Review: Dragonball Z – Extreme Butoden | New Nintendo 3DS

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Aus dem Jahr 2015 scheint das »Dragon Ball«-Franchise gar nicht mehr weg zudenken. Im deutschen Free TV sind Son Goku und Co. wieder zu sehen und auch in dem japanischen Fernsehen gehen die Abenteuer in »Dragon Ball Super« weiter. Hinzukommt der in diesem Jahr in Deutschland erschienene Film und »Dragon Ball Z – Extreme Butoden« für den Handhelden von Nintendo. Die perfekte Chance um Dragon Ball auch auf dem Nintendo 3DS zu genießen und ob sich das auch lohnt, erfahrt ihr in unserer Review!

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Jahr:2015
Genre:RPG
Publisher:Nintendo
Studio:Monolith Soft
USK:12
Plattform:3DS

Dragon Ball Z – Extreme Butoden

Jeder, der sich diesem Spiel annimmt, ohne jemals die Geschichte von »Dragon Ball Z« verfolgt zu haben, wird nach dem Game auch nicht wirklich schlauer sein als vorher. Das Game kommt mit einer Story daher, die einem ein weiteres Mal die Geschehnisse der Z-Saga näher bringt. Doch dieses Mal wurde sich dazu entschieden, dies in einem wirklich kurzen Schnelldurchlauf zu erleben. Man prügelt sich bei »Dragon Ball Z – Extreme Butoden« im Schnellverfahren durch zehn verschiedene Kapitel, die sich als doch sehr einfach darstellen.

Durch dauerhaftes drücken irgendwelcher Knöpfe, prügelt man sich relativ schnell einen eigentlich furchteinflößenden Gegner aus dem Weg. Somit werden Spieler, welchen die Story bekannt ist, höchst wahrscheinlich enttäuscht werden. Trotzdem hat ein Spieler den Story-Mode schnell »hinter sich« und es erwarten einen viele weitere Möglichkeiten, dass Game zu genießen, in denen die Geschichte meist aus anderen Blickwinkeln erneut erzählt wird. Natürlich hat diese Umsetzung des Story-Modes einen großen Vorteil. Dabei handelt es sich um das schnelle Freischalten von weiteren Spiel-Modi und natürlich von den Charakteren. Abgeschlossen wird der Story-Mode durch eine bisher unbekannte Geschichte, die sogar am Ende mit einem weiteren spielbaren Charakter belohnt wird.

dbz 6Nachdem man den ersten Story-Abschnitt erfolgreich beendet hat, schaltet man den Abenteuer-Modus frei. In bis zu acht verschiedenen Regionen kämpft der Spieler sich hier durch eine alternative Geschichte, die jedoch ebenso schnell, wie die Story des Story-Modus, erzählt wird. Dabei arbeitet man einen vorgefertigten Weg auf einer Landkarte ab. Im Gegensatz zum Story-Mode kann man hier sein Team frei gestalten. Von beginn an lassen sich aus 21 Charakteren wählen. Die Auswahl an Support-Charakteren ist am Anfang eher gering, wird jedoch im Laufe des Abenteuer-Modus immens groß. Je nachdem mit welchem Rang man die einzelnen Kämpfe abschließt, lässt sich hier die Gruppe erweitern.

Bei den Support-Charakteren entscheidet man sich für eins von zwei Systemen, welches man je nach Kampf und Spielweise zumindest bei den etwas schwierigen Kämpfen klug auswählen muss. Zum einen haben wir die Support-Charaktere, die durch einen aktiven Angriff dem Spieler helfen und den Gegner somit Schaden zufügen und zum anderen haben wir die Support-Charaktere, die durch eine Ablenkung des Gegners oder durch eine Stärkung des eigenen Spielers unterstützend agieren. Nachdem man einen Support-Charakter verwendet oder den spielbaren Charakter gewechselt hat, muss man einen kurzen Augenblick warten, bis man dies wiederholen kann.

dbz 4Etwas ärgerlich am Abenteuer-Modus finde ich die mir nicht erklärlichen Aufträge, die bei einem Kampf erledigt werden sollen. Für jeden Kampf gibt es eine spezielle Aufgabe, jedoch wird einem nirgends erklärt, wie man diese erfüllt. Auch die Kombinationsangriffe sind erst einmal durch das gute alte »wild auf irgendwelche Knöpfe drücken« zu erraten. Nach einiger Zeit habe ich durch das drücken der START-Taste, einige hilfreiche Kombinationen herausfinden können, jedoch eben nur einige. Auch ob das Erfüllen der speziellen Missionen einem hilft den S-Rang zu erreichen, bleibt eine Vermutung. Hier komm ich zu meinem nächsten Punkt. Der S-Rang zeigt sich nämlich leider nur selten. Trotz des sehr niedrigen Schwierigkeitsgrades zu Beginn des Spiels, ist es nur schwer möglich einen S-Rang zu erreichen, was ich persönlich etwas schade fand und deshalb es immer und immer versucht habe, da nur durch einen S-Rang, die Support-Charaktere freizuschalten sind.

