Review: Akuma no Riddle – Die Absch(l)ussklasse – Volume 4 | Blu-ray

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Am 30. Oktober 2015 veröffentlichte KAZÉ das vierte und letzte Volume von »Akuma no Riddle« in Deutschland. Die Serie wurde von Studio Diomedéa produziert und basiert auf Yun Kougas und Sunao Minakatas gleichnamiger Manga-Reihe. Ob uns das Finale der Serie überzeugen konnte, erfahrt ihr unserem Review.

Jahr:Japan, 2014
Genre:Psychodrama, Thriller
Publisher:KAZÉ Anime
Laufzeit:ca. 75 Minuten
FSK:16
Bildformat:1920x1080p
Ton:DTS-HD Master 2.0
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:Folge 11 – 13

die antwort

Nach dem schweren Kampf gegen Hanabusa hat Tokaku mit ihren Worten zu kämpfen. Was meinte sie damit, dass sie von einer Bienenkönigin ausgenutzt werden würde wie eine Arbeitsbiene? Wäre Haru wirklich dazu in der Lage Tokaku auf so böse Art und Weise zu manipulieren und auszunutzen? Obwohl die beiden selbst die brutalsten und hinterhältigsten Gegner überlebt haben, sind noch immer nicht alle Rätsel gelöst.

Deshalb bittet Nio zusammen mit der Vorsitzenden der Akademie zu einem geheimen Infoabend, auf dem endlich alle Rätsel um die Schwarze Klasse gelüftet werden sollen. Dort erklärt die Vorsitzende Tokaku und Haru, dass es sich bei all dem um eine Prüfung für Haru handelte, die alle Mädchen aus Harus Klan ablegen müsse, sobald sie 15 Jahre alt geworden sind. Die Schwarze Klasse wurde also nicht ins Leben gerufen, um Haru zu töten, sondern um zu prüfen ob Haru das Zeug dazu hat den Klan zukünftig zu führen. Bei Harus Klan handelt es sich nämlich um ein gewaltiges Netzwerk aus unzähligen Familien, die alle von einer einzigen Linie abstammen. Die Mitglieder des Klans sind über die ganze Welt verstreut. Keine wichtige Entscheidung, egal ob politischer, wirtschaftlicher oder militärischer Art, wird ohne sie getroffen. Sie haben überall ihre Finger im Spiel und verfügen über unendlich viel Kapital und Macht.

Doch um so eine Gruppe zusammenzuhalten, vermag es einer besonderen Fähigkeit, über die sogenannte Primer verfügen. Dabei handelt es sich um einen Charakterzug, den nur die Mädchen aus Harus Klan entwickeln. Bis heute sei zwar unklar, ob sich diese Mädchen ganz bewusst oder unabsichtlich so verhalten, doch sie locken Menschen an, verhexen diese, kontrollieren und manipulieren sie. Je größer die Gefahr für den Primer desto beeindruckender wächst diese Fähigkeit. Das ist der Grund, warum die Mädchen dieses Klans von Geburt an um ihr Leben fürchten müssen.

Tokaku fällt nach dieser Erklärung aus allen Wolken. Das war es also, was Hanabusa mit ihren Worten aussagen wollte. Hat Haru sie wirklich manipuliert um die Schrecken der Schwarzen Klasse zu überstehen? Tokaku weiß selbst nicht, warum sie Haru beschützen wollte. Um sich selbst zu beweisen, dass Haru sie nicht manipuliert hat, findet Tokaku nur eine Antwort: Sie muss Haru töten.

hauptcharaktere

HaruHaru Ichinose

Eine fröhliche Oberschülerin, die sich im Wohnheim ein Zimmer mit Tokaku teilt. Sie wird von zwölf Assassinen gleichzeitig verfolgt und muss aufgrund ihrer Abstammung schon von Kindesbeinen an um ihr Leben fürchten. Dennoch ist sie fest entschlossen, ohne Tränen und unbeschadet die Schwarze Klasse abzuschließen, auch wenn sie ihre Klassenkameradinnen am liebsten tot wüssten.

Synchronsprecher:
Linda Fölster z.B. als Hanabi Hyuuga aus Naruto und Naruto: Shippuuden

 

 

 
TokakuTokaku Azuma

Nummer 1 der Anwesenheitsliste. Erhät von Kaiba, seinerseits Lehrer an der 17. Privatschule, den Auftrag, in die Schwarze Klasse zu wechsen. Stamm von den Azuma des Ostens ab und gilt als hervorragende Assassinin, die alle anderen in den Schatten stellt. Harus fröhliche Art berührt sie so sehr, dass sich Tokaku schwört, sie fortan unter Schutz zu nehmen. Isst gerne Curry.

