Review: Tokyo Ghoul Root A – Volume 3 | Blu-ray

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Das dritte Volume zur zweiten Staffel aus dem Anime des »Tokyo Ghoul«-Franchise erschien hierzulande dank KAZÉ Anime am 24. Juni 2016. Nach meiner vorherigen Review zum zweiten Volume der zweiten Staffel vom Anime, das genauso wie z.B. auch »Naruto/Naruto Shippuden« beim Animationsstudio Studio Pierrot produziert wurde, gehe ich mit sehr hohen Erwartungen in das dritte Volume.

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Jahr:Japan, 2014
Genre:Action, Splatter, Psychodrama
Publisher:KAZÉ Anime
Laufzeit:ca. 75 Minuten
FSK:16
Bildformat:1920 x 1080p
Ton:DTS HD MA 2.0
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:7-9

der tag an dem ich starb

Während der angeschlagene Ken seine Wunden leckt und sogar ins Antik zurückkehrt, um Yoshimuras Rat zu suchen, will das CCG endlich die Jagd auf seinen größten Gegner beginnen: die Eule. Tatsächlich scheint der Leitende Fahnder Shinohara zu ahnen, wo er den gefürchteten Anführer des Phoenixbaums suchen muss. Endlich lichtet sich nun auch das Geheimnis um den Chef und seine traurige Vergangenheit. Ungeachtet dessen bereitet das CCG unerbittlich den Angriff auf den 20. Bezirk vor. Nicht nur die Ermittler machen sich bereit, dem Tod ins Auge zu sehen, auch die Ghule bringen sich in Position. Toka, die eigentlich zusammen mit Hinami aus der Schusslinie gebracht wurde, will Irimi und Koma unbedingt zur Seite stehen. Doch wird auch Ken in den Kampf eingreifen, um seine Freunde zu beschützen?

Meiner Meinung nach hat die Story in den Folgen 7-9 sogar die Handlung der vierten bis sechsten Episode übertroffen. Mich hat die Story nach der siebten Folge komplett mitgerissen, sodass ich gebannt vor dem Fernseher mitgefiebert sowie mitgetrauert habe. Die Handlung ist wieder vollgespickt mit allerlei Hintergrundinformationen zu jeglichen Charakteren (Beispiel: Vergangenheit von Akira und Yoshimura) sowie mit dem ein oder anderen sehr heftigen Plot-Twist. Weiterhin ist man nicht mehr so auf Ken fokussiert und erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Bei den Episoden 7-9 wurden eher die Perspektiven der Ghoule aus dem Antik genommen. Auch die Darstellung des Genre »Psychodrama« ist bei dem dritten Volume extrem gut umgesetzt. So wird am Anfang der siebten Folge nochmal der Zwiespalt von Ken deutlich gezeigt. Auch die Szenen mit Shu machen deutlich, wie gut man das oben genannte Genre umsetzen kann.


deutsche umsetzung

KAZÉ Anime hat die deutsche Synchronisation beim VSI Synchronstudio in Berlin anfertigen lassen. Dieses Studio war auch schon für die erste Staffel des Animes verantwortlich. Das merkt man auch weiterhin, denn die Qualität der Synchronisation ist immer noch top. Alle Synchronsprecher haben wieder eine fantastische Arbeit hingelegt.

Die Lippensynchronität ist eigentlich immer vorhanden. Außerdem werden die wichtigsten Begriffe mit gelbem Untertitel und dünner, schwarzer Umrandung übersetzt. Bei den eigentlichen Untertiteln geht KAZÉ gleichermaßen vor. Diese Untertitel weichen von der deutschen Synchronisation ab, da man auf die Lippensynchronität achten musste.


bild und produktion

Die Episoden 7-9 von »Tokyo Ghoul Root A« wurden von Studio Pierrot produziert und kommen im gewohnt schönen und detailreichen 1920 x 1080p auf euren Fernseher. Hierbei sticht der Anime mit seiner Liebe zum Detail und seiner Farbenfröhlichkeit aus der Masse heraus. Die Hintergründe sowie die Charaktere sind sehr schön, farbenreich sowie detailreich gemalt und gezeichnet worden. Der von mir im letzten Review zu »Tokyo Ghoul Root A« angesprochene Kritikpunkt mit dem Qualitätsverlust bei den Charakteren, wenn die Kamera in die Totale übergeht, ist in diesem Volume außer einzelner Ausnahmen so gut wie nicht mehr vorhanden. Außerdem wurde CGI bei den Autos verwendet, jedoch wurde es nicht störend oder merkwürdig eingesetzt.

