Review: Stranger of Sword City | PS VITA

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Nachdem »Stranger of Sword City« bereits 2014 in Japan für die Xbox 360 und den PC erschien, erscheint nun eine verbesserte Fassung für die PlayStation Vita, PCs und die Xbox One. Der Dungeoncrawler von den Entwicklern Experience Inc., die bereits für die Titel »Demon Gaze« und »Operation Abyss« verantwortlich waren, erschien bei uns am 29. April 2016. Wir durften einen Blick für euch riskieren, und verraten euch, was euch erwartet.

Jahr:2015
Genre:Dungeoncrawler
Publisher:NIS America
Studio:Experience Inc.
USK:12
Plattform:PS Vita, PC, Xbox One

stranger of sword city

Während ihr euch auf dem Weg von Narita nach Anchorage befindet, stürzt plötzlich das Flugzeug ab. Auf mysteriöse Weise habt ihr den Absturz nicht nur überlebt, sondern seid auch gänzlich unversehrt davon gekommen. Als ihr aufwacht, seid ihr an einem euch unbekannten Ort und von der gesamten Besatzung fehlt jegliche Spur. Dennoch seid ihr nicht ganz allein.

Ein älterer Herr spricht euch an und erzählt euch, dass es sich bei dem Absturz um keinen Unfall handelte. Der Flug ist durch einen Riss zwischen den Dimensionen in eine andere Welt gelangt und ihr befindet euch im sogenannten Mausoleum des Metalls. Er bezeichnet euch als sogenannten »Stranger«, eine Person, die besondere Kräfte hat, und warnt euch vor Verfolgern. Als ihr dem guten Alten aus dem Mausoleum folgt, geratet ihr in einen Hinterhalt. Der alte Mann hat euch getäuscht und ihr steht nun einem Wyvern gegenüber.

Fest vom eigenen Tode ausgehend, werdet ihr im letzten Moment gerettet. Der furchterregende Wyvern fällt zu Boden und auch von dem alten Mann fehlt jegliche Spur. Eine junge Schwertmeisterin stellt sich euch vor und erklärt euch eure Situation. Als eine Art Auserwählter, der selbst unter den »Strangern« von besonderem Blut ist, sollt ihr eine große Rolle für die Zukunft von Escario spielen. Doch welche Mysterien und Gefahren werden euch auf eurem Weg durch diese fremde Welt begegnen und werdet ihr es schaffen eurem Schicksal gerecht zu werden?

durch die dungeons

SoSC English Screenshot (7)Bevor das Spiel beginnen kann, müsst ihr zunächst einen Schwierigkeitsgrad wählen. Zu Beginn stehen euch die Grade Normal und Einfach zur Verfügung, wobei sich Genreneulinge besser erst mal mit dem einfacheren begnügen sollten. Später bekommt ihr noch weitere Schwierigkeitsgrade dazu. Ist dies getan, kommt ihr in den Charaktereditor und könnt euch euren optimalen Helden zusammenbasteln. Dabei könnt ihr beispielsweise das Geschlecht, Alter, Statuswerte und weitere Dinge verändern. Dabei solltet ihr besonders auf Alter achten, da dies enormen Einfluss auf Dinge wie Bonuspunkte für ein Level oder die Regeneration nimmt. Ist dies geschafft, kann es losgehen.

SoSC English Screenshot (6)Während des Spiels müsst ihr verschiedene Quests absolvieren, die euch durch die Hauptgeschichte führen, und besondere Monster, die sogenannten »Lineage Type«, jagen. Wenn ihr diese im Kampf besiegt, erhaltet ihr spezielle Kristalle, die ihr bei unterschiedlichen Fraktionen Escarios gegen Fähigkeiten eintauschen könnt. Dabei bietet euch jede Fraktion jeweils eigene unterschiedliche Fähigkeiten gegen die Kristalle an. Um diese sogenannten »Divinities«, die euch verschiedene Vorteile im Kampf bieten, zu nutzen, müsst ihr Moral verbrauchen. Diese wird in einer Anzeige auf dem Bildschirm eingeblendet und wird durch das Absolvieren von Kämpfen wieder regeneriert.

