In einem Interview sprach Regisseur Tomohiko Ito am Beispiel seines neuen Films »The Keeper of the Camphor Tree« (jap.: »Kusunoki no Bannin«) über die mangelnde Vielfalt bei modernen Anime. Wir fassen zusammen.
Roman als Vorlage
Tomohiko Ito kann auf eine überaus beeindruckende Karriere in der Anime-Industrie zurückblicken, in deren Verlauf er für die Regie von Erfolgswerken wie »Sword Art Online«, »Erased« und dem Science-Fiction-Film »Hello World« verantwortlich war.
Im Gespräch mit Mantan Web äußerte der populäre Regisseur seinen Unmut über die fehlende Abwechslung bei aktuellen Anime-Titeln. Seiner Ansicht nach greifen Studios derzeit bevorzugt auf bewährte Manga- oder Light-Novel-Vorlagen zurück, wodurch andere Medienformen zunehmend in den Hintergrund geraten.
»The Keeper of the Camphor Tree« basiert auf einer Romanreihe von Keigo Higashino, deren erster Band im März 2020 erschien und in Japan über eine Million Exemplare verkaufte. Trotz vieler Literaturpreise ist es der erste Anime zu einem seiner Werke.

Nichts für traditionelle Fans
Ito merkte an, dass der Titel wahrscheinlich nur bedingt den Geschmack klassischer Anime-Fans treffen werde, da die Handlung vergleichsweise einfach gehalten sei:
»Es gibt keinerlei spektakuläre Actionszenen, und die Figuren sind nicht in ein großes Ereignis verwickelt, das das Überleben der Menschheit bedroht … aber dafür ist es ein universelles, solides und sehr bewegendes Werk.«
Er sehe in solchen Titeln einen großen Mehrwert und plädiere dafür, zumindest einmal im Jahr ein vergleichbares Projekt zu produzieren. Aufgrund ihrer breiten Anziehungskraft würden sie gängigen Branchenstandards der starken Zielgruppensegmentierung bewusst entgegenstehen.
»The Keeper of the Camphor Tree« ist bereits am 30. Januar 2026 in den japanischen Kinos gestartet. Einen ersten Trailer könnt ihr euch unterhalb dieser Zeilen ansehen.
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Trailer:
Via Mantan Web
© REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO Project
© The Keeper of the Camphor Tree Production Committee

Der Regisseur von Sao beanstandet VIELFALT. Ja ne ist klar wieder genau mein Humor 🤣. Bei den anderen Werken verstehe ich es durchaus aber Sao entspricht für mich jetzt auch nicht wirklich Vielfalt, aber hey muss jeder selber wissen gibt ja genügend Leute da draußen für die Sao sowas wie ihr Dreh und Angelpunkt ist. Das ich es nicht bin merkt man daran, daß mir nur der GGO Part halbwegs Spaß gemacht hat.
Aber Erased ist für mich ne absolute Offenbarung und ich kann wiederum verstehen wenn Leute das nicht mögen
Ich sehe da keinen Widerspruch, guck dir mal an wie lange SAO jetzt her ist, fast 14 Jahre. Der Markt hat sich seitdem schließlich nochmal stark verändert.
Wann kam denn SAO raus? Für die damaligen Verhältnisse war das was komplett Neues. Daher macht die Aussage schon Sinn.
Leute, die in einer virtuellen Welt gefangen sind und ums überleben kämpfen.
Sag, hast du je von Matrix gehört?
Oder zählt das nicht, weils kein Anime ist?
Selbst wenn Matrix nicht zählen würde könnte man noch dot hack hier sagen das kam auch vor SAO raus nur hat die Anime Community Angst Animes zu erwähnen die ihrer Zeit voraus waren und realistischer sind bzw eher Realistisch werden könnte als sowas wie SAO 🤷🏻
Ja klar. Das liegt bestimmt nicht daran, dass so gut wie keiner unter 30 .hack// kennt und SAO einfach allgemein das populärere Werk und das Aushängeschild von Isekais ist, es haben sich einfach nur alle verschworen weil vertrau mir Bruder.
SAO ist kein Isekai, kann man nicht so oft behaupten das es einer wäre aber Faktisch ist er keiner.
Man, das sollte »Kann man noch so oft behaupten« heißen
Oder Tron
sao WAR VIELFALT
das war der 1 isekai der beste
Das war weder der erste Isekai, oder der Nummer 1 Isekai (keine Ahnung was genau du meinst), denn das ist überhaupt kein Isekai.
Da streiten sich Fans bis heute drum, aber ich zähl eine von Menschen erschaffene virtuelle Spielwelt, die gar nicht wirklich existiert, nicht als fremde Welt.
Jahrzehnte vor SAO gab es schon Isekais und der Beste war er auch nicht, er war nur einer der extrem Hype erfahren hatte. Und nein ein Isekai ist SAO nicht, da hier kein Übergang in eine andere Welt stattfindet.
Scheint gibt es auch in Japan ein paar wenige Menschen, jene diese Entwicklung, die ich aufs Schärfste kritisiere, erkannt haben. Doch ändern wird sein geäßerter Unmut nicht das Geringste: Es wird ein »weiter wie bisher« bleiben.
Ich mochte den Trailer; macht einen interessanten Eindruck.
Was nun die Aussage angeht … das ist ja kein unbedingt brandneues Phänomen. Ich würde auch zustimmen, dass … etwas mehr Varianz bei Themen, Stories und Settings schon schön wäre.
Ich kann ja durchaus verstehen, dass man auf Bewärtes und Bekanntes aufspringt, um das (finanzielle) Risiko zu mindern. Aber es sollte auch Platz für sowas sein – es muss natürlich auch angenommen werden; das ist dann wieder das andere Problem: die Zuschauer. Es nutzt ja nichts das Risiko einzugehen, es dann aber bei der Zuschauerschaft abprallt.
Den Produzenten (nicht den Studios) ging es in Japan wahrscheinlich noch nie so gut wie jetzt, also eigentlich die beste Zeit um Risiken einzugehen. Aber ist ein typisches Phänomen, wenn es einem wirtschaftlich gut geht, ausgerechnet dann scheut man das Risiko um den Status quo so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Daran sind jedoch schon Firmen zugrunde gegangen, weil man nicht mehr rechtzeitig auf eine Trendwende reagieren konnte.
Naja mehr als »Seinen Senf dazu geben« lese ich da nicht raus. 🤷
Also jede season kommen doch paar Peaks raus, gibt natürlich aber auch schlechte anime jede season keine Frage. Finde gibt genug Vielfalt, hab ständig was zu gucken.
Sagt ausgerechnet er, wo doch SAO ein hack.sign Klon ist.
Bin froh wenn ich zwei Animes zum gucken habe. In dieser season sind es auch nur Jujutsu Kaisen und Hells Paradise