Review: Assassination Classroom – Volume 2 | Blu-ray

Assassination-Classroom-Karma

Die etwas andere Serie aus der Feder von Regisseur Seiji Kishi (»Persona 4«, »Hamatora«) in Zusammenarbeit mit dem Studio Lerche! Die Kunst des Tötens als neues Schulfach – Und wer’s nicht schafft: Nachtsitzen bitte! »Assassination Classroom« schafft es als eine noch sehr junge Anime-Serie zu uns nach Deutschland. peppermint anime bringt uns die erste Staffel des actiongeladenen Comedy-Animes in vier Volumes zu uns nach Hause. Ob uns die nächsten fünf Episoden überzeugen konnten, erfahrt ihr hier in unserem Review.

Jahr:Japan, 2015
Genre:Action, Comedy
Publisher:peppermint anime
Laufzeit:ca. 125 Minuten
FSK:16
Bildformat:1920x1080p
Ton:LPCM 2.0
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:7 – 11

Die Lehere der Tentakel

Die Schüler der Assassination Classroom haben es noch immer nicht geschafft, ihren Lehrer zu töten. Zeit für ein wenig Abwechslung in der Scharfschützen-Klasse: Es geht auf einen Schultrip nach Kyoto. Doch Koro-senseis Endklasse ist nicht zum Vergnügen hier. Kyoto scheint der perfekte Ort zu sein, um den Geschichtsunterricht mit der Lehre des Tötens zu verbinden. Allerdings müssen Koro-senseis Schüler erst einmal ganz andere Hürden nehmen, denn in der Stadt werden Yukiko und Kaede gekidnappt! Zum Glück hat das Tentakel-Monster seinen Schülern einen Klassenfahrt-Guide für alle Eventualitäten mitgegeben, sodass Nagisa und Co ihren Mitschülerinnen schnell zu Hilfe kommen können… Zurück vom Trip bekommt die Klasse unerwartet zwei neue Mitschüler, die ihnen helfen sollen, ihren Lehrer zu töten. Ob die Endklasse dank der beiden Neuen endlich hinter Koro-senseis Geheimnis kommen?

Nach einem eher langsamen und gestreckten Start der Serie auf dem ersten Volume, freue ich mich, dass sich nun auch die Handlung ein wenig weiter entwickelt. Direkt in den ersten beiden Episoden des zweiten Volumes geht es auf Klassenfahrt. Somit bekommen wir einen kleinen Ortswechsel und die Serie findet nun nicht mehr nur im Klassenzimmer statt. Dort erfährt man ein wenig über den einen oder anderen Charakter und auch Karma rückt wieder ein wenig in den Vordergrund. Ebenfalls positiv aufgefallen sind die neuen Mitschüler, die nach dem Ausflug nacheinander in die Klasse integriert werden. Auch durch diese Neuerung wird Schwung in die Serie gebracht, welcher mir in den ersten paar Episoden noch ein wenig fehlte.

Interessant an »Assassination Classroom« finde ich jedoch, dass ich hier nicht, wie in vielen weiteren Serien, das Bedürfnis empfinde, dass die Serie mit einem »Happy End« enden soll. Mittlerweile hat man den gelben Chaoten ins Herz geschlossen und möchte eben nicht, dass es den Kindern gelingt, ihren Auftrag, ihn zu töten, zu erfüllen. Ich freue mich auf den weiteren Verlauf der Geschichte…

Deutsche Umsetzung

Bei der deutschen Umsetzung von peppermint anime bin ich weiterhin etwas zwiegespalten. Zum einen haben wir hier zwar an sich tolle Synchronsprecher, welche die Emotionen der Charaktere in den einzelnen Situationen sehr gut herüber bringen, zum anderen haben wir jedoch auch bei »Assassination Classroom« erneut das mittlerweile typische peppermint anime Problem. Bereits in der Rezension des ersten Volumes habe ich erwähnt, dass hier wieder einige Synchronsprecher zu finden sind, die bereits in vorherigen Serien des Publishers eingesetzt wurden.

Wenn so etwas bei mehreren Nebencharakteren verschiedener Serien zu betrachten ist, ist daran grundsätzlich nichts negatives auszusetzen, doch im Falle von »Assassination Classroom« lässt sich Rieke Werner, die erst im vergangenen Jahr Mine, eine Hauptrolle im beliebten Anime »Akame ga Kill!«, ihre Stimme geliehen hat, erneut in einer Hauptrolle, als Kaede Kayano, wiederfinden. Für manch einen wird ein solcher Aspekt wahrscheinlich als nicht negativ eingestuft werden, doch gerade Mine und Kaede finde ich vom Charakter so unterschiedlich, dass diese Stimme für meinen Geschmack hier unpassend gewählt wurde. Doch abgesehen davon wurden hier viele fähige Synchronsprecher passend zu den Charakteren gewählt. Gerade die Synchronisation von Koro-Sensei finde ich sehr gut gelungen.

Der deutsche Untertitel ist im schlichten weiß mit einer leichten schwarzen Kontur dargestellt. Durch die angenehme Größe und die schlichte farbliche Gestaltung lässt er sich gut lesen.

Bild und Animation

Mit dem Bild und der Animation bin ich weiterhin zufrieden. Das Bild zeichnet sich in diesem Anime vor allem durch eine große Farbpalette aus. Die Charaktere und auch die Umwelt werden sehr farbenfroh dargestellt. Hinzukommen an den richtigen Stellen die passenden Schattierungen, wodurch die Bilder natürlich wirken. Natürlich trägt auch unser gelber Protagonisten-Oktopus dazu bei, dass hier oft knallige Farben im Fokus stehen.

