Review: Tokyo Ghoul Root A – Volume 2 | Blu-ray

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Mit dem zweiten Volume der zweiten Staffel »Tokyo Ghoul Root A« geht es seit dem 27. Mai 2016 endlich mit den Abenteuern im »Tokyo Ghoul«-Universum weiter. Nach dem relativ großen Cliffhanger im ersten Volume, bei dem man nicht mehr wusste, ob jetzt Ken zu den Bösen gehört oder nur die Fassung wieder verloren hat und dadurch einen falschen Weg genommen hat, ist man gespannt wie es weiter geht. Doch überzeugt das zweite Volume oder geht es mit der Qualität der Serie zuneige?

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Jahr:Japan, 2014
Genre:Action, Splatter, Psychodrama
Publisher:KAZÉ Anime
Laufzeit:ca. 75 Minuten
FSK:16
Bildformat:1920 x 1080p
Ton:DTS HD MA 2.0
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:4-6

Der Tag an dem ich starb

Der grausame Krieg zwischen Ghulen und Menschen geht in seine nächste Runde: Eröffnet wird sie vom Phoenixbaum, mit Ken in dessen Mittelpunkt. Beim Angriff auf das Cochlea, das berüchtigte Lager für gefährliche Ghule, werden zahlreiche Gefangene befreit. Zufällig sind auch Amon und Akira vor Ort, die sich bald mit einer Überzahl an Feinden konfrontiert sehen. Als Akira verletzt wird, muss ihr Vorgesetzter eine Entscheidung treffen. Währenddessen kämpft Ken gegen den inhaftierten Orca – der sich als Liz‘ Bruder herausstellt. Doch obwohl er bereits zum Halb-Krallenträger geworden ist, scheint der Einäugige diesmal unterlegen zu sein. Aufgeben kommt für Ken trotzdem nicht infrage – denn wenn er schwach bleibt, werden alle seine Freunde getötet. Egal wie, er muss unbedingt noch stärker werden!

Meiner Meinung nach ist die Handlung der vierten bis sechsten Episode überragend und sucht seines Gleichen. Die Handlung ist vollgespickt mit allerlei Hintergrundinformationen zu jeglichen Charakteren (Beispiel: Vergangenheit von Amon, Akira, Kurona & Nashiro Yasuhisa oder auch von Juzu Suzuya) sowie mit dem ein oder anderen Plot-Twist. Außerdem finde ich es sehr gut, dass man in der zweiten Staffel nicht mehr so auf Ken fokussiert ist, sondern die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt. Das ist nämlich erst seit diesem Volume so, denn im ersten Volume fokussierte man sich eher noch auf Ken. In diesem Volume wird eher die Sichtweise des CCG genommen, jedoch aus Sichten mehrerer Charaktere. Amons Sicht wird am meisten verwendet, dass dann dazu führt, dass man ihn als zweiten Protagonisten gegenüber Ken sieht. Auch die Darstellung des Genre »Psychodrama« fand ich bei diesem Volume extrem gut umgesetzt. Als Ken regelmäßig die Fassung verliert hat man einen flauen Magen und fühlt sich echt mitgerissen, da dieser Aspekt des Psychodramas so gut umgesetzt wurde. Auch das habe ich bisher noch bei keinem Anime erlebt.


Deutsche Umsetzung

KAZÉ Anime hat die deutsche Synchronisation beim VSI Synchronstudio in Berlin anfertigen lassen. Dieses Studio war auch schon für die erste Staffel des Animes verantwortlich. Das merkt man auch, denn die Qualität der Synchronisation ist weiterhin sehr gut. Die Stammsprecher sowie die neu dazugekommenen Synchronsprecher haben eine Top-Arbeit hingelegt. KAZÉ Anime hat bei der Sprecherauswahl sowohl auf das Aussehen der Charaktere als auch auf die originalen japanischen Synchronsprecher geachtet. Bei den neuen Synchronsprecher haben mir vor allem die Sprecher von Donald und Liz Bruder, Orca, gefallen. Sie haben beide perfekt auf die Charaktere gepasst.

Die Lippensynchronität ist so gut wie immer vorhanden. Außerdem werden die wichtigsten Begriffe mit gelbem Untertitel und dünner, schwarzer Umrandung übersetzt. Bei den eigentlichen Untertiteln geht KAZÉ gleichermaßen vor. Diese Untertitel weichen von der deutschen Synchronisation ab, da man auf die Lippensynchronität achten musste.


