In »Demon Slayer« wird Nezuko durch eine Art Bambusmaulkorb daran gehindert, andere anzugreifen – ein Detail, das nun ein renommiertes Umweltforschungsteam aus Japan genauer untersucht hat. Wir fassen die Ergebnisse zusammen.
Wissenschaftliche Untersuchung
Die Wissenschaftler um Akio Inoue, selbst großer »Demon Slayer«-Fan und Professor für Umweltmanagement an der Fakultät für Landwirtschaft der Kindai-Universität, gingen der Frage nach, ob sich eine funktionierende Version dieses Maulkorbs aus echtem Bambus herstellen ließe.
Hierfür analysierten sie die Segmentstruktur von Bambus und verglichen insgesamt 150 Frontaldarstellungen von Nezuko mit 112 realen Exemplaren der Bambusarten Moso und Hachiku. Diese waren zur Zeit der Taisho-Ära – in der die Geschichte von »Demon Slayer« spielt – in Japan weit verbreitet.
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Advances in Bamboo Science veröffentlicht. Darin kommt Inoue zu dem klaren Schluss, dass die im Manga und Anime dargestellte Form wissenschaftlich nicht realisierbar ist.
Grund dafür ist die Struktur von Bambus: Die sogenannten Internodien (die Abschnitte zwischen den Knoten) sind in der Mitte des Halms am längsten und werden sowohl zur Basis als auch zur Spitze hin zunehmend kürzer.

Verhältnisse passen nicht
Auf dieser Grundlage berechneten die Forscher das Verhältnis zwischen der maximalen Internodienlänge und den angrenzenden Segmenten.
Anschließend wurden diese Werte mit den aus verschiedenen »Demon Slayer«-Szenen ermittelten Verhältnissen verglichen. Dabei zeigte sich, dass das Internodienverhältnis bei Nezukos Maulkorb lediglich 0,45 beträgt, während es bei den untersuchten Bambusproben durchschnittlich bei 0,94 liegt.
Mathematisch bedeutet das: Das mittlere Segment eines Bambusrohrs ist in der Realität stets länger als ein menschliches Gesicht. Während die Internodien bei Moso- und Hachiku-Bambus im Durchschnitt etwa 35 und 25 Zentimeter lang sind, beträgt die durchschnittliche Gesichtslänge einer japanischen Frau rund 18,28 Zentimeter.
Inoue betont jedoch, dass seine Forschung keineswegs als Kritik an dem populären Franchise verstanden werden soll. Vielmehr ging es ihm ausschließlich darum zu prüfen, ob die im Manga und Anime dargestellten Proportionen auf Basis realer Bambusmorphologie reproduzierbar sind – was letztlich nicht der Fall ist.
Steelbook-Edition bestellen:
- »Mugen Train« in 4K (Amazon | AKIBA PASS)
- Komplettbox von Staffel 1 (AKIBA PASS)

Via Oricon
© Koyoharu Gotoge / SHUEISHA, Aniplex, ufotable

Die Wissenschaftler beschäftigen sich wohl mit den wirklich wichtigen Dingen
Als nächstes wollen die mir weismachen, dass es Dämonen nicht gibt und nie gab
Zumindest nicht solche wie sie in der Serie vorkommen.
Das ist halt so ein Nerd-Ding. Ich persönlich schalte meinen Logiksektor aus, wenn ich Animes schau, ansonsten läuft er heiß. Wenn bei jeden Logik- oder Realismusfehler ein Ton erzeugt wird, dann macht es ding – ding – ding – ding – …
Versuch ich in der Regel auch, aber bei Shonen-Aniimes ist das manchmal echt schwer.
Eine Bombensensation!
So Leute, jetzt wisst ihr es.
Wenn man sonst nichts besseres zu tun hat…
Gut zu wissen 😉
Is das nicht unnötig über Realismus zu reden wenns um eine Serie geht die nicht naja….Realistisch is? Als hätten wir keine anderen Probleme mehr….
Das Entscheidet jeder für sich selbst, was er für nötig hält.
Ist ja nicht so, dass es die Frage war, ob die dies untersuchen ODER eine Lösung für den Weltfrieden finden ODER ein Heilmittel für Krebs finden.
Es ist anscheinend so wichtig, dass du dir die zeit genommen hast das zu lesen UND einen Kommentar zu schreiben, anstatt zu einem in deinen Augen wichtigen Themen Stellung zu beziehen.
Recht hat er.
Erste April ist erst in knapp anderthalb Wochen.
Ich hätte jetzt erwartet das untersucht wurde ob sich das ding von der Konstruktion her gut macht. Proportionen variieren doch so oft bei solchen sachen.