Beim Thema »Animation« kann ich wie bei vielen meiner Reviews sehr wenig meckern. Die Animationen sind sehr flüssig und vor allem farbenfroh. Auch die Charaktere wurden wieder sehr schön animiert und machten keinen unnatürlichen Eindruck. Allerdings habe ich hier auch den leichten Eindruck, dass die Qualität ein bisschen abgenommen hat. Vor allem bei diesem Volume kommt es in ein paar Szenen deutlich heraus. So wirkten zum Beispiel die Bewegungen von Sen Takatsuki beim Treffen mit Hinami nicht immer natürlich sondern etwas unnatürlich.


soundtrack

Beim Thema Soundtrack hat sich meine Meinung nicht geändert. Dieses Mal hat es mir sogar noch besser gefallen. Ich finde die Hintergrundmusik, die man bisher heraushören konnte, ist weiterhin ein Meisterwerk. Grund dafür ist, dass die Tracks immer passend eingeführt wurden und die jeweilige Szene perfekt untermalen. Bei dem ein oder anderen Track hatte ich weiterhin den Eindruck, dass diese Tracks extra für die jeweilige Szene produziert bzw. komponiert wurden. Bisher habe ich aber noch keinen Track gefunden, der mir Gänsehaut bereitet. Allerdings gefällt mir der Song »Glassy Sky« am meisten. Es ist zwar kein richtiges Gänsehaut-Lied, jedoch holt es den Zuschauer genau bei den für den Song erhofften Emotionen ab. Das schaffen in der Art und Intensität nur wenige Tracks von Anime-Soundtracks.

Das Opening »Munou« von der Band »österreich« ist an und für sich gut gelungen. Es passt auch sehr gut zum Geschehen in der Staffel. Dennoch finde ich immer noch, dass dieses Opening nicht an das der ersten Staffel herankommt. Auch das Ending finde ich gut performt. Es ist schön langsam und ruhig und rundet somit die Episoden gut ab.


verpackung und extras

Das dritte Volume von »Tokyo Ghoul Root A« kommt in einer Amaray zu euch nach Hause. Das Cover ist ein Wendecover und wurde auch eher schlicht gehalten. Auf dem Cover sieht man Amon und Akira mit ihren Quinke auf einem weißen Hintergrund. An der linken Seite sind jeweils oben und unten Farbflecken gemalt worden. Auf dem Cover ist links unten das FSK-Logo aufgedruckt. Als Extras liegen dem Volume ein ausführliches und interessantes Booklet, der Disc+-Code für die Folgen 7-9 sowie hauseigene Trailer von KAZÉ-Titeln bei. Im Gegensatz zum letzten Volume hat die Fülle der Extras wieder abgenommen, jedoch reicht das Booklet vollkommen aus, da sehr spannende und interessante Hintergrundinformationen enthüllt und erläutert werden.

Tokyo Ghoul Root A Volume 3

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fazit

Alles in allem lässt sich sagen, dass mich das dritte Volume von »Tokyo Ghoul Root A« vollkommen überrascht aber auch gleichzeitig überrumpelt hat. Die Handlung der siebten bis neunten Episode ist meiner Meinung nach noch besser als die vom zweiten Volume mit den Folgen 4-6. Vor allem die Darstellung des Psychodramas war sehr gut inszeniert. Ich fand außerdem die Plot-Twists sowie die Vergangenheitsgeschichten verschiedener Charaktere sehr gut. Bei dem Thema »Bild & Animation« bleibt »Tokyo Ghoul Root A« grundsätzlich auf seinem sehr hohen Niveau. Jedoch machen sich wieder die ein oder andere Qualitätsverluste bemerkbar. Allerdings nicht mehr so heftig und im großen Umfang wie im zweiten Volume. Bei der »Deutschen Umsetzung« und dem »Soundtrack« hat sich KAZÉ Anime bzw. Studio Pierrot meiner Meinung nicht verschlechtert und bleiben deshalb auf ihrem sehr hohen Niveau. Beim Themenblock »Verpackung & Extras« sind die Extras zwar ein bisschen geringer ausgefallen, jedoch ist das Booklet so gut, dass das im Grunde genommen nicht so sehr ins Gewicht fällt.

© Sui Ishida/Shueisha, Tokyo Ghoul Production Committee
© 2016 VIZ Media Switzerland SA

Tokyo Ghoul Root A - Volume 3

22,99€
Tokyo Ghoul Root A - Volume 3
9,4

Handlung

10.0 /10

Deutsche Umsetzung

10.0 /10

Bild & Animation

9.0 /10

Soundtrack

10.0 /10

Verpackung & Extras

8.0 /10

POSITIV

  • nicht vorhersehbare Plot-Twists
  • perfekte Umsetzung des Psychodrama-Genre
  • gute & passende Synchronsprecher
  • gute Bild- & Animationsqualität
  • hervorragender Soundtrack

NEGATIV

  • kleine Verluste bei der Bildqualität

Kommentare

1 Kommentar zu "Review: Tokyo Ghoul Root A – Volume 3 | Blu-ray"

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suby
Gast
suby

tut mir leid , ich bin anderer meinung. fand schon die synchro der 1 staffel sehr schlecht und habe mir deswegen die UK version geholt, was ich auch hier wieder tun werde.