Bild & Animation

Die Episoden 4-6 von »Tokyo Ghoul Root A« wurden von Studio Pierrot produziert und kommen im gewohnt schönen und detailreichen 1920 x 1080p auf eurem Fernseher. Hierbei sticht der Anime mit seiner Liebe zum Detail und seiner Farbpalette aus der Masse heraus. Die Hintergründe sowie die Charaktere sind sehr schön, farbenreich sowie detailreich gemalt und gezeichnet worden. Allerdings habe ich zum ersten Mal ein Kritikpunkt zum Bild bei »Tokyo Ghoul«. Und zwar ist mir leider aufgefallen, dass sobald die Kamera in die Totale wechselt und mehrere Charaktere im Bild zu sehen sind die Qualität sowohl bei den Charakteren als auch bei den Hintergründen stark abnimmt. Bisher hat sich sowohl die erste Staffel als auch die ersten drei Episoden der zweiten Staffel in diesem Bereich geglänzt. Seit der vierten Episode sieht das ein bisschen anders aus, jedoch ist die Qualität auf einem hohen Niveau.

Beim Thema »Animation« kann ich wie bei vielen meiner Reviews nicht meckern. Die Animationen sind sehr flüssig und vor allem farbenfroh. Auch die Charaktere wurden wieder sehr schön animiert und machten keinen unnatürlichen Eindruck. Allerdings habe ich hier auch den leichten Eindruck, dass die Qualität ein bisschen abgenommen hat.


Soundtrack

Beim Thema Soundtrack hat sich meine Meinung nicht geändert, sondern eher verbessert. Ich finde die Hintergrundmusik, die man bisher heraushören konnte, ist ein Meisterwerk. Grund dafür ist, dass die Tracks immer passend eingeführt wurden und  die jeweilige Szene perfekt untermalen. Bei dem ein oder anderen Track hatte ich auch den Anschein, dass diese Tracks extra für die jeweilige Szene produziert bzw. komponiert wurden. Das habe ich in der Form noch bei keinem Anime erlebt. Bisher hab ich aber noch keinen Track gefunden, der mir Gänsehaut bereitet.

Das Opening »Munou« von der Band »österreich« ist an und für sich gut gelungen. Es passt auch sehr gut zum Geschehen in der Staffel. Jedoch finde ich immer noch, dass dieses Opening nicht an das der ersten Staffel herankommt. Auch das Ending finde ich gut performt. Es ist schön langsam und ruhig und rundet somit die Episoden gut ab.


Verpackung & Extras

Das zweite Volume von »Tokyo Ghoul Root A« kommt in einer blauen Blu-ray Hülle zu euch nach Hause. Das Cover ist ein Wendecover und wurde eher schlicht gehalten. Auf dem Cover sieht man Naki und Shu Tsukiyama auf einem weißen Hintergrund. Ich verstehe nicht, was Shu auf dem Cover des zweiten Volumes macht, denn er ist weder in den drei Folgen zu sehen noch wurde er in gewisser Weise erwähnt. An der linken Seite sind jeweils oben und unten Blutflecken gemalt worden. Auf dem Cover ist links unten das FSK-Logo aufgedruckt. Als Extras liegen dem Volume ein ausführliches und interessantes Booklet, der Disc+-Code für die Folgen 4-6 sowie jeweils ein Video vom Synchronpanel (30 Minuten) und Live-Dubbing (5 Minuten) auf der AnimagiC 2015 bei. Ich finde diese große Auswahl sehr gut, vor allem waren die Videos vom Synchronpanel und Live-Dubbing richtig interessant und unterhaltsam.

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Kaze Banner


Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich auch das zweite Volume von »Tokyo Ghoul Root A« überzeugt hat. Die Handlung der vierten bis sechsten Episode ist meiner Meinung nach echt überragend und echt sehr schwer zu toppen. Vor allem die Darstellung des Psychodramas war mehr als sehr gut inszeniert. Ich fand außerdem die Plot-Twists sowie die Vergangenheitsgeschichten verschiedener Charaktere sowie die Erzählung der Geschichte aus mehreren Sichtweisen sehr gut und auch abwechslungsreich. Bei dem Thema »Bild & Animation« bleibt »Tokyo Ghoul Root A« grundsätzlich auf seinem sehr hohen Niveau. Jedoch machen sich schon die ein oder andere Qualitätsverluste bemerkbar. Bei der »Deutsche Umsetzung«, dem »Soundtrack« sowie der »Verpackung & Extras« hat sich KAZÉ Anime bzw. Studio Pierrot meiner Meinung nach nochmal selbst übertroffen und neue Maßstäbe gesetzt.

© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul Production Committee
© 2016 VIZ Media Switzerland SA

Tokyo Ghoul Root A -Volume 2

22,99€
Tokyo Ghoul Root A -Volume 2
9,8

Story

10.0 /10

Konzept

10.0 /10

Deutsche Umsetzung

10.0 /10

Bild und Animation

9.0 /10

Soundtrack

10.0 /10

Verpackung und Extras

10.0 /10

POSITIV

  • verschieden Sichtweisen
  • perfekte Umsetzung des Psychodrama-Genre
  • gute & passende Synchronsprecher
  • gute Bild- & Animationsqualität
  • hervorragender Soundtrack
  • viele Extras

NEGATIV

  • kleine Verluste bei der Bildqualität

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