Review: Mighty No. 9 | PS4

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»Mighty No. 9« startete als eine der erfolgreichsten Kistarter-Kampagnen im Gaming-Bereich und nahm eine Summe von knapp vier Millionen US-Dollar ein. Nun ist das fertige Produkt da und es ist anders, als es sich viele vorgestellt haben. Wir haben uns »Mighty No. 9« für euch angeschaut, und warum es sich trotzdem lohnt einen Blick zu riskieren, erfahrt ihr in unserem Review.

Jahr:2016
Genre:Platformer
Publisher:Deep Silver
Studio: Comcept, Inti Creates
USK:12
Plattform:PS4

roboter nummer 9

»Mighty No. 9« erzählt die Geschichte des Androiden Beck, dem neunten Roboter aus einer Reihe von Kampfrobotern, die als die Mighty Numbers bekannt geworden sind. Eines Tages werden seine Kameraden und alle anderen Maschinen auf der Welt von einem seltsamen Computervirus befallen. Als Beck müssen wir nun herausfinden woher dieser Virus stammt und wer hinter dem Schlamassel steckt, das die Welt bedroht. Dabei müssen wir gegen eine Menge Roboter kämpfen und uns mit der Hilfe unseres Partners Call durch gefährliche Level schlagen.

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Wie ihr euch sicher bereits denken könnt ist die Handlung jedoch ziemlich nebensächlich und nur Mittel zum Zweck. Sie wird hauptsächlich in, sagen wir mal eher suboptimalen Zwischensequenzen erzählt. Die Animationen sind nicht wirklich schön geworden und bei den Kulissen und Charakteren hat man sich auf das Nötigste beschränkt. Die Figuren wirken eher wie leblose Wachsfiguren und lassen selbst während Dialogen kaum eine Mimik erkennen. So ist es dann auch recht uninteressant, wenn im Laufe der Geschichte immer neue Enthüllungen zu den Robotern oder dem Virus getätigt werden.

In diesem Sinne dürfte »Mighty No. 9« also eine ziemliche Enttäuschung sein und kommt nicht annähernd an sein Vorbild »Mega Man« ran, dass damals mit viel Liebe fürs Detail entwickelt wurde. Doch kommen wir zu dem wichtigeren Argument eines Platformers – dem Gameplay.

das herz des spiels

Im Gegensatz zur Story des Spiels hat man es beim Gameplay jedenfalls zum Teil geschafft das alte »Mega Man«-Feeling wieder aufkommen zu lassen, denn »Mighty No. 9« spielt sich wie ein typisches »Mega Man«. Das Spiel bietet eine vielzahl von interessanten Leveln, die zwar optisch nicht begeistern können, aber spielerisch einiges hermachen. So lauft ihr durch die einzelnen Stages und knallt eure Gegner mit eurer Kanone ab. Eine besondere Spielmechanik bei »Mighty No. 9« ist, dass die Gegner nicht sofort explodieren, sondern in verschiedenen Farben leuchten und man sie dann mit einem Dash absorbieren kann. Dadurch kriegt ihr je nach Farbe gewisse Power-Ups wie eine stärkere Waffe oder einen Geschwindigkeitsbonus.

Die Stages die wir durchreisen sind im Großen und Ganzen recht abwechslungsreich und machen Spaß. Auch die Bosskämpfe sind den Machern gelungen und sind mir positiv in Erinnerung geblieben. Dabei bleibt das Spiel stets herausfordernd und stellt euch vor immer größere Aufgaben. Während des Spiels sammeln wir mit Beck auch wie in »Mega Man« immer wieder neue Fähigkeiten auf, die wir zum Meistern der Level nutzen können. Lediglich die fehlenden Erklärungen zu vielen der Spielmechaniken sind mir hier negativ aufgefallen. Teilweise müsst ihr euch sehr viel durch Trial and Error erarbeiten.

optik und sound

Wie ich bereits einige Male während dieses Reviews erkennen ließ, ist »Mighty No. 9« optisch eher suboptimal gelungen. Über die steifen Wachscharaktere und minimalistischen Hintergründe kann auch das recht gelungene Charakterdesign nicht hinwegtäuschen. Leider gilt das gleiche auch für die musikalische Untermalung des Spiels. Die monotone Geräuschkulisse erinnert eher an Fahrstuhlmusik und hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Immerhin könnt ihr aber bei der Vertonung zwischen englischer, französischer und japanischer Synchronisation wählen, was immer ein Pluspunkt für mich ist.

koch-media-review

fazit

Was bleibt mir noch zu »Mighty No. 9« zu sagen? Die Handlung ist Mittel zum Zweck und auch optisch hat das Spiel auch nicht viel zu bieten. Für viele Fans und Unterstützer der Kickstarter-Kampagne dürfte das Spiel eine Enttäuschung sein, dennoch bietet das Spiel solides Gameplay und hat mir durchaus Spaß gemacht. Die Level sind abwechslungsreich und wir bekommen mehrere tolle Mechaniken geboten, die uns einen tollen Gaming-Flow ermöglichen. Genrefans können also gerne zugreifen und sich auf einige lustige Stunden freuen.

Mighty No. 9

29,99
Mighty No. 9
6,4

Handlung

5.0 /10

Steuerung

9.0 /10

Grafik/Design

5.0 /10

Soundtrack

5.0 /10

Preis/Leistung

8.0 /10

POSITIV

  • Gameplay

NEGATIV

  • Story
  • Optik

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