SoSC English Screenshot (3)So kämpft ihr euch in Ego-Perspektive durch verschiedene Dungeons, löst Rätsel und entschärft Fallen, um die Antworten zu finden, die ihr sucht. Sobald ein Gegner erscheint, kommt es zum rundenbasierten Kampf. Diese können teilweise recht schwierig sein und es kann sogar passieren, dass eure Helden mit einem einzigen Schlag getötet werden. Das ist besonders ärgerlich, da es in »Stranger of Sword City« ein Permadeath-System gibt, wodurch eure Helden im Fall ihres Ablebens für immer verloren gehen. Um dies zu vermeiden, darf eure Lebensanzeige, die in Form von kleinen, blauen Herzen dargestellt wird, nicht auf Null sinken. Ihr habt aber auch die Möglichkeit während des Spiels Herzen zu regenerieren.

rüstet euch

Um das große Massensterben zu verhindern, ist es nötig, dass eure Gruppe stets für alles gerüstet ist. Ein Weg zum Händler fällt eher enttäuschend aus, da er ein kleines Sortiment und noch dazu überteuerte Preise hat. Um dies zu umgehen, gibt es in »Stranger of Sword City« eine besondere Funktion. In Dungeons gibt es kleine Areale, in denen ihr euch auf die Lauer legen könnt, um SoSC English Screenshot (1)vorbeiziehende Gegner zu überfallen. Dabei wird euch die Beute vorher angezeigt und ihr könnt wählen, ob ihr gegen die Monster kämpfen wollt oder eben nicht. Solltet ihr Kämpfen, werdet ihr mit einer neuen Besonderheit konfrontiert, denn ihr habt nur eine begrenzte Zahl von Runden Zeit, bevor der Schatzträger sich davon macht. Doch auch nach dem Kampf müsst ihr mit weiteren Fallen rechnen, mit denen die Kisten gespickt sind, bevor ihr die Gegenstände endlich in euren Besitz bringen könnt

SoSC English Screenshot (5)Sobald ihr eure neu erbeuteten Schätze aus dem Dungeon geschafft habt, gilt es eure Party passend einzukleiden, um auch den weiteren Herausforderungen trotzen zu können. Dabei könnt ihr beispielsweise neue Gruppenmitglieder rekrutieren oder alten Mitstreitern neue Klassen zuweisen. Währenddessen müsst ihr stets abwägen, welche Kombination für eure Gruppe am meisten Sinn macht. Beim Klassenwechsel wird euer Level zurückgesetzt und erhaltet erst wieder neue Attributspunkte, wenn ihr das Level der vorherigen Klasse erreicht habt. Deswegen solltet ihr besonders bei einem Wechsel von einer magischen auf eine physische Klasse achtgeben, um euch nicht den Charakter zu verderben.

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fazit

Mit »Stranger of Sword City« gibt es endlich wieder neues Futter für die PlayStation Vita. Nach »Operation Abyss« war ich gespannt auf den nächsten Titel von Experience Inc. und wurde nicht enttäuscht. Das Spiel ist insgesamt eine recht runde Sache und dürfte bei jedem Dungeoncrawler-Enthusiasten für einige tolle Stunden sorgen. Durch den recht hohen Schwierigkeitsgrad könnten Anfänger leicht abgeschreckt werden, doch dranbleiben lohnt sich.

Die Handlung rückt wie üblich bei dem Genre eher in den Hintergrund, kann jedoch durch eine tolle Endzeitatmosphäre überzeugen. Das Kampfsystem ist recht klassisch, doch das Permadeath-System in Kombination mit dem recht hohen Schwierigkeitsgrad sorgen dafür, dass jeder Schritt gut überlegt sein muss. Dazu kommt eine hübsch gestaltete Spielwelt mit toller Grafik und der Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Stilen, wodurch noch mehr Geschmäcker bedient werden können. Auch der Soundtrack hat mir sehr gut gefallen. Leider ist wie oft keine deutsche Sprachausgabe vorhanden, dafür aber die japanische Tonspur. Wer nach neuem Futter für seine Vita sucht und Dungeoncrawlern nicht abgeneigt ist, sollte dringen einen Blick auf »Stranger of Sword City« werfen.

Reviewbewertung 8

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