Abgesehen von den knallen Farben und den passenden Schattierungen bekommen wir eine durchschnittlich gute Qualität. Man kann das Bild von »Assassination Classroom« nicht mit der Qualität von »Tokyo Ghoul« oder »Akame ga Kill!« messen, aber es reicht vollkommen aus, um die Serie zu genießen. An den unten eingefügten Screenshots lassen sich die stark zu erkennenden Outlines gut erkennen. Diese sind in der Serie häufig zu finden.

Die Animationen laufen alle fehlerfrei und daher gibt es bei diesem Aspekt nichts, was ich bemängeln wollen würde. Das Bild ist in strahlendem 1080p und besonders auf einem großen Fernseher macht es wirklich Spaß diese Serie zu genießen.

Soundtrack

Den Soundtrack des Animes würde ich als guten Durchschnitt beschreiben. Das Opening finde ich sehr passend gelungen und weckt gute Laune. Dieses trägt den Titel »Seishun Satsubatsu-ron« und wurde von einigen Mitgliedern des japanischen Casts performt. Die Animationen im Opening finde ich allerdings eher merkwürdig. Hier scheint mir die Beschreibung sehr passend, dass es wie ein Unfall wirkt, bei dem man einfach nicht wegschauen kann. Doch dieser farbenfrohe und durchgeknallte Mix passt meiner Meinung nach sehr gut zum Anime.  Das Ending wurde eher schlicht gehalten. Während einer ruhigen, langsamen Melodie werden Zeichnungen auf einer Tafel gefertigt. Das Ending würde ich nicht als besonders bezeichnen. Vor allem diese ruhige Melodie passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu dem aufgedrehten und farbenfrohen Anime.

Verpackung & Inhalt

Das zweite Volume von »Assassination Classroom« kommt in der typischen peppermint anime Verpackung daher. Die eigentliche Blu-ray Hülle kommt in einem Pappschuber zu euch nach Hause. Auf diesem sind drei Charaktere des Animes abgebildet. Auf der Rückseite lassen sich alle wichtigen Informationen zum Anime finden. Das FSK-Zeichen ist nur auf der Folie abgebildet und wurde nicht extra auf dem Pappschuber abgedruckt. So kann die Blu-ray ohne störende aufdrücke zu euch ins Regal. Grundsätzlich sieht so ein Pappschuber im Regal wesentlich besser aus als eine einfache Amary. Da er aber eben aus Pappe ist, werden sich nach einer gewissen Zeit Abnutzungsspuren abzeichnen, wodurch das Produkt auf Dauer etwas Schaden erleiden wird. Aus diesem Grund ziehe ich persönliche einfache Amarys dem Pappschuber vor. Als Bonus liegt dem Volume das Ending (Creditless) und einige Trailer bei.

Fazit

Töte deinen Lehrer! – Wie viele von uns hätten so manchmal auch gerne diesen Befehl bekommen. Für die Schüler der 3-E wird dies die Wirklichkeit. Meiner Meinung nach bekommen wir hier eine Geschichte, die sich durch eine solch eigentlich sehr offensichtliche Idee von vielen weiteren Animes absetzten kann. Zudem bekommen wir unseren typischen verrückten Charakter, Koro-sensei, der in einem guten Anime keinesfalls fehlen darf. Nach dem die ersten Episoden etwas länger gebraucht haben, um mich vom Anime zu überzeugen, konnten die weiteren fünf Episoden wesentlich schneller bei mir punkten. Der Comedy-Anteil, der bereits im ersten Volume überzeugen konnte, zieht sich auch in den weiteren Episoden weiterhin durch. Hinzukommen nun einige Kampfszenen, die dem Anime mehr Action verleihen. Daher gefällt mir das zweite Volume doch besser als das erste und ich hoffe, dass geht beim dritten Volume weiter nach oben…

Auch das deutsche Komplettpaket von peppermint anime weiß zu punkten. Wir bekommen eine an sich gut gelungene Synchronisation, bei der für die wichtigsten Charaktere ein passender Synchronsprecher gefunden wurde. Leider musste der Publisher dabei jedoch wieder auf sein altbekanntes »Synchronsprecher-Sortiment« zurückgreifen, wodurch wir abermals viele Synchronsprecher zu hören bekommen, die bereits in vorherigen Serien eingesetzt wurden, die von dem Publisher lizenziert wurden. Der farbenfrohe Anime kommt ansonsten mit einer guten durchschnittlichen Bildqualität und sehr guten, flüssigen Animationen daher. Alles in allem kann ich bisher nur sagen, dass es meiner Meinung nach ein Anime ist, den man gesehen haben sollte!

© Yusei Matsui/SHUEISHA, ASSASSINATION CLASSROOM Committee
© 2016 peppermint anime gmbh

Assassination Classroom - Volume 2

39,99€
Assassination Classroom - Volume 2
7

Handlung

7.0 /10

Konzept

8.0 /10

deutsche Umsetzung

7.0 /10

Bild & Animation

7.0 /10

Soundtrack

6.0 /10

Verpackung & Extras

7.0 /10

POSITIV

  • Viel Comedy
  • Mehr Action als in den ersten Episoden
  • Gute Synchronisation

NEGATIV

  • Durchschnittlicher Soundtrack
  • Kaum Extras
  • Kaum Synchronsprecher-Abwechslung

Kommentare

2 Kommentare und Antworten zu "Review: Assassination Classroom – Volume 2 | Blu-ray"

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Anmerkung: Das eingebedette Opening ist down gepitcht.