Trotzdem finde ich, dass das Spiel nach der Zeit wirklich anfängt Spaß zu machen. Zu Beginn hat man durch den wirklich kaum vorhandenen Schwierigkeitsgrades, die Möglichkeit Tasten-Kombinationen auszuprobieren, sich in das Game einzuspielen und natürlich relativ schnell Erfolge zu verbuchen. Auch der kleine Nervenkitzel, irgendwie einen S-Rang erreichen zu wollen, verlängert die Spieldauer und ruft einen gewissen Ehrgeiz hervor.

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dbz 1Bei »Dragon Ball Z: Extreme Butoden« handelt es sich grundsätzlich um ein typisches 2D-Fighter Game und genau so lässt es sich auch spielen. Jedoch bekommen wir, zumindest vom Gameplay her, gefühlt ein 2D-Figther Game aus einem Land vor unserer Zeit. Die Kampfmöglichkeiten sind etwas begrenzt und auch das Angebot an möglichen Combo-Attacken ist stark eingegrenzt. Zwischenzeitlich erinnert das Gameplay an ein Game der »Pokémon«-Reihe, da auch hier häufig ein A-Smashen zum Einsatz kommt.

Neben den bereits oben genannten Spiel-Modi gibt es noch einen Versus-Mode. Dieser ist ausschließlich lokal und jeder Spieler braucht ein eigenes Exemplar des Spiels. Download-Play steht bei »Dragon Ball Z: Extreme Butoden« nicht zur Verfügung. Zudem gibt es den »Quest-Mode«. Hier sind die Streetpass-Optionen zu finden. Durch das »Extreme World Tournament« steht auch ein klassischer Turnier-Modus zur Verfügung. In diesem Modus habe ich persönlich die meiste Zeit verbracht, da mir dieser am meisten Spaß bereitet hat.

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Grafik

Während in der heutigen Zeit viele Kloppereien auf eine dreidimensionale Grafik setzten, kommt das neuste Dragon Ball Game für den 3DS mit zweidimensionalen Charakteren daher. Das aber mit Erfolg! Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine sehr schöne Grafik mit einer gewissen liebe zum Detail und daher kann man schon vermuten aus welchem Hause diese Grafik stammt. Mit Arc System Works haben sich dieses Mal einige 2D-Profis an Son Goku und seinen Freunden heran gesetzt.

Die Hintergründe können in 3D angezeigt werden. Diese 3D Grafik kann überzeugen und ist ebenso wie die Charaktere detailliert und getreu den Vorbildern aus der Serie.

Soundtrack

Der Soundtrack ist recht simpel gehalten und besteht nur aus wenigen Liedern, die allerdings überzeugen. Sie haben einen kleinen Ohrwurmfaktor und verstärken, meiner Meinung nach, den Spaß am Spiel. Zudem erhalten wir die japanischen Originalstimmen in einer soliden Qualität. Für mich ist dieser Soundtrack absolut ausreichend, da ich nicht viele verschiedene und nur halb getroffene Melodien brauche, sondern man mich mit wenigen, aber dafür guten und zum eigentlichen Thema passenden Liedern überzeugen kann. Einzig bei der Tonqualität der japanischen Originalstimmen würde ich ein wenig meckern wollen.

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Fazit

Beim Erwerb dieses Games, holt ihr euch ein Spiel nach Hause, welches ihr schnell versteht und somit der Spaß unmittelbar nach dem Kauf beginnen kann. Auch Anfänger können hier schnelle Erfolgserlebnisse verbuchen. Wo man vielleicht einen schwierigen Kampf erwartet oder durch zu hohe Erwartungen eine Niederlage erwartet, können sich die Gegner von Son Goku und Co. durch einen Druck auf den A-Knopf gleich warm anziehen. Bei der Grafik werden auch die 2D-Kritiker wenig zu meckern finden. Wir bekommen unsere Helden und die Arenen sehr detailliert dargestellt und nur wenig verpixelt. Zudem bekommen wir diese in den Posen, die wir aus der Serie kennen und lieben. Hier ist einfach zu erkennen, dass sich 2D-Profis mit der Entwicklung des Games beschäftigt haben.

Das Spiel mag der vorliegenden Serie vielleicht nicht gerecht werden, da selbst die schwierigsten Gegner nicht allzu viel einstecken und durch eine Reihe an Kombinationsangriffen schnell am Boden liegen, jedoch steigt der Schwierigkeitsgrad immer weiter und vor allem wenn man sich das Ziel gesetzt hat, in jedem Kampf einen S-Rang zu erreichen, wird man hier häufig herausgefordert. Der Soundtrack ist zwar simpel gehalten, jedoch ist er schnell im Kopf und wird während des Spiels gerne zum Ohrwurm. Zudem passt dieser sehr gut zum Dragon Ball-Thema. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier jeder Dragon Ball Fan freuen wird, sich das Spiel gekauft zu haben. Ich kann dieses Game nur empfehlen, denn es lohnt sich.

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