Synchronsprecher:
Josephine Schmidt z.B. auch als Saki Morimi aus Eden of the East
 

 

 

bild und animation

Die Serie wurde von Studio Diomedéa produziert, die bereits für Werke wie »Campione!« oder das aktuellere Beispiel »Kantai Collection« verantwortlich waren. Ehrlich gesagt habe ich ziemlich viele Yuri-Anspielungen erwartet, weil ich gehört hatte, das der Original Creator Yun Kouga bereits für den Anime/Manga »Loveless« verantwortlich war. Zu meiner Überraschung hielt sich das aber relativ in Grenzen, was man nun gut oder schlecht finden kann.

Die Kämpfe sind relativ kurz gehalten und wirken oft eher unspektakulär, was ein wenig durch den tollen Soundtrack wett gemacht werden kann. Über das Charakterdesign lässt sich ebenfalls diskutieren, obwohl ich es sehr ansprechend und passend fand. Ohne ein wenig Fanservice kommt natürlich auch »Akuma no Riddle« nicht aus, sodass besonders die OVA noch mal eine ordentliche Schippe drauflegt.

deutsche umsetzung

Die Synchronisation erfolgte bei DMT – Digital Media Technologie GmbH in Hamburg. Ein Highlight für mich war Linda Fölster als Haru, die meiner Meinung nach besonders gute Arbeit geleistet hat und deren Stimme fantastisch zu Harus Natur passt. Doch auch die anderen Sprecher haben mir sehr gut gefallen. Neben Haru stach für mich Dorothee Sturz als Isuke hervor, die einen besonders speziellen Charakter hat, welcher schwer einzufangen ist. Doch auch Josephine Schmidt als Tokaku hat mir sehr gut gefallen. Seht euch am besten den Trailer an um euch selbst einen Eindruck zu machen. Es gab wieder einige Schilder, die wie gewohnt mit einem Untertitel übersetzt wurden. Dabei handelte es sich meist um Handydisplays.

extras

Akuma no Riddle kommt in einer schicken Amaray-Hülle mit Wendecover. Das Wendecover hat jedoch einen Kniff, denn wenn ihr es wendet, habt ihr auf der Rückseite statt den üblichen Daten, die Episoden mit Titel aufgelistet. Dazu gibt es noch ein Booklet mit Steckbriefen zu den Charakteren und Infos zu den Episoden, sowie drei Postkarten.

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Kaze Banner

fazit

Nachdem Haru und Tokaku selbst die brutalsten und hinterhältigsten Gegner überstanden haben, sind noch immer nicht alle Rätsel gelöst. Deshalb wird von Nio und der Vorsitzenden ein Infoabend einberufen, bei dem endlich die Wahrheit über die Schwarze Klasse gelüftet werden soll. Offenbar war dies alles nur eine Prüfung für Haru, die zeigen sollte, ob sie das Zeug hat ihren Klan zu führen. Die Mädchen in Harus Klan besitzen nämlich eine besondere Charaktereigenschaft, die sie zu sogenannten Primern macht. Diese können Menschen kontrollieren und manipulieren, um sie so für ihre Zwecke zu nutzen. Tokaku ist geschockt. Hat Haru sie etwa auch nur benutzt? Es gibt nur eine Möglichkeit das herauszufinden.

»Akuma no Riddle« hatte für mich weder höhen noch tiefen. Die Handlung um das Battle Royal wird konsequent durchgezogen und bietet bis auf den Schluss kaum Überraschungen. Dafür gewinnt sie durch die Hintergrundgeschichten der einzelnen Mädchen an Nachhaltigkeit und bleibt durchgehend interessant. Besonders das Ende gefiel mir dann sehr gut und hat ein gutes Gefühl bei mir hinterlassen. Dazu kommt der wirklich tolle Soundtrack, der neben dem fantastischen Opening »Soushou Innocence« von Maaya Uchida auch jede Episode mit einem neuen Ending auftrumpfte. KAZÉ hat die OVA zur Serie ebenfalls dazugepackt, die noch mal für ordentlich Fanservice zum Schluss sorgt. Ich finde es klasse, dass dies langsam zur Standardprozedur wird, da dadurch ein Kauf der Serie für viele noch interessanter wird.

Insgesamt ist »Akuma no Riddle« eine solide Anime-Serie. Die Handlung, die Charaktere und besonders der Soundtrack ergeben gemeinsam eine explosive Mischung, die den Zuschauer begeistern kann. Besonders Fans des Yuri-Genres die in Deutschland oft zu kurz kommen, werden sich über diese Veröffentlichung freuen können. Wer Lust auf ein blutiges Battle Royal zwischen Klassenkameradinnen hat, sollte »Akuma no Riddle« nicht verpassen.

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© Yun Kouga, Sunao Minakata/Kadokawa Shoten/Riddle Story of Devil Production Committee
© VIZ MEDIA Switzerland SA

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