Unser erster Eindruck von »One Piece: Burning Blood«

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Am vergangen Freitag wurden wir von Bandai Namco zu einem Presseevent eingeladen, um dort einen ersten Blick auf das neue Beat’m Up »One Piece: Burning Blood« zu werfen. Nach einer ausführlichen Präsentation des Games, durften wir an die Konsolen und loslegen. Was wir von dem neuen Game aus dem »One Piece«-Universum halten, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Im Vorfeld wollen wir noch darauf hinweisen, dass wir bislang nur eine Preview-Version des Games gezockt haben. Aktuelle Inhalte oder Fehler können vom Endprodukt abweichen. Zudem werden noch weitere Charaktere und Inhalte hinzugefügt werden.

Nachdem die große Fangemeinde des Franchises nun schon eine Ewigkeit auf ein solches Spiel wartet, sind die Erwartungen daran natürlich umso größer. Und nach meiner Meinung konnte das Spiel so gut wie alle Erwartungen erfüllen. In der Preview-Version war es uns nur möglich, den 3-Vs.-3 Kampf zu testen. Der Paramount War (dt. Gipfelschlacht) war in dieser Version noch nicht enthalten. Daher beziehen sich alle folgenden Aussagen auf den einfachen 3-Vs.-3 Kampf.

Das Game geht relativ zügig los. In der Preview-Version wurde bislang kein Opening hinzugefügt. Hierbei kann man jedoch davon ausgehen, dass da noch eins folgen wird. Anschließend lässt sich wählen, ob man mit seinem Dreier-Team gegen einen Computer antreten möchte, oder man das Spiel zu zweit genießen möchte. Beim Zweispieler-Modus lässt sich wählen, ob der Splitscreen aktiviert werden soll, oder nicht. Aktuell befindet sich in der Preview-Version noch ein kleiner Fehler, da sich der Splitscreen einschaltet, wenn man diesen deaktiviert und anders herum. Dieser Fehler wird aber vor Veröffentlichung sicher noch behoben werden.

Die Charakterauswahl ist relativ simpel und erinnert an eines der vorherigen Spiele des Franchises (Ein Bild findet ihr am Ende des Artikels). Es ist bereits bekannt, dass zu den unten aufgeführten Charakteren Blackbeard, Perona, Nico Robin, Lysop, Brook, Mihawk, Bartholomew Kuma, Gekko Moriha, Eustass Kid, Jinbei, Doflamingo, Smoker und Trafalgar D. Law hinzukommen werden und wir somit mindestens 35 Charaktere im Kampf nutzen können. Bei jedem Charakter wird unten links im Bildschirm angezeigt, ob es sich dabei um einen Teufelsfruchtnutzer und/oder Haki-Nutzer handelt. Dazu lassen sich verschiedene Support-Charaktere wählen, die einem im Kampf unterstützen. In der Preview-Version konnte man Doc. Kuleha, Bepo, Laboom, Dadan, Karoo und die Square Sisters um Hilfe bitten. Nachdem man sich hier die passenden Charaktere ausgesucht hat, kann es auch schon losgehen.

Durch das neue System, das es einem Logia-Nutzer erlaubt, sich mit seinen Fähigkeiten zu schützen, sodass nur ein Haki-Nutzer einen wirkungsvollen Schaden anrichten kann, ist die Team-Bildung enorm wichtig für den Erfolg des Teams. Der Kräfteunterschied lässt sich während des Kampfes deutlich spüren – Meiner Meinung nach zu deutlich. Charaktere, die weder eine Teufelsfrucht gegessen haben, noch in der Lage sind das Haki zu benutzten, können in einem Kampf schnell den Kürzeren ziehen. Vor allem Chopper ist für mich ein sinnloser Charakter. Seine Kraft reicht nicht sonderlich aus, um sich starken Gegnern stellen zu können und auch als Gegner ist Chopper eher langweilig, weil der Schwierigkeitsgrad zu gering ist. Dadurch landen viele Spieler schnell bei einem gleichbleibenden Team. Mein Wahl fiel schnell auf Ace und Sabo. Je nach Gegner variierte der dritte Partner zwischen Bartolomeo und Boa Hancock.

Die Steuerung und das Kampfsystem sind vom Grundsatz sehr simpel gehalten, wodurch es einem schnell möglich war, aktiv am Kampfgeschehen teilzunehmen. Die Steuerung (unten findet ihr eine kleine Übersicht) ähnelt der Steuerung der »Pirate Worriars«-Reihe. Schnell kann man durch das Smashen der Viereck-Taste oder Dreieck-Taste Erfolge erzielen. Kombiniert man diese Tasten mit der L1-Taste, kommt der eigene Charakter mit stärkeren Attacken, die seinen jeweiligen Fähigkeiten angepasst wurden, daher. Für Sabo und Ace hieß das, dass sie bei dieser Tastenkombination mit Feuer-Attacken angegriffen haben. Allerdings sind die stärkeren Attacken auch langsamer, somit sollte hier mit Bedacht gewählt werden, ob man sich für die schnellen oder die langsameren Angriffe entscheidet, da der Gegner bei den langsameren Attacken Zeit zum eingreifen hat.

