Review: Cocytus – Einzelband | Manga

cocytus-beitrag

Am 12. Mai 2016 veröffentlichte TOKYOPOP mit »Cocytus« einen weiteren Einzelband von Naoko Kodama in Deutschland. Einige von euch dürften die Zeichnerin bereits durch die Einzelbände »Geliebte Mangaka« oder »Welt ohne Freiheit« kennen, die zuvor bei TOKYOPOP erschienen. Wir durften einen Blick darauf werfen und verraten euch, was euch erwartet.

© 2016 TOKYOPOP GmbH
Jahr:Japan, 2013
Genre:Romance, Shoujo-Ai
Publisher:TOKYOPOP
Mangaka:Naoko Kodama
Typ:Manga
Bände:Einzelband

cocytus

Getreu dem Motto, dass es nicht genug Girls-Love-Manga geben kann, legt TOKYOPOP nach »Geliebte Mangaka« und »Welt ohne Freiheit« mit einem weiteren bewegenden Einzelband von Naoko Kodama nach. In diesem Einzelband erzählt sie die beiden Kurzgeschichten »Cocytus« und »Moratorium«.

In »Cocytus« bekommen wir die Geschichte von Shiina erzählt, die sich alle Mühe gibt, um in ihrer Klasse akzeptiert zu werden. So ist es Tabu seltsame Stars oder Animes zu mögen, Situationen falsch einzuschätzen, zu spät in LINE zu antworten oder nichts für die Liebe übrig zu haben, denn sonst wird man ausgeschlossen. Wem das passiert, der erleidet dasselbe Schicksal wie ihre Klassenkameradin Kuroneko, die ohne Scheu zu ihren Ansichten steht und der es egal zu sein scheint, wie sie ihre Mitschülerinnen behandeln. Als Shiina mit ihr zum Klassendienst eingeteilt wird, fürchtet sie, dass ihre Mitschülerinnen das falsch auffassen könnten. Doch sie merkt auch wie sie sich zu Kuroneko hingezogen fühlt.

In »Moratorium« geht es um die Studentin Mao und ihre beste Freundin Itsuki. Obwohl Mao ahnt, dass Itsuki in sie verliebt ist, hüllt sie sich in Schweigen. Denn egal wie sehr sie es auch versucht hat, sie kann keinerlei solcher Gefühle für sie hegen. Das heißt nicht, dass sie sie nicht mag. Nein, sie mag sie mehr als jeden anderen Menschen, aber eben nicht auf diese Weise. Dennoch möchte sie es hören. Sie möchte, dass Itsuki ihr ihre Liebe gesteht. Aber warum? Was hätte sie davon? Hat sie wirklich so einen schlechten Charakter oder steckt doch mehr dahinter als sie selbst ahnt? So versucht Mao von Tag zu Tag Itsuki zu verunsichern, doch wie denkt Itsuki von dieser Situation?

naoko kodama

Mit »Cocytus« veröffentlicht TOKYOPOP bereits den dritten Einzelband von Naoko Kodama in Deutschland. In Japan hat sie bereits mehrere Werke veröffentlicht und publiziert momentan in Ichijinshas »Comic Yuri Hime«-Magazin ihr neuestes Werk »Netsuzou Trap – NTR«. In Deutschland wurden bereits »Welt ohne Freiheit« und »Geliebte Mangaka« veröffentlicht. »Cocytus« erschien in Japan ursprünglich bereits 2013.

In »Cocytus« erzählt Kodama zwei recht gefühlvolle Geschichten, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Besonders »Moratorium« hat bei mir ein flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Ihre Zeichnungen setzen die Emotionen der Charaktere toll in Szene und schaffen es eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Der Lesefluss ist ihr gut gelungen, auch wenn der Text an einigen Stellen doch ein wenig klein geraten ist und man dadurch ein wenig ist stocken kommt. Macht euch in der Leseprobe doch einfach selbst ein Bild davon.

>> Hier gelangt ihr zur Leseprobe von »Cocytus«

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fazit

Mit »Cocytus« veröffentlicht TOKYOPOP nach »Geliebte Mangaka« und »Welt ohne Freiheit« den dritten Einzelband der Künstlerin Naoko Kodama. In diesem Einzelband erzählt Naoko Kodama gleich zwei Kurzgeschichten. In »Cocytus« begleiten wir Shiina, die ihrer Klassenkameradin Kuroneko, die von ihren Mitschülerinnen ausgeschlossen wird, näher kommt. Während wir in »Moratorium« die Studentin Mao begleiten, die weiß, dass ihre beste Freundin in sie verliebt ist, aber nicht weiß wie sie mit dieser Situation umgehen soll.

Der neue Einzelband von Naoko Kodama erzählt zwei sehr gefühlvolle Geschichten, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Besonders die zweite Geschichte mit dem Titel »Moratorium« hat mir ein flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Durch ihre Zeichnungen schafft sie es die Emotionen ihrer Charaktere toll in Szene zu setzen und eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Auch optisch macht das Charakterdesign einiges her. Lediglich der an manchen Stellen zu kleine Text stört den sonst recht guten Lesefluss. Fans des Genres bekommen hier etwas schwerere Kost serviert.

Reviewbewertung 7

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