Review: Assassination Classroom – Volume 1 | Blu-ray

Ansatsu-Kyoushitsu-TV-2nd-Season

Die etwas andere Serie aus der Feder von Regisseur Seiji Kishi (»Persona 4«, »Hamatora«) in Zusammenarbeit mit dem Studio Lerche! Die Kunst des Tötens als neues Schulfach – Und wer’s nicht schafft: Nachtsitzen bitte! »Assassination Classroom« schafft es als eine noch sehr junge Anime-Serie zu uns nach Deutschland. peppermint anime bringt uns die erste Staffel des actiongeladenen Comedy-Animes in vier Volumes zu uns nach Hause. Ob uns die ersten sechs Episoden überzeugen konnten, erfahrt ihr hier in unserem Review.

Jahr:Japan, 2015
Genre:Action, Comedy
Publisher:peppermint anime
Laufzeit:ca. 150 Minuten
FSK:16
Bildformat:1920x1080p
Ton:LPCM 2.0
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:1 – 6

Die Lehere der Tentakel

Das ist keine normale Klasse! Die Schüler der 3-E, der sogennanten »End-Klasse« der Kunugigaoka-Mittelschule, sind nicht nur die Versager der gesamten Schülerschaft, obendrein haben sie auch noch einen ganz besonderen Klassenlehrer. Koro-sensei ist nämlich eine gefährliche Bedrohung für die Menschheit. Erst hat er den Mond für immer zu einer Sichel »frisiert« und nun will er zu allem Überfluss auch noch die Erde zerstören. Das muss die Regierung um jeden Preis verhindern und setzt Koro-sensei bis zu der geplanten Zerstörung im Unterricht der End-Klasse ein – mit einer recht speziellen Absicht: Die Schüler sollen ihren neuen Lehrer möglichst schnell um die Ecke bringen, um die Menschheit zu retten. Und die verlockende Belohnung dafür ist die Anerkennung ihrer erfolgreichen Mitschüler und ganze zehn Milliarden Yen!

deutsche umsetzung

Bei der deutschen Umsetzung von peppermint anime bin ich etwas zwiegespalten. Zum einen haben wir hier zwar an sich tolle Synchronsprecher, welche die Emotionen der Charaktere in den einzelnen Situationen sehr gut herüber bringen, zum anderen haben wir jedoch auch bei »Assassination Classroom« erneut das mittlerweile typische peppermint anime Problem. Schnell lassen sich einige bekannte Stimmen erkennen, die bereits bei vorherigen Animes des Publisher zum Einsatz kamen.

Gerade bei den Synchronsprechern, die bereits in einem anderen Anime einen Protagonisten gesprochen haben, finde ich es nicht unbedingt vorteilhaft, diesen hier erneut an einen Protagonisten zu setzten, da ich diese Stimmen immer mit den Charakteren in Verbindung bringen werde, die ich zuerst mit dieser Stimme kennengelernt habe. Besonders hier bei »Assassination Classroom« hat mich daher Rieke Werner (auch bekannt als Mine aus »Akame ga Kill!«) als Kaede Kayano gestört, da sie mittlerweile in zahlreichen Animes eingesetzt wurde. Doch abgesehen davon wurden hier viele fähige Synchronsprecher passend zu den Charakteren gewählt. Gerade die Synchronisation von Koro-Sensei finde ich sehr gut gelungen.

Der deutsche Untertitel ist im schlichten weiß mit einer leichten schwarzen Kontur dargestellt. Durch die angenehme Größe und die schlichte farbliche Gestaltung lässt er sich gut lesen.

bild und animation

Mit dem Bild und der Animation bin ich sehr zufrieden. Das Bild zeichnet sich in diesem Anime vor allem durch die vielen knallen Farben aus. Die Charaktere und auch die Umwelt werden sehr farbenfroh dargestellt. Natürlich trägt auch unser gelber Protagonisten-Oktopus dazu bei, dass hier oft knallige Farben im Fokus stehen. Nur das Klassenzimmer der Klasse wird oft in dunklen Tönen dargestellt. Ansonsten bekommen wir hier aber keine besonders hohe Qualität, wie es beispielsweise bei »Akame ga Kill!« oder »Tokyo Ghoul« der Fall war. Besonders aufgefallen sind mir bei dem einen oder anderem Charakter die stark zu erkennenden Outlines.

Die Animationen laufen alle fehlerfrei und daher gibt es bei diesem Aspekt nichts, was ich bemängeln wollen würde. Das Bild ist in strahlendem 1080p und besonders auf einem großen Fernseher macht es wirklich Spaß diese Serie zu genießen.

Soundtrack

Den Soundtrack des Animes würde ich als guten Durchschnitt beschreiben. Das Opening finde ich sehr passend gelungen und weckt gute Laune. Dieses trägt den Titel »Seishun Satsubatsu-ron« und wurde von einigen Mitgliedern des japanischen Casts performt. Die Animationen im Opening finde ich allerdings eher merkwürdig. Hier scheint mir die Beschreibung sehr passend, dass es wie ein Unfall wirkt, bei dem man einfach nicht wegschauen kann. Doch dieser farbenfrohe und durchgeknallte Mix passt meiner Meinung nach sehr gut zum Anime.  Das Ending wurde eher schlicht gehalten. Während einer ruhigen, langsamen Melodie werden Zeichnungen auf einer Tafel gefertigt. Das Ending würde ich nicht als besonders bezeichnen. Vor allem diese ruhige Melodie passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu dem aufgedrehten und farbenfrohen Anime.

fazit

Töte deinen Lehrer! – Wie viele von uns hätten so manchmal auch gerne diesen Befehl bekommen. Für die Schüler der 3-E wird dies die Wirklichkeit. Meiner Meinung nach bekommen wir hier eine Geschichte, die sich durch eine solch eigentlich sehr offensichtliche Idee von vielen weiteren Animes absetzten kann. Zudem bekommen wir unseren typischen verrückten Charakter, Koro-sensei, der in einem guten Anime keinesfalls fehlen darf. Die Geschichte entwickelt sich in den ersten sechs Episode ganz solide und weiß zu überzeugen. Einziger Kritikpunkt wäre meinerseits, dass es im Gegensatz zu vielen weiteren Animes relativ lange gedauert hat, bis ich mit dem Anime warm wurde. Daher gebt dem Anime ruhig die eine oder andere Chance mehr und brecht nicht gleich nach der ersten Episode ab – Um überzeugt zu werden, braucht es hier möglicherweise noch die zweite oder dritte Episode. Doch es lohnt sich!

Das Komplettpaket weiß zu punkten. Wir bekommen von peppermint anime eine gut gelungene Synchronisation, die für die wichtigsten Charaktere einen passenden Synchronsprecher gefunden haben. Zwar musste dabei anscheinend wieder auf das altbekannte »Synchronsprecher-Sortiment« des Publishers zurückgegriffen werden, doch auch diese wurden beinahe ausnahmslos an den richtigen Stellen eingesetzt. Der farbenfrohe Anime kommt ansonsten mit einer guten durchschnittlichen Bildqualität und sehr guten, flüssigen Animationen daher. Alles in allem kann ich bisher nur sagen, dass es meiner Meinung nach ein Anime ist, den man gesehen haben sollte, doch wer weiß… Der Anime brauchte auch ein wenig länger, um mich von sich zu überzeugen, dann haut er mich in den kommenden sechs Episoden vielleicht sogar vom Hocker. Ich bin gespannt wie es weitergeht…

© Yusei Matsui/SHUEISHA, ASSASSINATION CLASSROOM Committee
© 2016 peppermint anime gmbh

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