Doch all diese Attacken und auch der Wechsel der Charaktere funktionieren reibungslos und in Echtzeit. Hier lassen sich somit schnell Taktiken präzise und kontrolliert ausführen. In der Preview-Version waren verschiedene Taktiken aber nur bedingt nötig, da der Schwierigkeitsgrad doch eher gering war. Im Kampf gegen einen wirklichen Spieler muss man aber früher oder später auf solche Taktiken zurückgreifen, da man sonst nur tatenlos dabei zuschauen kann, wie sein Team den Bach runtergeht.

Einen negativen Aspekt muss ich an dieser Stelle jedoch einbringen. Sobald der Gegner einmal mit einem Angriff gestartet hat und mich damit erwischt hat, ist es nur schwer bis eigentlich unmöglich, aus diesem wieder zu entkommen. So muss man leider hinnehmen, acht bis gar zehn Schläge einzustecken. Bei einem guten zweiten Spieler kann das schnell tödlich enden, wenn dieser es schafft, einen mehrmals hintereinander zu erwischen.

Neben den normalen Angriffen gibt es auch die Möglichkeit, einen Superspezialangriff zu starten. Für diesen muss sich wie gewohnt erst eine Leiste füllen, die links unten im Bild zu sehen ist. Sobald diese voll ist, kann man die R3-Taste drücken und gelangt in einen Modus, der die eigenen Attacken verstärkt. Durch erneutes Drücken der R3-Taste, startet man den Superspezialangriff. Bei Monkey D. Ruffy stellt dieser beispielsweise seine Leo Bazooka (Gear 4) dar. Bartolomeo imitiert bei dieser Attacke seinem Idol, Ruffy, und kommt mit seiner »Bari Bair no Pistol« daher.

Doch nicht nur bei den Superspezialangriffen wurde der Anime als Vorlage herangezogen. Auch weitere Charakterzüge wurden mit eingebaut. Sanji ist es beispielsweise nicht möglich, gegen einen weiblichen Charakter zu kämpfen. Er ist in solch einer Situation nur in der Lage sich zu schützen und sich zu bewegen. Solltet ihr also auf einen weiblichen Charakter stoßen, lasst Sanji lieber zu Hause. Zudem lassen sich vor jedem Kampf individuelle Kampfansagen finden. Wenn die Charaktere einen besonderen Bezug zueinander haben, wird dieser hier auch aufgegriffen.

Eine weitere Neuerung in dem Spiel ist, dass sich das Outfit der weiblichen Charaktere an ihre aktuelle Lebensanzeige anpasst. Umso mehr Schaden Nami und Boa Hancock zu sich genommen haben, desto weiter verschwindet ihre Kleidung. Kurz bevor Nami K.O. geht, ist sie nur noch mit einem Hosenbein und ihrem Bikini bekleidet. Für mich persönlich ist diese Neuerung allerdings unnötig.

Zuletzt kommen wir zum Design des Games und seiner Grafik. Bei diesem Thema kann ich die Entwickler wirklich nur loben. Meiner Meinung nach bekommen wir hier ein Spiel auf einem sehr hohen Niveau. Die Hintergründe sind sehr detailliert dargestellt und die Spezialeffekte der Teufelskräfte wurden hervorragend umgesetzt. Hier lässt sich schnell erkennen, dass die Verantwortlichen für das Spiel mit voller Leidenschaft dabei gewesen sind.

Fazit:
Alles in allem bin ich von dem Spiel bisher begeistert. Es gibt zwar hier und da einige Aspekte, die bislang nicht perfekt umgesetzt wurden und minimal stören, doch dies hat mich nicht daran gehindert, die paar Stunden komplett zu genießen. Für mich erfüllt One Piece: Burning Blood viele Erwartungen und ich kann es jetzt kaum noch abwarten, bis das Game endlich in Deutschland erscheint und ich die restlichen Inhalte des Games zocken darf. Ich denke, jeder, der Spaß an solchen Fighting-Games hat, und ein Fan des One Piece Universums ist, wird sich nach dem 3. Juni 2016 meiner Meinung anschließen!

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Kommentare

1 Kommentar zu "Unser erster Eindruck von »One Piece: Burning Blood«"

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Gast

Ich freue mich schon extrem auf das Spiel, habe mir die Marineford Edition vorbestellt!