Seit einigen Jahren hält sich unter Fans das Gerücht, Studio Bones habe die Schöpferin von »Fullmetal Alchemist« mit den zahlreichen Abweichungen in der ersten Anime-Umsetzung verärgert. Aktuelle Aussagen zeichnen jedoch ein anderes Bild.
Kritik an Änderungen
Eigenständige Änderungen an einer Anime-Adaption stoßen bei Fans häufig auf Kritik und lösen nicht selten kontroverse Diskussionen aus. Auch im Fall von »Fullmetal Alchemist« gab es Debatten über Abweichungen von der Manga-Vorlage, insbesondere im Zusammenhang mit der Figur Rose Thomas.
Im Anime von 2003 erfährt der Charakter eine deutlich düsterere Entwicklung als in der Vorlage, was in der Fangemeinde für Gesprächsstoff sorgte. In Interviews betonte Serienschöpferin Hiromu Arakawa damals, dass bestimmte inhaltliche Diskrepanzen nicht dem Ton der von ihr angestrebten Shonen-Geschichte entsprechen würden.
Jüngsten Aussagen von Drehbuchautor Shō Aikawa zufolge soll Arakawa Änderungen grundsätzlich aber akzeptiert und das Team sogar dazu ermutigt haben, ein eigenständiges Ende zu entwickeln. Gleichzeitig habe es jedoch klare Vorgaben gegeben, welche Elemente der Welt und der Figuren unangetastet bleiben mussten.

Strenge Kontrollen
So soll Arakawa dem Produktionsteam klare »No-Go«-Regeln genannt haben, vor allem dazu, welche Fähigkeiten die Charaktere durch Alchemie einsetzen dürfen und welche nicht. Zu diesen Einschränkungen zählten unter anderem ein Verbot des Fliegens durch Alchemie und dass der Hauptcharakter kein Motorrad fahren sollte.
Darüber hinaus erklärte Aikawa, dass auch Square Enix als Verlag der ursprünglichen Manga-Reihe intensiv in die Produktion der ersten Anime-Serie eingebunden war. Das Unternehmen habe an sämtlichen Drehbuchbesprechungen teilgenommen und in manchen Fällen sogar direkt Rücksprache mit der Originalautorin gehalten.
Diese Einblicke aus dem direkten Produktionsumfeld widersprechen klar der Annahme, die Anpassungen seien ohne vorherige Rücksprache erfolgt.
Dennoch hat die Meinung der Zuschauer erheblichen Einfluss, sodass die anhaltende Unzufriedenheit wohl mitentscheidend dafür war, dass Studio Bones mit »Fullmetal Alchemist: Brotherhood« (2009) eine weitere, werkgetreuere Adaption produzierte. Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, welche Version euch besser gefällt!

Via X
©Hiromu Arakawa/FA Projects, MBS

Ich kenne die Vorlage nicht; von daher kann ich dazu keinen Vergleich anstellen. Aber ich kenne beide Animeumsetzungen und muss sagen, dass ich Brotherhood etwas besser fand. Warum? Mir hat das in der späteren Entwicklung einfach besser gefallen und ich fand es runder in der Erzählung.
Ja Brotherhood war um Längen besser. Es war stimmiger und auch nicht so abgedreht wie die Bones Version.
Beide Varianten sind doch von Studio Bones?