Review: School Court – Band 1 | Manga

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Am 12. Mai 2016 veröffentlichte TOKYOPOP den ersten Band von ihrer neuen Serie »School Court« in Deutschland. Der Manga ist eine Zusammenarbeit vom Autor Nobuaki Enoki und Takeshi Obata, dem Zeichnertalent hinter »Death Note« und »Bakuman«. Wir durften einen Blick darauf werfen und verraten euch, was euch erwartet.

© 2016 TOKYOPOP GmbH
Jahr:Japan, 2014
Genre:Shounen, Mystery
Publisher:TOKYOPOP
Text:Nobuaki Enoki
Zeichnungen:Takeshi Obata
Typ:Manga
Bände:3

schüler vor gericht

Mobbing, körperliche Züchtigung und weitere Verbrechen sorgten dafür, dass das japanische Schulsystem kurz vor dem sicheren Untergang stand. Um dies zu verhindern und den Schülern ein normales Schülerleben zu garantieren, wurde landesweit an den Grund- und Mittelschulen ein revolutionäres System eingeführt. Das sogenannte »Klassenversammlungssystem«, ein klasseninternes Gerichtsverfahren von, mit und für die Schüler.

An der Tenbin-Grundschule hat sich ein schrecklicher Mordfall ereignet: Der Fisch Suzuki, das Haustier der Klasse, wurde brutal zerstückelt. Hintergrund des Ganzen ist, dass die Lehrerin der Klasse die Idee hatte, eine sogenannte Ernährungserziehung durchzuführen. Die Kinder der Klasse sollten sich gemeinsam um die Meerbrasse kümmern und sie zum Schluss essen, um Lebensmittel mehr wertzuschätzen.

Doch dadurch, dass die Schüler dem Fisch einen Namen gegeben und sich jeden Tag um ihn gekümmert haben, bauten sie eine Bindung zu ihm auf und die Klasse spaltete sich in zwei Lager. Während die Jungs den Fisch verspeisen wollten, waren die Mädchen dagegen und so kam es zu einer Umfrage bei der Suzukis Schicksal entschieden werden sollte. Zur Freude vieler Schüler hat die Seite des Lebens gewonnen, doch diese Freude soll nicht lange anhalten. Denn der Mordfall des zerstückelten Suzuki beginnt.

Während die Schüler noch um ihren geliebten Kameraden trauern, ist schnell ein Verdächtiger gefunden. Doch nichts ist so, wie es im ersten Augenblick erscheint. Zwei neue Schüler, der Rechtsanwalt Abaku Inugami und Pine Hanzuki, die Staatsanwältin, die zur Klärung des Falls an die Grundschule entsandt wurden, suchen nach der Wahrheit und liefern sich einen erbitterten Kampf vor dem Richter. Wird es ihnen gelingen, Suzukis Mörder zu entlarven?

nobuaki enoki und takeshi obata

Nobuaki Enoki gab mit »School Court« sein Debüt als Mangaka und hatte, wie er selbst im Nachwort sagt, das Glück den Zeichnergott Takeshi Obata an seine Seite gestellt zu bekommen. Ursprünglich handelte es sich bei »School Court« um einen One Shot der in der »Jump LIVE« App (jetzt »Shonen Jump+«) veröffentlicht wurde. Die Serie wurde von Dezember 2014 bis Mai 2015 im Weekly Shonen Jump veröffentlicht.

»School Court« verliert wenig Zeit durch lange Einführung der Charaktere und des Settings und wirft uns direkt ins Geschehen um den Fall des zerstückelten Suzuki. Dabei schafft es Nobuaki Enoki fabelhaft, Analogien zu realen Gerichtsverfahren und deren Folgen zu finden. Das Ganze erinnerte mich beim Lesen immer wieder an den fiktiven Manga »PCP« aus »Bakuman«, den ich mir in etwa so vorgestellt hätte. Zu Takeshi Obatas Zeichnungen muss man nichts sagen. Er liefert hier wieder gewohnt qualitative Arbeit ab.

>> Hier gelangt ihr zur Leseprobe von »School Court«

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fazit

Um das japanische Schulsystem nach einigen Vorfällen vor dem Untergang zu bewahren, ruft die Regierung das sogenannte »Klassenversammlungssystem« ins Leben. Dabei handelt es sich um ein klasseninternes Gerichtsverfahren von, mit und für Schüler. Als sich an der Tenbin-Grundschule ein Verbrechen ereignet, kommen der Rechtsanwalt Abaku Inugami und die Staatsanwältin Pine Hanzuki an die Schule, um den Fall des zerstückelten Suzuki zu lösen. Werden sie es schaffen den wahren Mörder Suzukis zu entlarven?

Nobuaki Enoki verliert nicht viel Zeit und wirft uns ins Geschehen rund um den Rechtsanwalt Abaku Inugami. Er schafft es durch fabelhafte Ideen, auf kreative Art und Weise, viele Analogien zu richtigen Gerichtsverfahren zu ziehen. Takeshi Obata liefert wieder eine tolle Arbeit ab und seine Zeichnungen passen fabelhaft zu der durchgeknallten Geschichte von Enoki. Durch die Zeichnungen von Obata musste ich beim Lesen oft an den fiktiven Manga »Perfect Crime Party« aus Bakuman denken, den ich mir recht ähnlich vorgestellt habe. Der erste Band konnte mich gut unterhalten und macht definitiv Hunger auf mehr.

Reviewbewertung 8

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