Review: Sie liebt gefährlich – Band 2 | Manga

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Am 19. November 2015 veröffentlichte TOKYOPOP den zweiten Band von Shun Naritas und Osoras Manga »Sie liebt gefährlich« auf dem deutschen Markt. Die Reihe ist in Japan mit vier Bänden abgeschlossen. Wir durften auch beim zweiten Band einen Blick hineinwerfen und verraten euch, was wir von der Fortsetzung halten.

© 2015 TOKYOPOP GmbH
Original:Boku to Senpai no Tekken Kousai
Jahr:Japan, 2012
Deutschland, 2015
Genre:Romantische Komödie
Publisher:TOKYOPOP
Autor:Shun Narita
Zeichnungen:Osora
Typ:Manga
Bände:4

sie liebt weiterhin gefährlich

»Sie liebt gefährlich« handelt von einem sehr merkwürdigen Mädchen namens Himeko. Sie ist nicht nur die Erbin einer der mächtigsten Industriellenfamilien Japans, sondern hat eine weitere seltsame wenn auch nützliche Fähigkeit. Sie verliebt sich nämlich in Verbrecher und Kriminelle oder um genauer zu sein in das Gewaltpotenzial von Menschen. Ihr Schulfreund Shuji ist da das genaue Gegenteil, denn es gibt nichts das er mehr hasst als Gewalt. Am liebsten würde er jeden einzelnen Gewaltverbrecher auf dem Planeten persönlich verprügeln. Da kommt es ihm nur allzu recht das Himeko ihn immer wieder zu neuen Verbrechern führt, denen er das Handwerk legen kann. Auch wenn er sie ansonsten ziemlich nervig zu finden scheint.

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Beim letzten Mal kam mit Sayo ein neuer Charakter mit einer ziemlich seltsamen Persönlichkeit ins Spiel. Sie möchte sich nämlich umbringen, scheint dies jedoch jedes Mal irgendwie zu vermasseln. Als sie Shu trifft, verliebt sie sich in ihn und möchte fortan durch seine Liebe den Tod finden. Shu scheint keinerlei Interesse an ihr zu haben und so ignoriert er sie gepflegt, während sie ihm weiterhin hinterherrennt.

Inzwischen gibt es neuen Aufruhr, denn die Koigakubo-Famile hat einen weiteren Beschützer für Himeko ausgesandt. Ein schmächtiger Junge namens Rei Hitomi soll fortan in dieselbe Klasse gehen und Shuji bei seiner Aufgabe unterstützen, doch irgendwas an dem Kerl ist faul. So beschließen Shuji und Nikaido weiterhin allein gegen die Mörder zu ermitteln, in die sich Himeko verliebt. Als sie dann am Tatort sind, müssen sie jedoch feststellen, dass Rei sich bereits darum gekümmert hat. Dieser spricht eine Warnung gegen über Shu aus, dass sie zusammenarbeiten sollen und er ihn nicht aus Himekos Angelegenheiten raushalten sollte.

Natürlich hört Shu nicht auf Rei und ermittelt gemeinsam mit Sayo gegen den Mörder, der Buchmacher genannt wird. Als er ihn findet, entkommt der Buchmacher, wirft ihm aber ein Smartphone zu. Darauf findet er eine App namens Koroxi. Dabei handelt es sich um ein soziales Netzwerk für Mörder, das bestimmten Regeln unterliegt. Was will der Buchmacher Shuji damit mitteilen und was steckt hinter diesem seltsamen und kranken Netzwerk namens Koroxi?

shun narita und osora

Während es sich bei »Sie liebt gefährlich« um Shun Naritas erstes und bislang einziges Werk handelt, konnte Osora bereits mehr Erfahrung sammeln. Shun Narita schrieb eine Kurzgeschichte zu »Sie liebt gefährlich« für das Fanmagazin eines Freundes. Auf einer Messe in Japan namens COMITIA wurde er dann darauf angesprochen, ob er nicht einen ganzen Manga daraus machen möchte und das Ergebnis sehen wir hier.

Mir hat sowohl die Handlung von »Sie liebt gefährlich« als auch der Humor und die Zeichnungen sehr gefallen. Auch wenn der Humor teilweise sehr referenziell ist, wird alles in Form von Randbemerkungen erklärt, sodass man alle Witze verstehen kann. Besonders gut hat mir der Zeichenstil von Osora gefallen. Die Zeichnungen sind alle sehr gelungen und auch die Panelaufteilung ermöglicht ein fließendes Lesen, was den Manga noch mehr zum Genuss macht. Auch im zweiten Band konnten mich Shun Narita und Osora von ihrer Geschichte überzeugen. Rei Hitomi und auch der Buchmacher fügen sich nahtlos in die Welt von »Sie liebt gefährlich« ein und halten es frisch und interessant. Lediglich Shuji war mir dieses Mal ein wenig zu passiv.

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fazit

Mit »Sie liebt gefährlich« stellt uns TOKYOPOP einen weiteren I LOVE SHOJO-Titel vor, der es in sich hat. Auch wenn ich erst meine Zweifel hatte, wurde ich von diesem Werk wirklich überrascht. Shun Narita schafft es hier eine wirklich tolle Welt mit einzigartigen Charakteren zu erschaffen. Selbst der Aufhänger, dass Himeko sich immer in Verbrecher verliebt, ist im Manga nicht so lächerlich dargestellt, wie ich vermutete. Der Autor nimmt seine Charaktere ernst und stellt diese auch dementsprechend dar. Natürlich gibt es auch einiges an Comedy, doch der starke Kontrast zwischen Comedy und den teilweise wirklich eiskalten Morden die vorkommen, macht diesen Titel so gut für mich.

Auch im zweiten Band setzt Shun Narita die von mir gelobten Punkte weiterhin konsequent um. Mit neuen und frischen Charakteren wird für Abwechslung gesorgt und die Geschichte bleibt interessant. Die Zeichnungen von Osora sind auch weiterhin sehr ansprechend und gefielen mir sehr gut. Ob dieses Rezept jedoch auch im dritten Band noch so gut funktioniert, bleibt abzuwarten.

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