen ein Engel sein, der die anderen Jugendlichen terrorisiert? Das kann er einfach nicht glauben und geht zu diesem vermeintlichen Engel, um vielleicht in ihr jemanden zu finden, der ihm erklären kann, was hier los ist.

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Als er sie anspricht wird ihm langsam klar, dass auch sie mit dieser seltsamen Yurippe unter einer Decke stecken muss, da sie ihm ebenfalls erzählt, dass er gestorben sei. Otonashi kann so eine absurde Geschichte einfach nicht glauben und fordert einen Beweis, woraufhin sie ihm mit einer Waffe ins Herz sticht. Als Otonashi erwacht befindet er sich im Krankenzimmer der Schule und fragt sich, was mit ihm passiert ist. Er begibt sich auf die Suche nach einem Erwachsenen, doch wird nicht fündig und beschließt zum Direktor zu gehen. Was ihn dort jedoch erwartet ist die Hauptzentrale des SSS. Sie erklären ihm, dass er nicht gestorben ist, weil er schon tot ist und alle anderen Schüler und Erwachsenen an dieser Schule sogenannte NSCs sind. Also programmierte Marionetten und keine echten Menschen. Otonashi bleibt keine Wahl als ihnen zu glauben und er schließt sich der Untergrundorganisation an.

So dauert es auch nicht lange bis zu Otonashis erstem Einsatz gegen den mysteriösen Engel, doch hinter dem Namen »Operation Tornado« steckt etwas anderes, als er vermutet. Während die von Mitgliedern der SSS gegründete Band »Girls Dead Monster« in der Turnhalle für die NSCs ein Konzert geben, müssen sie den Engel daran hindern hineinzukommen. Mit ihren mächtigen Guard Skills ist das jedoch nicht so einfach, denn weder Kugeln noch Bomben scheinen ihr etwas auszumachen. Sie schaffen es den Engel jedoch zu verlangsamen und als das Konzert seinen Höhepunkt erreicht, werden riesige Ventilatoren angeworfen, die einen Wirbelsturm aus den Essensmarken der Schüler erzeugen. Otonashi ist enttäuscht, doch irgendwie müssen sie an ihr essen kommen, oder?

So erwarten Otonashi viele verrückte Abenteuer in dieser Welt nach dem Tod, doch wie ist Otonashis irdische Vergangenheit mit den Geschehnissen in der Zwischenwelt verknüpft? Und was steckt hinter diesem mysteriösen Engel?

produktion und bild

Die Animation der Serie »Angel Beats!« übernahm das Studio P.A. Works, die beispielsweise auch für »Tari Tari« oder zuletzt für »Charlotte« verantwortlich waren. Die haben auch eine ziemlich gute Arbeit geleistet, denn auch heute nach fünf Jahren kann die Serie locker mit aktuelleren Produktionen mithalten. Dafür sorgt neben dem tollen Bild der Blu-ray auch das Charakterdesign, denn bei »Angel Beats!« handelt es sich um eine Serie der Firma »Key«, die auch schon für »Clannad« oder eben zuletzt für »Charlotte« verantwortlich war. Jun Maeda zeichnet sich dabei, wie auch bei »Charlotte«, als Original Creator aus. Ein weiteres Highlight ist der sehr atmosphärische Soundtrack der Serie, der besonders in dramatischen Szenen das emotionale Fass zum Überlaufen bringen kann.

deutsche umsetzung

Viele Fans loben die Synchronisationen von Universum Anime und auch bei »Angel Beats!« ist meiner Meinung nach eine sehr gute Vertonung entstanden. Besonders hoch rechne ich den Sprechern an, dass sie auch in tragischen Szenen die Gefühle der Charaktere gut in Szene setzen konnten, was wie ich finde, besonders bei Serien mit so viel Emotionen sehr wichtig ist. Ich möchte hier auch keinen Sprecher in den Vordergrund stellen, denn wirklich alle haben meiner Meinung nach eine gute Leistung erbracht. Wer dennoch lieber auf Japanisch schaun möchte, kann dies dank der deutschen Untertitel auch gut tun. Ich habe zwar nur kurz in die Untertitel geguckt, doch sie machten einen soliden Eindruck. Schilder wurden wie üblich mit einem Untertitel übersetzt.

Leider kann ich euch keinen Trailer dazu präsentieren, da ich auf meiner Suche einfach keinen offiziellen Trailer gefunden habe.

extras

Die Gesamtausgabe wird in einer normalen Amaray mit Wendecover auf zwei Discs ausgeliefert. Auf den Discs befinden sich einige Extras wie Audiokommentare, Episodenpreviews sowie Clear Opening und Ending. Neben den 13 regulären Episoden der Serie ist auch die OVA »Stairway to Heaven« und das alternative Ende »Another Epilogue« enthalten.

angel beats seite a

angel beats seite b

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fazit

Otonashi erwacht auf einem ihm unbekannten Schulgelände und weiß nicht, wie er dorthin gekommen ist. Doch das ist noch nicht alles, denn er scheint auch alle anderen Erinnerungen an sein bisheriges Leben verloren zu haben. Plötzlich spricht ihn ein ihm unbekanntes Mädchen an und erklärt ihm, dass er gestorben ist und sich nun in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der verstorbene Jugendliche vom Engel, einer mysteriösen Dienerin Gottes, terrorisiert werden, befindet. Wie wird er auf diese Situation reagieren und warum kann er sich an nichts erinnern?

»Angel Beats!« erzählt eine sehr tragische Geschichte, die sicher dem einen oder anderen bereits das Wasser in die Augen getrieben hat. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, in der man zwischen totaler Verzweiflung und lustigem Alltagsleben hin- und hergeworfen wird. Dazu trägt auch der atmosphärische Soundtrack bei, der perfekt auf die Serie abgestimmt ist. Nicht zuletzt sind es auch die Charaktere, die einem bereits nach kurzer Zeit ans Herz wachsen, die die Serie ausmachen. Key hat es hier wieder geschafft eine sehr emotionale Geschichte zu erzählen, die den Zuschauer in seinen Bann zieht. Für mich ist »Angel Beats!« definitiv eine der Serien, die wirklich jeder gesehen haben sollte.

Reviewbewertung 10

© VisualArt’s/Key
© Visual Art’s/Key/Angel Beats! Project
© 2014 Universum Film GmbH

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